• Reisetag: Haapsalu und die Nordküste

    May 9 in Estonia ⋅ ☁️ 13 °C

    Nach den Inseln treibe ich mich noch einen Tag an der Nordküste Estland herum, bevor es dann zu einem Städteblock kommt: zwei Übernachtungen in Tallinn, drei in Helsinki.
    Was hier recht hübsch ist, ist das Städtchen Haapsalu, das ein Vorfahre des Herrn Grönemeyer dadurch groß gemacht hat, dass er den russischen Zaren und seinen Adel davon überzeugte, dass Schlammkuren und Seeluft der Gesundheit zuträglich seien. Daher wurde Haapsalu durch die Eisenbahn so verbunden, dass man gut von St. Petersburg anreisen und standesgemäß aussteigen konnte. Daher gibt es einen imposanten Bahnhof mit einem Teil, der nur für den Zar und sein Gefolge reserviert war. Für das geistliche Wohl gibt es eine nette orthodoxe Kirche. Und ansonsten viele schmucke Häuser und eine Promenade, auf der gerade der Scholadenmarkt stattfindet.
    Sehr interessant war dann noch die Ruine des ehm. Zisterzienserklosters Padise, die - im Gegensatz zu prächtigen Gründungen bei uns wie Walderbach, Speinshard oder Heilsbronn - erahnen lässt, was dieser Reformorden unter dem Ideal der Armut wirklich verstand.
    Das Arvo-Pärd-Zentrum in Laulasmaa ist ähnlich harmonisierend wie das Werk des Komponisten: Verbindet die Musik Tradition mit der Moderne, verbindet das Zentrum architektonisch die Natur mit der Kultur.
    Am Schluss gab es noch den zweithöchsten Wasserfall Estlands. Zum höchsten fahre ich nicht mehr.
    Read more