Oaxaca - Huahaca
4 Januari 2025, Meksiko ⋅ ☁️ 23 °C
Am Morgen um etwa 8 Uhr erreiche ich mit dem Bus den Busbahnhof der Ortschaft. Habe soweit etwas geschlafen, nur war es recht kühl wieder im Bus. Dazu sind die Landstrassen und Autobahnen hier hoch echte Holperstrecken.
Zuerst aber mal Klo - eigentlich sollten ja Klo’s in den Bussen sein, dieses war aber zu, nie auf grün geschaltet!
Meine Blase war übervoll - einen Moment warten und es lief immer wieder. 7 Pesos wollten sie für die Erleichterung - sofar Wechselgeld hat gegeben. Sonst eher selten.
Dann rein in die Stadt - Google will die Adresse zuerst nicht aus der Buchung übernehmen. Also halt per Hand eintippen und Postleitzahl nicht vergessen, dann klappt es! 30 Minuten Zeitbedarf zum Hotel. Dabei sehe ich, dass der Agoda-Preis von 26 auf etwa 38 CHF im Mail der Unterkunft liegt - sicher exorbitante Steuern und Gebühren. Komme bald durch einen Park, wo viele Joggen, teils mit Hund. Macht das Städtchen schon mal sympathisch, aber auch sonst gefällt mir das Aussehen, viele hübsche Kaffees in Höfen, meist zweistöckig.
Dann bin ich mit fotografieren plötzlich beim Hotel, gebe meinen Rucksack ab. Zahlen darf ich erst bei Schlüsselübergabe. Ich gehe auf den Tip des Receptionisten gleich an der nächsten Ecke in ein Kaffee, Huevos a la Ranchero mit Kaffee und frischem Jugo, echt günstig für 130 Pesos, rund 6.50.
Dann zurück zum Zentrum. Da gibt es Ausflugsangebote, eines auf den Monte Alban ist in 50 Minuten, 120 Pesos, welche sich beim Bezahlen als 150 herausstellen, anscheinend weil ich alleine bin. Na ja. Dann war ich da - schon wieder Ruinen, aber gleichzeitg Aussichtspunkt. Dieser Monte Alban liegt im Zentrum von drei Tälern. Ich habe extra heute genommen und gleich um halb elf, dann ist das weg. Ich habe mir auch Bilder der Grotten angeschaut - nichts für mich. Ich drehe noch eine Runde um den Platz, schon geht es ab. Die kassiert hat läuft schnell, ich muss mich echt beeilen, habe meine Mitgehenden überholt und steige zuerst ins fast volle Auto - ein Minivan. Wir fahren dann eine gute halbe Stunde hoch. Privatwagen haben viel weiter unten erst Parkplatz, parken am Strassenrand und müssen ziemlich weit laufen. Der Fahrer sagt dann, dass wir um 15:00 Uhr wieder da sein sollen. Ich gehe nach oben, alles abgesperrt natürlich, aber 100 Pesos Eintritt vermag ich auch. Zuerst gehe ich langsam, wie ich aber wieder auf der ersten Höhe einen Eindruck von der Anlage kriege, mache ich mich echt auf etwas gefasst. Ich brauche dann nit dem kleinen Museum etwa 2,5 Stunden. Da sind aber einige happige An- und Abstiege von bis zu 40 Metern dabei. Wenn ich die Küchenkasten Mitgeher sehe, bezweifle ich, dass die das schaffen. Auch schlankere Leute haben Mühe und die steilen Treppen sind auch nicht jederman/-frau Sache. Besonders diejenigen welche gut im Futter sind!
Von meinem Hochfahr-Trupp ist dann nur die Hälfte da, dafür noch Andere, der Bus wird trotzdem voll.
In der Zwischenzeit habe ich gesehen, dass auch die Stadt einen Tourismus-Bus führt, wahrscheinlich nochmals deutlich günstiger- aber auch größer, fährt allerdings mehr. Viele kommen auch mit dem Taxi, wenn zu Dritt oder zu Viert geht das sicher auch und ist bequem. Ich habe rund 12 km zurückgelegt auf dem Berg. Die Anlage muss einmal fantastisch gewesen sein! Allerdings mit Wasserproblem, der ‘immer’ wasserführende Fluss ist 4 km entfernt im Tal. Man hatte aber Wassersammelstellen, welche in der Regenzeit gefüllt wurden. Etwas Nahrung wurde anscheinend oben auf Terrassen angebaut, doch der Hauptteil kam aus den drei Tälern. Auch Wasser musste häufig hinaufgeschleppt werden. Was man da oben heute sieht, ist nur ein Teil, die Hochkultur-Ausdehnung war mal viel größer.
Es bestand auch eine Verbindung zu Teotihuacan im Norden bei Mexiko City. Die hatten vermutlich gegenseitig Abgesandte, Quartiere.
Auf Monte Alban hat man keine Anzeichen von Menschenopfern gefunden, im Gegensatz zu anderen Stätten.
Im Zimmer nehme ich eine warme Dusche, warte lange bis das Wasser warm kommt. Ich darf kein Kaltwasser dazu nehmen, sonst dominiert das! Der Duschkopf bzw. die Löcher darin sind teils verstopft - ein Strahl zu stark, meist aber tropft es nur. Ich schaffe es aber auch Haare zu waschen. Da der Duschkopf hinten an der Befestigung mit weissem Zeug bestrichen ist, traue ich mich nicht ihn herunter zu nehmen und mal zu schauen! Ich habe geduscht, fertig.
Mache einen Powernap, weil bei Duolingo dast eingeschlafen und bereite mich langsam fürs Abendessen vor. Suche ein Restaurant, aber viele sind nur Cocktail-, Bier- und Mezcal-Stuben, für Amusement. Andere sind mir schlicht zu teuer, sobald nicht Mexikanisch … - sehe auch China-Dumpling, doch der junge Mann da, ist stark erkältet und versteht wenig von Chinesisch - die Karte ist neu aber chaotisch und versucht jeden zu befriedigen … Ich sehe davon ab und finde dann ein mexikanisches Lokal, welches annehmbare Preise hat, leider etwas zu laute Musik hat!
Esse einen Fisch mit Knoblauch und Gemüse al vapor. Mittlerweile ist es schon nach 22 Uhr. Nicht mehr viel los in den Gassen - nur von den Bars dröhnen immer noch die Lautsprecher. Habe etwss Mühe mich zurecht zu finden, nehme Google, merke zuerst nicht, dass das Ding als Autofahrer steht und bin kurz etwas mehr desorientiert, bis ich es dann merke - na ja. Es brauchen anscheinend mehr Autofahrer Google!
Das Hotel ist jetzt mit schwerer Kette und Vorhängeschloss verriegelt. Ich muss klopfen und eine junge Frau entriegelt das Gitter, ich kann ins Bett.Baca selengkapnya




















