• Fahrt zu Nationalpark Torres del Paine

    10. januar 2024, Chile ⋅ ☁️ 7 °C

    Bin früh wach um 0500. Versuche nochmals zu schlafen, stehe aber nach einer Viertelstunde auf und dusche. Anziehen und den Rest noch einpacken. Habe nur den grossen Rucksack, der Kleine ist platschvoll, ich darf ihn einfach stehen lassen im Zimmer.
    Beim Frühstück sitzt schon eine junge Deutsche. Wir reden wenige Worte - ich will auf den Bus. Das Ei wird verspiesen, einen Kaffee, kaufe noch 3 Halbliter Wasser bei meiner Schlummermutter. Dann mach ich mich auf den Weg. Die grösste Hürde ist gleich der schleusenartige Ausgang - mit Gepäck muss ich zuerst beide Türen öffnen, hinaus, mich drehen, wieder in die Schleuse, die Innere schliessen, rückwärts hinaus und Aussen zumachen. Ich schliesse den Hüftgurt nicht, geht ja blos max. 15 Minuten bis zum Rodoviario (Busstation).

    Auf der Strasse ist reger Betrieb, eine kleine Völkerwanderung. Bei den Bussen herrscht dann wieder eher Verwirrung. Viele sind sich nicht bewusst, dass sie einen Rucksack tragen!
    Unglaublich, wieviele Busse um fast die gleiche Zeit gehen. Auch nach Puerto Natales und El Calafate. fahren sie zur gleichen Zeit!
    Es ist heute deutlich wärmer als gestern, der Wind bläst nicht so böenartig. Hier am Busbahnhof zieht es aber trotzdem, die Menschenmenge mildert das aber. Alle Busplätze sind besetzt. Jetzt fährt anstelle des wegfahrenden 0645 ein anderer Bus ein - mein 0700, ich darf mein Gepäck abladen - der ladende junge Mann will aber mein Ticket auch sehen - klar, sonst landet es womöglich irgendwo …
    Wir fahren an einer Piste vorbei, sehe auch den Tower, wo die Strasse entlang führt. Daneben stehen zwei kleine Düsenjets, 10-20 Personen.
    Die Strasse ist aus Betonelementen, relativ kurz, was eine eilige Kadenz der Federung/Lärm im Innern verursacht. Bald folgt dann Schotterpiste, der Bus fährt langsamer.
    Mein Iphone erinnert mich an eine Tablette - hab ich auf dem Nachttisch liegen gelaassen - daran gedacht, es war noch zu früh- nun wird es zu spät 😝! Die Probleme bei ungeregelten Tagesabläufen!
    Auf der Fahrt sehe ich Kuhherden, angepflockte Pferde, je eine kleine Pferdeherde und Schafherden, dazu unendlich lange Zäune …Einmal ein Raubvogelpaar in einem Baum.
    Die Strasse ist wieder aus Beton, aber besser zusammengefügt, sieht neu aus. Nun sind auch lamaartige Tiere auf den Weiden. Rechts im Tal mäandert ein Fluss.
    Neben der Strasse sind Wasserauffangbecken erstellt, welche in die Weiden ragen. Da sind nun auch Reiter, immer mit Hunden
    Vereinzelt sind grössere Vögel zu sehen, unidentifizierbar, einmal sehe ich eine kleine Gänseschar.
    Neben den Häusern sind hier häufig Solarpaneele aufgestellt.
    Wieder Schotterpiste, aber daneben wird eine Strasse gebaut, schwere Maschinen stehen da.
    Ein Gebirgsbereich wird sichtbar, gezackt, hôher als die flachen abgerundeten Hügel rundherum.
    Wir halten manchmal wegen der Baumaschinen oder Gegenverkehr. Auf meiner Seite ist eine neue, erst einspurige Betonpiste am Trocknen. Weiter vorne ist ein kleines Betonwerk mit vielen Lastwagen, dazu Container. Dann gent es auf eine geteerte Strasse, welche Wohltat. Doch man sieht hier überall Vorarbeiten - Kiesabbau etc.
    Dann endlich kommt die Anlegestelle des Katamarans. Schlange stehen, ich bezahle mit dreissig $., die kleinen Noten sind beim Wechseln nirgends beliebt, kriege auch ein anderes Ticket als die mit Chile-Pesos bezahlenden. Rucksäcke müssten alle in den Bug, so gibt es mehr Platz für die Passagiere. Es hat so schon welche, die mit kleinen Rucksäcken Sitzplätze belegen. Aber nur wenige müssen schlussendlich stehen, einige gehen aufs Oberdeck. Die Überfahrt dauert etwa eine Stunde.
    Beim vom Boot gehen muss man einen Teil seines Tickets abgeben - doppelte Kontrolle. Und es ist nicht gleich, welcher Teil!
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