• Schloss Pöckstein - Residenz Pöckstein

    9 marzo, Austria ⋅ ☁️ 9 °C

    Schloss Pöckstein ist ein frühklassizistisches Schloss am Eingang des Kärntner Gurktales. Die ehemalige Bischofsresidenz gilt als bedeutendster klassizistischer Bau Kärntens.
    Wenige hundert Meter westlich des heutigen Schlosses befand sich im 12. Jahrhundert die Burg Pöckstein. An der Stelle des Schlosses, wo der alte Verkehrsweg des Schrägen Durchganges eine Engstelle passiert, bestand von 1606 an ein Eisenhammerwerk mit zugehörigem Herrenhaus. Nachdem die Straßburg durch ein Erdbeben 1767 beschädigt worden war, ließ der Gurker Bischof Joseph Franz Anton von Auersperg dieses Gebäude niederreißen und Schloss Pöckstein von 1778 bis 1782 vom Salzburger Architekten Johann Georg von Hagenauer errichten. 1783 wurde die Residenz der Bischöfe von Gurk von Straßburg hierher verlegt, bereits 1787 wurde der Bischofssitz durch Bischof Franz II. Xaver von Salm-Reifferscheidt-Krautheim wieder neu bestimmt und nach Klagenfurt verlegt.

    Die Ausstattung des frühklassizistischen Schlosses stammt vom Bruder des Architekten, dem Bildhauer Johann Baptist von Hagenauer, sowie von dem Maler Franz Wagner und dem Stuckateur Martin Karl Keller. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss durch Bombentreffer beschädigt, danach wieder originalgetreu instand gesetzt.

    Pöckstein war noch bis 2007 im Besitz des Bistums Gurk, bis 2002 Sitz der bischöflichen Forstverwaltung und diente zeitweise als Sommersitz der Bischöfe.
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