Von Mendoza nach Mar del Plata
29 gennaio 2024, Argentina ⋅ ☀️ 39 °C
Am Vorabend schon etwas umgepackt - ich brauche ja nur meine Sommersachen!
Wache kurz vor halb acht Uhr auf und packe den Rest in den kleinen Rucksack. Dann schaue ich nochmals wegen der Unterkunft in Mar del Plata. Ein Anbieter namens Jorge hat mir Antwort gegeben, der Adere nicht, kein Hund, also buche ich gleich da - erledigt! Sage dem anderen ab.
Ich esse einen Apfel, trinke meine Wasserflaschen aus und ziehe meine Rucksäcke an. Den Kleinen vorne, der Grosse hinten. Meine Wirtin kommt sich gerade aus einem Zimmer, ich verabschiede mich, nehme den Abfall gleich mit - um die Ecke kann ich entsorgen.
Es ist noch schön kühl am Morgen, trotzdem schwitze ich natürlich, im Sandwich meines Gepäcks! Gebe den Grossen im Busterminal in die Gepäckaufbewahrung und mache mich nochmals auf in die Stadt. Ziel wären eigentlich neue Sandalen, doch ich finde wenig Zusagendes. Trinke mal einen Kaffee, aber bald plagt mich der Durst. Ich kaufe 1,5 Liter Wasser - es ist weg wie ich in den Bus steige - heiss in Mendoza!
Heute Montag ist anscheinend
Sängertag - an einer Kreuzung singt eine ältere Frau schlecht Playback - auch über Jesus. Weiter vorne hat sich ein blindes Paar singend positioniert, auch mit Lautsprecher, ein Hut zwischen sich für Einnahmen - die Hände kontrollieren alle paar Sekunden ob da was ist! Weiter vorne hat sich ein Rapper mit Boombox neben einem Lautsprecherladen positioniert. Ich verstehe kein Wort, er hüpft wie wild. Sinnigerweise steht er neben einem Lautsprechergeschäft und gegenüber ist auch gleich eines - Absicht? Vor einem Supermarkt steht ein Geiger, der Zigeunermusik spielt, ebenfalls elektronisch verstärkt - gefällt mir am Besten, ich bin aber zu faul um über die Strasse spenden zu gehen.
Im Park vor dem Busterminal mache ich es mir noch kurz gemütlich, will aufs Klo, doch das Terminalklo ist überfüllt! Es ist nur eines brauchbar, am zweiten wird noch gebaut. Eindeutig zu wenig für die hier wandelnde Menschenmasse, denn auch bei den Herren steht man Schlange.
Hole mein Gepäck und begebe
mich in den Wartebereich.
Die Busse sind verspätet - und halt wieder nicht angeschrieben, einer 1600, einer 1601 Uhr. Nicht erstaunlich für mich wieder - der 1601 kommt zuerst und fährt früher als der 1600.
Ich habe wieder einen breiten Einzelsitz gebucht.
Entlang der Strasse erstreckt sich meist Busch, selten mal Reben. Weiter hinten sieht man Bäume, welche sicher Felder einrahmen.
Dann zieht sich längere Zeit ein Bahndamm neben der Strasse hin.
Ich gehe jetzt hier im Bus aufs Klo. Einer hat schon nach einer Stunde das Klo verpisst. Es hat aber noch Papier, reinige grob und mache dann mein Geschäft - Männer sollten halt sicher sitzen, aber …!
Es klopft während ich muss - da steht dann eine dickliche mit ihrem Kind, hält dem Mädchen dann die Türe zu und schliesst sie nachher nicht, der nächste auch nicht. Meiner Nachbarin über dan Gang beginnt es dann nach Stunden langsam zu stinken, sie schliesst die Türe nun jeweils - auch ich kriege ab und zu eine Nase voll ab, bin froh darüber. Es nützt ein schön breiter Sitz nichts, wenn die Luft schlecht riecht, Pisse ist penetrant.
Dann sind wir endlich in Mar del Plata, rund eine halbe Stunde verspätet.Leggi altro














