BA - Friedhof im Quartier Recoleta
February 19, 2024 in Argentina ⋅ ⛅ 30 °C
Nach der Bahnhofsbesichtigung habe ich noch viel Zeit - der berühmte Friedhof von Recoleta ist von da etwa 3/4 Stunden zu Fuss, ich mache mich auf den Weg durch die Stadt.
Recoleta ist auch ein etwas reicheres Quartier, viele Bäume, hat aber höhere Häuser als in Palermo, mit häufig nur 2-3 stöckigen Häusern und breiteren Baumalleen. Es hat aber hier viel mehr Läden aller Art und Cafés, vergleichsweise deshalb auch viel mehr Verkehr.
Zuerst sehe ich eine Kirche, gehe hinein, habe aber schon viel besseres gesehen. Einige Bettler sitzen da, es hat anscheinend auch eine Sozialstelle da - Kirche, Staat?
Ich suche den Eingang zum Friedhof, der ist nicht weit, habe wegen der Kirche einen Umweg gemacht.
Für den Eintritt wird kein Bargeld angenommen, 5000 Pesos sind ja nicht viel, man könnte auch eine Führung haben. Audioführungen sind nicht verfügbar, gehe also selbst Eindrücke sammeln, alleine bin ich ja nicht, es hat schon viele Besucher. Mache eine Foto vom Plan, aber irgendwie bin ich nie ganz richtig, lasse mich von schönen Kunstbauten auf Abwege verführen! Mittlerweile ist es Mittag und die Sonne brennt richtig herunter. Ich bin dann trotzdem über 2 Stunden drin - eigentlich unglaublich, diese Denkmäler, Kunstwerke, welche für Verblichene da stehen, teils kleine Einfamilienhäuser, manchmal sogar mit unterirdischen Grüften. Verschiedene Baustile, viel schwarzer Marmor als Baumaterial. Meist nur einstöckig, doch auch Anlagen bis 2-stöckige Höhe. Anlagen für Verstorbene von Freunden, Vereinigungen, Verbänden, Familiengräber, auch Denkmäler für Helden im Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien und Abwehr der Engländer.
Mehrheitlich aber ein Friedhof der Eitelkeit! Geldadel …
Es gibt sehr gut gewartete Gräber, Aber auch viele, welche verwahrlosen. Man argumentiert, den Friedhof mit den Eintritten zu unterhalten - da ist tatsächlich viel zu tun, alt kann die Idee nicht sein, aber ein guter Arbeitgeber.
Nur einen in der CH bekannten Namen habe ich gefunden - ein Ziuberbühler hat sich hier auch ein Denkmal gesetzt, verglichen bescheiden.
Ich gehe zurück zur Unterkunft, wo ich problemlos mit der App hinein kann.
Auf dem Weg hatte ich dann so Durst, dass ich ein Wasser und einen Milchshake getrunken habe.
Im Apartment stelle ich meinen kleinen Rucksack ab und mache mich auf den Weg den Grossen zu holen, welchen ich deponiert habe.
Nachtessen in einem Restaurant um die Ecke, ein 4-Gang Menü. Vor allem die Vorspeise ist opulent - eine Art Kartoffelgratin in Kuchenform, aber die Grösse ist schon ein Essen! Dazu zuerst ein Durstbier, dann ein Glas Malbec, das Restaurant offeriert einen kleinen Apero und einen Limoncino am Schluss, ich mir nich einen Kaffee.Read more





















