• Von Ushguli nach Mestia

    Sep 7–8 in Georgia ⋅ ☀️ 24 °C

    Den ganzen Vormittag über regnete es in Strömen. Was waren wir froh, gestern unsere Tour durch Ushguli gemacht zu haben!
    Auf der Fahrt nach Mestia ließ der Regen langsam nach. Dort angekommen, war der Himmel sogar überwiegend blau. Wir entschieden uns deshalb, mit der Seilbahn auf den Gipfel des Zuruldi zu fahren. Für den ersten Teil der Strecke nutzten wir den Sessellift. Etwa nach der Hälfte der Strecke stiegen wir in eine Gondel um. Auf dem Gipfel angekommen, hatten wir ein herrliches Panorama um uns herum. Leider lagen aber einige Gipfel unter Wolken.
    Nachdem wir uns mit einem heißen Kakao gestärkt hatten, fuhren wir mit der Gondel wieder auf die Mittelstation hinunter. Von dort wanderten wir bis zu unserem Mausmobil. Zum Glück hatten wir festes Schuhwerk angezogen, denn der steil bergab führende Weg führte über Stock und Stein. Oftmals war er überflutet. Wir mussten deshalb aufpassen, nicht hinzufallen.
    In Mestia stellten wir uns auf den großen Parkplatz im Ort und gingen anschließend zum Wehrturm der Familie Ratiani. Dieser aus dem 11. Jahrhundert stammende Wehrturm ist samt dem dazugehörenden Gebäude als Museum hergerichtet. Ein älterer Herr erklärte uns die Geschichte des Wehrturms. Nachdem wir auf wackeligen Stiegen den Turm erklommen hatten, gab es zur Belohnung einen Chacha. Dieser Traubenschnaps schmeckte sehr lecker. Nachdem wir noch weitere Erläuterungen zum damaligen Leben in einem Wehrturm erhalten hatten, gab es noch einmal einen Chacha. Es war eine sehr interessante und „geistreiche“ Führung.
    Anschließend gingen wir zum Haus und Wehrturm des bekannten Alpinisten Mikheil Khergiani. Viele Fotos und Erinnerungsstücke erzählten aus dessen Leben. Für uns war das alles weniger interessant, zumal die Erläuterungen auch nicht auf Englisch geschrieben waren.
    Unsere Besichtigungstour in Mestia endete im Wehrturm der Familie Niguriani. Leider konnte die Besitzerin aufgrund von Sprachproblemen nicht viel dazu erzählen, aber sie bemühte sich sehr. So sahen wir uns nur die verschiedenen Ausstellungsstücke an. Auf eine Besteigung des Wehrturms verzichteten wir allerdings. Auch hier endete die Besichtigung mit einem Chacha.
    Mittlerweile war es später Nachmittag geworden und wir ruhten uns erst einmal in unserem Mausmobil aus. Nach dem Abendessen planten wir die weitere Route und beendeten damit diesen sehr interessanten und „geistreichen“ Tag.
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