• Von Areni nach Jerewan

    Sep 24–25 in Armenia ⋅ ⛅ 31 °C

    Kein Laut war in der Nacht zu hören. Da die Luft angenehm temperiert war, hatten wir alle Fenster geöffnet.
    Nach dem Frühstück fuhren wir zu unserem ersten Besichtigungspunkt. Unterwegs sahen wir zum ersten Mal den mächtigen Ararat, der zum Leidwesen der Armenier auf türkischer Seite liegt.
    Beim Kloster Khor Virap angekommen, sahen wir ihn in voller Größe, da er nur noch 30 km Luftlinie von uns entfernt war. Das Kloster zählt zu einem der Highlights Armeniens und ist entsprechend gut besucht. Tief unter einer der Kirchen gibt es zwei nur über steile Stahlleitern erreichbare Nebenaltäre. Es war spannend, zu diesen hinab zu klettern. Da so gut wie kein Luftaustausch stattfindet, war die Luft in den tiefen Altarräumen entsprechend schlecht.
    Nach einer Mittagspause unter Aprikosenbäumen fuhren wir zum Garni Tempel. Dieser aus dem 1. Jahrhundert nach Christus stammende Bau liegt fotogen auf einer Felsnase und man hat einen schönen Blick in die davor liegende Schlucht. Nicht weit davon entfernt befindet sich das Felsenkloster Geghard. Auch dieses zählt zu den touristischen Highlights Armeniens.
    Nach der Besichtigung machten wir uns auf nach Jerewan. Je näher wir dieser quirligen Hauptstadt Armeniens kamen, umso stärker und verrückter wurde der Verkehr. Über Park4Night hatten wir uns als Stellplatz Glendal Hill Parking ausgesucht. Es war ein bisschen tricky, im Feierabendverkehr auf diesen Stellplatz am Ende einer schmalen Straße zu gelangen. Aber wir schafften es ohne Kratzer.
    Da es noch nicht allzu spät war, machten wir einen ersten Erkundungsgang durch Jerewan. Im Vergleich zu Tbilisi ist hier alles lauter, chaotischer und größer.
    Für das Abendessen nutzten wir einen Tipp des Lonely Planet und gingen in das Restaurant „Lavash“. Das Essen schmeckte nicht schlecht, aber uns war es einfach ein bisschen zu viel Gewese (z. B. wurde der Salat auf unsere Teller verteilt, statt ihn einfach in der Schüssel zu lassen. Auch gab es keine gedruckte Speisekarte, sondern wir mussten über einen QR-Code eine elektronische Karte aufrufen. Aus dieser konnte jedoch nicht bestellt werden, so dass wir alle unsere Wünsche notieren und dem Kellner mitteilen mussten.). Für einen Absacker gingen wir auf den Opernplatz und schauten dem nächtlichen Treiben zu. Wieder in das Mausmobil zurückgekehrt, waren wir froh, unsere Füße bei einem kalten alkoholfreien Bier hochlegen zu können.
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