• Aarhus - eintauchen in die Welt der Kultur

    5. juli, Danmark ⋅ 🌬 18 °C

    Ich weiß beim besten Willen nicht, wann ich das letzte Mal ein solches Gewusel an Menschen unterschiedlichsten Alters in einem Kunstmuseum erlebt habe. Und ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass ich einen an sich schon langen dreistündigen Museumsbesuch freiwillig um eine Stunde verlängerte. Dass ich eine Stadt völlig falsch einschätze, kenne ich ja schon von Riga, Tallinn oder Trondheim.

    Und das alles widerfährt mir gerade in Aarhus, was keine nette kleine Provinzstadt ist, wie es sie in Dänemark so viele gibt. Aarhus ist als zweitgrößte Stadt Dänemarks ein pulsierende Zentrum der Wirtschaft und Kultur. Es ist mit knapp 400 000 Einwohner zwar kleiner als Göteborg, wirkt aber viel urbaner und dynamischer als dieses.

    Und auf eine Kultureinrichtung ist man besonders stolz, auf das ARoS, das Aarhus Kunstmuseum, das ich hauptsächlich besuchte, um mir eine Installation anzuschauen: As Seen Below von James Turrell. Das, was ich da sah, lässt sich leider technisch nicht andeutungsweise mit einer Smartphonekamera erfassen, weil diese die Farben völlig verfälscht. Daher eine kurze Beschrebung: Ich saß am Rande einer eher flachen Kuppel. In der Mitte ein "Auge" wie beim Pantheon. Was passiert bei der Vorführung? Die Kuppel und das Auge nehmen unterschiedliche Farben an. Oft harmonisiert das, genauso oft gibt es scharfe Kontraste wie zwischen einem kräftigen Grün und einem Neonrosa. Die Akustik. Anstrengend, weil jeder Laut in der Kuppel als Echo verstärkt wird und das verleitet Zuschauer oft dazu, damit zu spielen. Dieser Lärm zerschneidet die an sich meditativen binauralen Beats. Das Ganze dauert fast eine halbe Stunde.
    Dagegen hat es das Regenbogenpanorama auf dem Dach schon schwer. Aber das alles machte Lust auf Mehr. So besuchte ich noch Ausstellungen wie "Bevölkerung", "Körper im Punk" oder dem Werk des dänischen Künstlers Svend Wiig Hansen.
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