• Colón, Essen, Restaurants

    February 18, 2024 in Argentina ⋅ ☁️ 27 °C

    Eigentlich gibt es auch hier in Colón viele Obst- und Gemüseläden. Diese werden überwiegend von Indios betrieben, es hat auch Pop-up‘s, an einer Strassenecke ein besonderes Angebot von einem fliegenden Händler, meist nur eine Sorte.
    Es hat grundsätzlich ein gutes Gemüseangebot, in den Läden - aber immer nur Teile - Gurken, Blumenkohl, Bohnen, Broccoli, Auberginen, Tomaten aller Art, Erbsen, Karotten, Krautstiel, Kürbis, Peperoni, Zwiebeln, Randen, Linsen und Bohnen, sogar Süsskartoffeln habe ich gesehen.
    Aber in den Restaurants kommen die nicht oder selten an, nur Salate in Form von Tomaten, Karotten, Lattich, Rucola, Zwiebeln. Kartoffeln jedoch sind in allen Formen und Varianten verbreitet (Süsskartoffeln nicht).
    Rotes Fleisch ist am günstigsten, Fisch eher teuer, auch Flussfisch - fast jeder angelt!
    Lamm ist auch eher teuer, Lammracks in dem Sinn gibt es nicht.
    Alle Fleischarten werden anders geschnitten/aufgeteilt als in Europa. Es sind ganze Seiten der Tiere welche so auf den Grill kommen und erst nach dem Garen aufgeteilt werden.
    Im Restaurant sind Entrecote und Filet schon Gang und Gäbe. Nur fehlt fast immer Pfeffer, häufig kein Salz vorhanden. Doch bei den Beilagen (guarnición) da liegt für mich der Haken. Die ewigen Papas und zu grossen Ensaladas sind ätzend (ab und zu war es wenigstens möglich die Beilage gegen einen Salat zu tauschen).

    Ich habe vieles ein bisschen durchprobiert, auch Blutwürste vom Grill mit Zwiebeln und Weiterem drin …. Die anderen Bratwürste a la Schweinsbratwurst (etwa doppelt so dick und länger wie unsere), sind mir viel zu viel zum Essen und zu grob zerkleinert, haben grosse Stücke an Mundöffner drunter - ich bin da heikel!
    Die hier verbreiteten Milanesas, Fleisch aller Art mit Käse überbacken, vielleicht noch Tomaten drauf und erst noch ein oder zwei Spiegeleier drüber, sind mir viel zu fett, aber der Käse gibt halt Aroma und Würze!
    Das fehlt hier meistens. Mit dem Portionen ist man nicht geizig, meist könnten zwei davon satt werden!
    Fisch war eigentlich meist gut - nur auf dem Grill ging es 2 x schief - er war jedesmal fast getrocknet …

    Die italienische Küche hat einiges verloren beim Transfer hierher, sicher nicht mehr mediterran, vor allem Aroma und mir war alles etwas zu mastig, auch die Sossen. Am Besten haben mir Sorrentinos de cordero (Lamm) an einer Sauce a la Putanescana geschmeckt. Da haben schwarze Oliven echt Wunder gewirkt - waren echt stark im Geschmack, was der Sauce etwas Pfiff gab!
    Grundsätzlich sind die Teigwaren weichgekocht, haben keinen „Biss“ mehr, das „al dente“ ist weg.

    Das beste und breiteste Angebot an Vegetarischem haben noch die Garküchen, wo man Buffet ambietet, meist als Take-away, selten mit Tischen um gleich da zu essen! Aber die sind meist nicht so auffällig, man sieht sie nicht immer gut.

    Ich freue mich echt mal wieder nur ein kleines Stück Fleisch mit einem schönen
    Gemüsebouquet zu essen, dazu einen kleinen Beilagensalat zu haben.

    Zu den Desserts kann ich nur sagen - Flan Casero, ein Caramelköpfli , war mein Favorit, ohne etwas, also keine Crema (Rahm - es hat mich häufig gedünkt, die sei hinüber) und keine Dulce de Leche - mir zu süss als zusätzliche Beilage!
    Für Kuchen/Torten wird sowieso meist nicht Rahm genommen - der ist rasch schlecht. Die Ersatzvariante mag ich halt nicht.

    Zum Frühstück bzw. ganztags, gibt es Medialunas, die sind süss, mit Zuckerguss, mochte ich nicht sehr, bis ich merkte, dass es auch eine salzige Variante gibt - leider sind die teils auch noch mit Zucker überstrichen …😝!
    Törtchen, Torten und Süsses werden in Confiterias in vielen Varianten angeboten, Teig, Blätterteig, auch mit Quarkeinlage, die echt gut. Mir war es meist etwas zu klebrig und zu süss - weniger die Quarks, da hatte ich einige Male etwas zum Kaffee oder aus der Bäckerei.

    Auch wenn das Essen in Argentinien viel billiger ist - ich freue mich wieder auf die Art, Geschmack und Angebot von Essen in CH und Italien, Frankreich, die Gewürzvielfalt!
    Allerdings - im Flughafen von Buenos Aires hatte ich mit meinen letzten Pesos dann ein echt sehr leckeres Curry-Poulet Sandwich. Vereinzelt können sie dann doch und bieten was!

    Gute Restaurants hier in Volon waren Viejo Almacen, Dos Gardenes, Brown 38 und Juanes. Juanes hat eher Spezialitäten, wie der Magenmuskel da auf dem Foto oder die Mejillones (Miesmuscheln). Ausserdem noch das Restaurant in der Bibliothek „Fiat Lux“ und das Bocatto, wo ich ein Matambre hatte.
    Die Restaurant Don Hugo, La Plaza (süsses Stroganoff), Vortice, eher Musikschuppen, wenig Auswahl, kann ich nicht empfehlen.
    Sonst viel Einheitsbrei, Pizza mit eher dicker Böden, wenig Sachen drauf, viel Mozzarella, wenig Gewürze, wie überall halt Hamburger und Pancho‘s, eine Art Hot Dog nur seitlich aufgeschnitten!
    Kartoffeln in verschiedenen Varianten sind erhältlich,
    Bagels aller Art sind auch noch häufig.

    Psychologisch war das nicht so genehme Essensangebot gut für mich, habe doch etwa 4,5 kg verloren in den drei Monaten Argentinien 👍😄, so dass ich nun endlich mein selbst gesetztes Gewichtslimit habe!
    Read more