Teil 1: 🇰🇷🚍 Auf geht’s zur DMZ-Tour! 💔🌿
August 3 in South Korea
☀️ 36 °C
Vor dieser Reise wussten wir ehrlich gesagt auch nicht wirklich, was die DMZ überhaupt ist. Falls es euch genauso geht, holen wir euch jetzt einmal ab. 👇
Nach dem Ende der japanischen Besatzung wurde Korea 1945 unabhängig. 🇰🇷 Doch die Siegermächte entschieden, das Land vorübergehend entlang des 38. Breitengrades aufzuteilen – im Norden übernahm die Sowjetunion, im Süden die USA die Verwaltung. Eigentlich sollte das nur eine Übergangslösung sein, ähnlich wie damals in Deutschland. Doch dann begann der Kalte Krieg. ❄️ Beide Seiten gründeten ihre eigene Regierung und waren überzeugt, das gesamte Korea regieren zu sollen.
1950 griff Nordkorea den Süden an. 💥 Daraufhin griffen die Vereinten Nationen unter Führung der USA ein, später unterstützte China Nordkorea. Der Koreakrieg kostete Millionen Menschen das Leben. 😔
1953 wurde zwar ein Waffenstillstand geschlossen – aber bis heute wurde nie ein Friedensvertrag unterzeichnet. Der Krieg ist also offiziell nie beendet worden. 💔
Zwischen Nord- und Südkorea entstand die DMZ (Demilitarisierte Zone) – eine etwa 4 Kilometer breite Pufferzone, die sich über die gesamte Grenze erstreckt. 🌿 Sie gehört heute zu den am besten erhaltenen Naturräumen der Welt, weil dort jahrzehntelang kaum Menschen unterwegs waren. Gleichzeitig liegen dort schätzungsweise über zwei Millionen Landminen. 💣🐦
In der DMZ leben tatsächlich auch einige Menschen. 🚜 Sie sind südkoreanische Staatsbürger, stehen aber unter besonderen Regelungen des UN-Kommandos. Viele arbeiten als Landwirte, dürfen die Zone nur unter bestimmten Bedingungen verlassen und können sich dort nicht einfach dauerhaft niederlassen oder wegziehen.
Unsere Tour begann mit einer Fahrt Richtung Grenze. 🚍 Schon auf einer Brücke hörten wir mehrere Explosionen. 😳 Unsere Reiseleiterin erklärte ganz ruhig, dass manchmal Wildtiere Landminen auslösen. Irgendwie ein beklemmender Gedanke in dieser wunderschönen Landschaft. 🌳💥
Danach besuchten wir einen Ort voller Emotionen. ❤️🩹 Dort trauern Menschen um Familienmitglieder, die sie seit 1953 nie wiedersehen konnten. Der Krieg hat unzählige Familien auseinandergerissen. Viele ältere Menschen schreiben dort Briefe oder Botschaften an ihre Angehörigen in Nordkorea und hoffen symbolisch, dass der Wind ihre Worte über die Grenze trägt. 🍃💌
Direkt daneben befindet sich ein Freizeitpark. 🎠 Kinder lachen und spielen dort, während ihre Großeltern nur wenige Meter entfernt um ihre Familien trauern. Dieser Kontrast hat uns unglaublich berührt. 🥺
Anschließend ging es in den 3. Infiltrationstunnel. ⛏️ Er wurde von Nordkorea heimlich in Richtung Süden gegraben und später entdeckt. Heute führt ein etwa 75 Meter tiefer Zugang hinunter. Wir standen schließlich nur noch rund 170 Meter von der militärischen Demarkationslinie entfernt. 😳
Das Beeindruckendste des Tages war aber das Gespräch mit einer Frau, die aus Nordkorea geflohen ist. ❤️ Mit nur 17 Jahren floh sie über China, Laos und Thailand nach Südkorea, um dort ihre Mutter wiederzufinden, die bereits zuvor geflüchtet war.
Sie erzählte uns von ihrem Alltag. Zur Schule konnte sie nur etwa ein Jahr gehen. Unterricht bedeutete vor allem Propaganda und das Lernen über die Staatsführer. 📚 Jede Woche mussten sich alle versammeln. Menschen wurden öffentlich beschuldigt und gedemütigt. Wer selbst beschuldigt wurde, musste sich entschuldigen – und anschließend direkt eine andere Person beschuldigen. Dieses System sollte Misstrauen schaffen und verhindern, dass Menschen einander vertrauen. Es war unglaublich bewegend, ihre Geschichte aus erster Hand zu hören. 🥺
Zum Schluss besuchten wir eine Aussichtsplattform mit Blick nach Nordkorea. 🔭🇰🇵 Überall Stacheldraht, Wachtürme und eine Grenze, die ein Land und Millionen Familien trennt.
Interessant war auch, dass dort aktuell keine Fotos gemacht werden dürfen. 📵 Man soll das Handy am besten gar nicht erst herausholen. Uns wurde erklärt, dass das Militär sonst Fotos kontrollieren oder löschen kann und unsere Reiseleiterin sogar ihren Job riskieren könnte. Natürlich zog trotzdem jemand sein Handy heraus. 😅 Unsere Reiseleiterin sprintete sofort los – man konnte ihr die Panik richtig ansehen.
Früher konnte man sogar die JSA (Joint Security Area) besuchen, den einzigen Ort, an dem sich Soldaten beider Länder direkt gegenüberstehen. Heute ist das für Touristen kaum noch möglich, nachdem 2023 ein US-Soldat absichtlich nach Nordkorea über die Grenze lief und dort vorübergehend festgehalten wurde.
Zum Abschluss haben wir uns noch ein Stück des alten Grenzzauns als Erinnerung gekauft. 🧩
Diese Tour war definitiv keine gewöhnliche Sehenswürdigkeit. Sie war emotional, bedrückend und unglaublich lehrreich. Zu sehen, wie unterschiedlich sich zwei Länder entwickelt haben, die einmal eins waren, und die Geschichten der Menschen zu hören, hat uns tief bewegt. 💙🇰🇷
Teil 2 folgt im nächsten Beitrag, wo wir das War Memorial Museum besuchten.
Kommentiere "K-Pop" unter diesem Beitrag, damit wir sehen wer von euch auch wirklich immer alles durchliest. 😜Read more




































TravelerPs: die Fotos vom Norden sind nicht von uns (nein, wir haben nicht unsere Handy gezückt 😅) die haben wir von unserer Reiseleiterin. Sie hat die Fotos gemacht, als es noch erlaubt war. Seit 2026 ist es verboten
TravelerDie Beiträge lese ich auch Immer sind ja sehr lehrreich und interessant
Dominik KaltenbacherDarum reisen wir um die Welt, um unsere Freunde und Familien intellektuell zu bereichern, das ist alles nur für euch und komplett uneigennützig. 😇