• Veracruz, 1. Tag

    31. joulukuuta 2024, Meksiko ⋅ ☁️ 27 °C

    Zuerst früh wach, dann nochmals eine Kappe voll Schlaf bis um etwa 0900 genommen. Zuerst Duolingo gemacht (Spanisch). Die kurzen Hosen angezogen und bin in Richtung Meer gegangen. Ohne es zu wollen kam ich ziemlich zum Aquarium. Habe da dann mal noch etwas Spanisch gelernt, aber Schatten war rar und die Leute suchen das überall.
    Das Problem hier wie überall - die Leute treten in Gruppen bzw. Familienclans auf. Mindestens zu Dritt mit Kind oder dann halt gleich 4-6 Personen, Vater Mutter Kinder und Großeltern oder halt Schwestern und/oder Bruder dazu. Schwierig auf den Trottoirs zu überholen - wenn einer stehen bleibt, bleiben alle und verteilen sich noch auf dem verfügbaren Platz. Noch mühsamer in Gegenden von vielen Ständen … Dazu sind sie meist ja nicht sehr schnell, schwatzen und latschen und schauen, begutachten Dinge an Ständen, ob Essen oder Krimskrams.

    Vor dem Aquarium wartet man auf weitere Mitglieder oder erholt sich vom Weg vom Bus/Taxi hierher -man schwatzt und ich verstehe echt nicht gerade viel, vor allem wenn sie schnell reden! Ich lasse das Aquarium aus und setzte mich weiter oben an einem Strand in einen Steinstuhl. Auf der Mole wird gearbeitet - wie ich dann aus einem Gespräch von Funktionären entnehme wird das das Sylvester-Feuerwerk hier. Am Strand liegt eigentlich keiner auf einem Tuch, auch hier ist wie in Acapulco der Stuhl Trumpf. Teile des Strandes sind schon abgesperrt, anscheinend für den Abend. Hinten stehen Pickups mit Stühlen/Nachschub. Wie das dann gehandhabt wird, keine Ahnung, ich mache mich auf zum Leuchtturm und kann da auch das Fort besser sehen.

    Hunger habe ich eigentlich nicht, aber nur der halbe Liter Wasser heute Morgen war doch dürftig. Ich entdecke ein Restaurant, welches Grillhühner verkauft und lasse mir ein halbes und französische Pommes dazu servieren. Dazu gibt es eine Limo, was ich später noch bereuen werde!

    Wie ich weitergehe entdecke ich ein weiteres Fort hier, die Kanonen auf den Mauern sin doch teils stark verrostet. Meine Handybatterie ist aber knapp geworden - damit meine Hotelrückkehr gesichert ist, muss ich sparen, mache mich auf den Rückweg. Nach kurzer Zeit plagen mich jedoch Magenschmerzen und ein deutlicher Druck auf Erleichterung. Das geht eine Weile noch gut, dann friert es mich. Leider habe ich kein Restaurant oder nur ein WC gesehen - einfach nichts. Dann finde ich eine Vertiefung vor einem Gebäude mit Büschen - und das geht ab wie eine Giesskanne - meine Orangen-Limo habe ich anscheinend irgendwie nicht vertragen. Die Hose hat etwas abbekommen, doch das muss bis ins Hotel warten. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich sich meine Verdauung hier in Mexiko benimmt - von fast verstopft bis zu Durchfall. Auf Bier und Wasser reagiert mein Körper nicht.

    Im Hotel Duschen, dann die kurze Hose waschen. Gehe nochmals raus zwei Bier holen und einen Pfirsichsaft.

    Wie ich zurück bin, kommt mir in den Sinn dass ich noch wegen der Doppelbelastung meines Kontos durch die Busgesellschaft schauen muss. Also watschle ich in den Busbahnhof, wo ich gleich an den Schalter komme. Die Angestellte habe ich gebeten langsamer zu reden, damit ich auch mitkriege, was sie sagt, beim ersten Schwall habe ich fast nichts verstanden. Sie erklärt mir, dass sie hier nichts machen können, ich muss mich mit einer WhatsApp-Nummer verbinden. Die hatte ich schon, doch nur eine idiotische KI mit immer wieder dem Gleichen. Ich gehe also zurück, bereite mich etwas anders vor, mache mit dem iPad Fotos von den Sachen auf dem Handy, damit ich das sehen kann beim Reden oder schreiben. Dann mache ich mich nochmals dran. Ich entdecke, dass auf dem Ticket eine Folio-Nummer steht, welche ich eingebe, dazu habe ich das Bild der Doppelbelastung auf meiner Kreditkarte geschickt, meine Beschwerde mit allen Daten. Der Grund für die Nichtzustellung des ersten Tickets aber Belastung war schlicht ein Zeitüberlauf im ADO Netzwerksystem - Belastung ja, Tickets nein - ist eine Lücke im System, müssten Sie schliessen. Ausserdem war der Platz danach auch immer noch frei! also habe ich ihn nochmals genommen und gehofft, dass die zweite Belastung einfach verfällt.
    Na ja, plötzlich habe ich dann einen Namen in der Leitung und ich muss noch mein E-Mail eingeben. Dann kommt der Hinweis, dass ich in 5-7 Tagen Bescheid und Rückvergütung kriege, es abgeklärt wird. Ging doch, man muss es nur richtig machen und endlich mal das Ticket richtig anschauen mit den Daten. Ich höre bis Mitternacht noch MTV der 80er Jahre - erhalte diverse Neujahrsgrüsse und beantworte oder schreibe selbst - ein ruhiger Sylvester - hatte wenigstens ein Bier und schlafe dann gut, obwohl das Leintuch zu kurz ist - mein Bett ist breit für drei. Vor dem ins Bett gehen her ich noch, wie das auf dem Pier aufgebaute Feuerwerk abgelassen wird.
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