• Tag 8 Ein besonderer Geburtstag

    January 27 in Morocco ⋅ ☁️ 14 °C

    Der heutige Tag begann früh – sehr früh. Schon um sechs Uhr klingelte der Wecker, denn es war e besonderer Anlass: Jens hatte Geburtstag, und Katrin durfte diesen besonderen Tag miterleben. Um halb sieben nahmen wir noch schnell ein kleines Kontinentalfrühstück zu uns, bevor wir uns auf den Weg machten.
    Kurz vor halb acht wurden wir abgeholt und fuhren zu den Ouzoud-Wasserfällen, den größten und bekanntesten Wasserfällen Marokkos. Bereits während der Fahrt machte uns der Reiseleiter auf zwei Dinge aufmerksam: auf die dort lebenden Berberaffen, die gerne nach Futter betteln, und auf die Verkäufer, die Erdnüsse anbieten, um die Affen anzulocken. Katrin war anfangs etwas besorgt, doch zum Glück bestätigten sich ihre Ängste nicht.
    Nach rund drei Stunden Fahrt erreichten wir endlich unser Ziel – und hatten Glück: Wir gehörten zu den ersten Bussen vor Ort. Schon von Weitem bot sich ein beeindruckender Anblick. Die Wasserfälle führten außergewöhnlich viel Wasser, das durch die starken Regenfälle der letzten Tage eine deutlich braune Färbung hatte. Die mitgespülten Sedimente waren auch auf den Fotos gut zu erkennen und verliehen dem Naturschauspiel eine ganz eigene, wilde Atmosphäre.
    Wir stiegen fast bis ganz nach unten hinab, doch da es durch die gewaltigen Wassermassen sehr nass und rutschig war, riet uns der Reiseführer aus Sicherheitsgründen davon ab, den letzten Abschnitt zu gehen. Eine gute Entscheidung.
    Oben angekommen, erwartete uns ein wohlverdientes Mittagessen: ein original marokkanisches Tajine-Hühnchen. Das Zwiebelhühnchen, langsam im traditionellen Tajine-Topf gegart – gebacken, gebraten und gekocht zugleich – war unglaublich lecker und genau das Richtige nach dem langen Weg.
    Auf der entspannten Rückfahrt machten wir noch Halt an einer großen Höhle, in der die Spuren des letzten Erdbebens deutlich sichtbar waren. Beeindruckend war auch zu sehen, wie sich das Wasser tief in die Schlucht gegraben hatte – ein eindrucksvolles Zeugnis der Naturgewalten.
    Gegen halb sechs kehrten wir schließlich ins Hotel zurück. Dort wartete schon eine schöne Überraschung auf Jens: Sekt und Kuchen vom Hotel, um seinen Geburtstag gebührend ausklingen zu lassen.
    Es war ein rundum gelungener Tag – anstrengend, beeindruckend, genussvoll und voller besonderer Momente.
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