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    🇱🇻 Liepāja, Lettland

    Reise nach Riga

    昨日, ラトビア ⋅ 🌬 4 °C

    Direkt bei der Abreise war ich mir sicher, dass die Entscheidung, weiterzureisen, richtig war, weil Schneeregen über Nidda niederging. Eine halbe Stunde später zweifelte ich wieder, weil der Himmel stahlblau war und die Sonne provokant lachte. Als das Café verließ und mich der kalte Wind traf, wusste ich, dass es richtig sein würde, nach Riga zu fahren.
    Auf dem. Weg hielt ich zweimal: Einmal in Palanga, was an sich nicht erwähnenswert ist; und dann noch im lettischen Liepaja, was ich ganz nett fand, weil es noch viel gibt aus der Blütezeit, dem beginnenden 20. Jahrhundert: Jugendstil und viele schmucke Holzvillen.
    In Riga hatte ich dann Polizeikontakt mit einer sehr netten Polizistin und weiß jetzt: Wenn die Polizei einen mit Blaulicht auffordert, stehen zu bleiben, muss man sofort bremsen und darf nicht bis zur nächsten Nebenstraße fahren; man darf nicht aussteigen, sondern muss im Auto sitzen bleiben, bis die Polizistin kommt. Und man darf nicht auf der linken Spur mit 30 kmh fahren. Sie fuhr dann vor mir her, damit ich den Parkplatz finden konnte. Sie war sehr nett. Ich hätte ein Foto machen sollen
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  • Nida auf der kurischen Nehrung

    4月25日, リトアニア ⋅ 🌬 7 °C

    Das Wichtigste vorab: Im Gegensatz zum verwöhnten Nordbayern ist es hier arschkalt und unangenehm windig und das wird auch bleiben. Ich habe also wiedermal umgeplant und fahre morgen schon nach Riga, wo ich den Schwerpunkt von der Natur auf die Kultur legen werde.
    Das war auch heute schon so, als ich mich dazu durchgerungen hatte, das Sommerhaus der Familie Mann zu besuchen, was ich nicht bereute. Zum einen war es dort warm. Zum anderen kenne ich zumindest jetzt das Anspruchsniveau der Familie Mann, die sich ein - aus ihrer Sicht - kleines bescheidenes Häuschen auf den Schwiegermutterberg stellen ließ, finanziert durch Thomas' Nobelpreis. Immerhin: Sein Arbeitszimmer war wirklich nicht groß.
    Meine Neuanschaffung: ein leistungsstarker Föhn, mit dem ich auf dem Campingplatz das Auto erwärme. Heizlüfter gab es keinen.
    Zum Abendessen gab es räucherten Wels. Herrlich.
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  • Kloster Pažaislis und kurische Nehrung

    4月24日, リトアニア ⋅ ☁️ 10 °C

    Viel ist heute nicht passiert, außer dass die Wade wieder zickt und ich jetzt unter der Bettdecke im Caddy der Kälte harre. Gelandet bin ich auf der kurischen Nehrung, die ich eigentlich links liegen lassen wollte. Aber dann überlegte ich es mir doch anders und brauste mit einen Zwischenstop in Kloster Pažaislis an die Ostsee.
    Das Kloster war von dem her interessant, weil die Kirche ein barocker Kuppelbau ist und die ursprünglichen Mönche Einsiedler waren, von denen jeder sein eigenes kleines Häuschen hatte. Allerdings gibt es nur noch zwei davon, die man leider nicht besichtigen kann.
    Morgen mehr aus Neringa.
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  • Rumtreiberei im Auto

    4月23日, リトアニア ⋅ 🌬 12 °C

    Ich machte ganz brav, was Doktor Chat GPT vorgeschlagen hat. Daher war ich heute eigentlich schmerzfrei und wagte nach einem kurzen Spaziergang an die Memel hinter dem Hotel einen kleinen Ausflug, allerdings mit dem Auto und nicht mit dem Rad. Ich bin vorsichtig.
    Zuerst nach Birstonas, den Kurort in der Nähe, bei dem mir am besten der kleine Skulpturenpark und die Memelpromenade gefallen haben, einschließlich impressionistischem Maler und reparierendem Fischer.
    Dann begann das Chat-gpt-Abenteuer: Ich fragte nach einem interessanten kleinen Städtchen und das Programm bot mir Punio an, als typisch, alt und touristisch nicht überlaufen. Das mag stimmen, aber eine Stadt im eigentlichen Sinne war das nicht. Sicher, es gab eine Kirche und ein Rathaus, aber der Rest war eine überdimendionale Streuobstwiese mit Häusern dazwischen. Also beschloss ich zu experimentieren und folgte blind einem brauen Schild, das mich in einer völlig unverständlichen Sprache, Litauisch, zur Nečiuikos Saltinis schickte, zu einem wunderschönen Ort, ganz in der Nähe der Memel. Und ich wollte wissen, wie der Ort auf Deutsch heißt. Der Google-Übersetzer: Quelle der Bastarde. Das war cool. Ich hatte etwas Besonderes entdeckt.
    Natürlich wollte ich dann noch wissen, welche Bewandnis es damit hat. Und dann kam die Enttäuschung: Quelle der Bastarde ist einfach ein Übersetzungsfehler. Das Ding heißt einfach Nečiuika-Quelle. Nečiuika ist wohl ein alter Personennamen. Die Bastarde hätten mir besser gefallen.
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  • Bei Birstonas, litauischer Badeort

    4月22日, リトアニア ⋅ ⛅ 16 °C

    Die Zerrung ist hinterhältig und zwingt mich, jetzt umzuplanen. Wenn ich das Bein lange ruhig halte, scheint es so, als sei alles wie immer. Aber wehe, ich belaste den Muskel, dann geht erstmal gar nichts mehr. Daher gibt es Hotel mit Pool statt Stellplatzcamping. Möge es nützen. Royal SPA Residence heißt das Establishment und versprüht im Gegensatz zum Namen eher nachsozialistischen Charme, obwohl es tatsächlich als Gegenkonzept zum sozialistische Kurbetrieb konzipiert wurde.
    Die Fahrt von Mikolajki hierher war angenehm. Interessant fand ich, dass die polnische Landschaft im Nordosten, also bei der Suwalki-Lücke, schon etwas an Skandinavien erinnert: sanfte Hügel, ab und zu ein See, Birken, Kiefern, Einzelgehöfte. Litauen kommt dann eher als große Ebene daher. Interessant wird es dann, wenn sich in diese Ebenen Flüsse eingegraben haben. Dann wird's romantisch.
    Heutiger Sightseeing-Höhepunkt: Ein Stausee vor Kaunas, wo die Memel gestaut wird und an dem das Kloster Pažaislis liegt, das ich wegen des Beines dann doch nicht besichtigen konnte. Wird nachgeholt.
    Anmerkung am Rand: Ich war auch in Mariampole, dem Zentrum des litauischen Gebrauchtwagenhandels. Vor Spontankäufen wird gewarnt!
    Zu Birstonas gibt es später noch was.
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  • Chillen am Lucknainer See

    4月20日, ポーランド ⋅ ☀️ 9 °C

    Ich habe tatsächlich an besagtem Agrotourismus übernachtet, aber als einziger Besucher auf dem angeschlossenen Campingplatz. Jetzt will ich nicht aus dem Bett, weil draußen zwar die Sonne scheint, aber es kalt und nass wirkt.
    Gestern war alles sehr unspektakulär: Kurzes Sightseeing in Ryn/Rhein, einer der kleinen Burg des Deutschritterordens, und dann hier den Tag genießen mit viel Natur, Lesen und glücklosem Angeln.
    Die Nacht war kuschelig, nur die verfluchten Saugnäpfe, die die Verdunkelung halten sollten, versagen immer wieder. Jetzt aber raus in den Morgen!
    Inzwischen ist es 14 Uhr, ich bin immer noch hier und haben den Platz noch nicht verlassen, weil ich mir beim Waschen eine Verletzung im Unterschenkel zugezogen habe, sodass ich den Fuß überhaupt nicht belasten konnte. Doktor Chat GPT sagt: entlasten. Jetzt geht es wieder etwas, aber ohne Walkingstöcke komme ich nicht zur Toilette. Da ich auch nicht weiß, wie ich in meinem Zustand den Fahrradträger auf die Kopplung bekomme, ist die Entscheidung gefällt.
    Ich werde übrigens morgen nicht die "Wolfsschanze" besichtigen. Mein Bedarf an NS-Überresten ist gedeckt. Ich würde das Zeug inzwischen am Geruch erkennen.
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  • Radtour von Mikolajki nach Nowe Guty

    4月19日, ポーランド ⋅ ☁️ 11 °C

    Viel gibt eigentlich nicht zu berichten, außer dass ich mich wiedermal übernommen habe. Aber diesmal wäre ich hast nicht schuld gewesen, wenn nicht schon bei der Tour von Krakau nach Görlitz die Erfahrung gemacht hätte, dass Waldwege in Polen viele Überraschungen bereit halten. So auch dieses Mal:
    22 Kilometer hin und zurück sollte machbar sein, wenn das meiste eben ist, dachte ich in meinem nicht mehr ganz so jugendlichen Leichtsinn. Was ich nicht auf der Rechnung hatte, war der Untergrund: Mal war er geschottert mir vielen Schlaglöcher, mal war er so sandig, dass ich nur schieben konnte. Am schlimmsten war Pflaster, das bestimmt schon über 100 Jahre dort liegt. Und das ging in die Knochen. Gerettet hat mich dann am Rückweg ein sehr gemütlicher Agrotourismus in einer fantastischen Lage. Vielleicht bleibe ich dort noch eine Nacht.
    Und die Kultur? Ein kleiner Friedhof einer protestantischen Bauernfamilie aus dem 19. Jahrhundert.
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  • Mikołajki - Hotspot der Masuren

    4月18日, ポーランド ⋅ ☀️ 15 °C

    Erstens ist der Weg oft weiter, und zweitens als man denkt. Wieder waren es die Erwartungen. Und Masuren ist wider aller Erwartungen recht groß und das Zentrum doch recht weit von Danzig entfernt. Mit dem Auto ist Mikołajki, das touristische Zentrum der Masuren, auf meist neuen Autobahnen in etwas weniger als drei Stunden gut zu erreichen.
    (Eine Anmerkung: In Polen gilt Tempo 120 auf Schnellstraßen und 90 auf Landstraßen. Fahren ist viel weniger anstrengend, weil sehr tempomatfreundlich. )
    Das Fazit vorweg: Es ist hier krachschön hier und angenehm, auch weil der Tourismus erst langsam erwacht: Die wenigsten Bars und Restaurants haben schon offen. Die Buden sind noch verrammelt. Erste Boote werden zu Wasser gelassen. Und man kann sich noch nicht an fast jedem Haus, das am See liegt, führerscheinfrei ein Motorboot mieten.
    Angler habe ich noch keinen gesehen.

    Mit dem Rad war ich schon fleißig unterwegs. Dabei entdeckte ich die evengelische Kirche mit einigen deutschsprachigen Gottes-Lob-Ausgaben. Für die Reste der deutschsprachigen Minderheit oder für Heimatouristen?Angeschlossen ist wohl ein Altersheim. Wer dort wohl lebt?
    Morgen werde ich eine etwas längere Tour machen.
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  • Kloster Oliwa

    4月17日, ポーランド ⋅ ☁️ 9 °C

    Das mit den Erwartungen ist so eine Sache, die man nicht übertreiben sollte: Eigentlich hätte erwartet, zu Kloster/Kathedrale Oliwa durch grüne Landschaften zu radeln, stattdessen: sozialistische Stadtrandmonotonie. Allzu viel erwartete ich mit jetzt auch nicht mehr vom Kloster. Daher war mein erster Gang auch nicht in die Kirche, sondern durch den Park. Und dieser ist ein wunderschöner Englischer Garten mit allem drum und dran, aber auch ein Barock- und Skulpturengarten. Und ein buddhistische inspirierter. Alles dabei. Der Nachteil? Es ist noch April und die Natur wartet noch etwas. Höhepunkt ein netter Palmengarten mit einem noch netteren Café.
    Und die Kathedrale? Auch nicht übel. ;-)
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  • Sopot - Das mondäne Seebad im Korridor

    4月16日, ポーランド ⋅ ☁️ 11 °C

    Ich bin jetzt an der polnischen Ostseeküste zwischen Gedingen/Gdynia und Danzig, also dort, wo das 1919 wieder entstandene Polen seinen Zugang zu Ostsee hatte. Ich bin im ehemaligen polnischen Korridor. Gdynia war zugleich der wesentliche Handels-, Militär- und Auswanderungshafen, Sopot ein mondänes Seebad, das in den folgenden Jahren immer weiter ausgebaut wurde. Ein wunderbarer Ort mit der angeblich längsten Seebrücke Europas, wo ich auf dem Campingplatz meine erste Nacht im Caddy verbrachte.もっと詳しく

  • Berlin als Beginn

    4月15日, ドイツ ⋅ ☀️ 13 °C

    Grand Tour in den Norden

    Wo soll eine Tour beginnen, die ein viertel Jahr dauern soll und über Polen und die baltischen und die meisten skandinavischen Staaten führt? Eine Grande Tour in den Norden quasi. Lassen wir Nordbayern außen vor, auch wenn es ehrlich wäre. Wählen wir Berlin, wählen wir das Haus des Nordens, einen Gebäudekomplex, in dem die nordischen Botschaften gemeinsam residieren und wo ich vor einem Cappuccino mit einer Zimtschnecke sitze und über diesen Anfang sinniere.

    Dieser Tag dient der Einstimmung: etwas Reste einkaufen: einen Klappspaten, keinen Heringspaternoster und kein Aufladegerät für mein Laptop; etwas Kultur: eine großartige Brancusi-Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie und eine Ausstellung zum Thema Hugenotten im Französischen Dom; etwas in Erinnerungen schwelgen: spätnachmittägliches Beisammensein mit meinem alten Freund Konrad und seiner Frau Franca, beide alte Schulkameraden; und dann noch ein türkisch-kulinarischer Absacker mit meinem Sohn Bene. Morgen Früh geht es dann Richtung Danzig, dann an die Masuren ..
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    旅行の開始
    2026年4月15日