2026-03-17
March 17 in Uzbekistan ⋅ ⛅ 17 °C
17.03.2026
Ich habe sehr gut und auch sehr lang geschlafen. Das ging natürlich auf die Arbeitszeit an den Bildern. Es ist also mal wieder nichts bearbeitet. Dafür bin ich ausgeschlafen, als ich um 7:30 Uhr mit vollem Marschgepäck im Speisesaal erscheine. Wir können in Ruhe frühstücken. Dann laufen wir zum Bus.
Über viele Kilometer und schlechte Straßen geht es Richtung der Grenze zur autonomen Republik Karakal Pakistan. Sie befindet sich gleich hinter der Lebensader der Länder. Dem Fluss Amiwdary.
Vorher gibt es aber noch einen Stopp zur Getränkerückgabe. Also eine Pinkelpause.
Unser Reiseleiter erklärt uns Einiges über das Land in dem der Islam sehr mächtig ist. Über das Schulsystem, was anscheinend recht schlecht ist. Er hat den Blick eines Weltbürgers und Demokraten und kann daher einiges nicht gutheißen.
Bald erreichen wir eine Autobahn. Die A380. Ab hier geht es vorwärts. Durch die rote Sandwüste. Kizilkum (https://de.wikipedia.org/wiki/Kysylkum).
Bei ///erholungsgebiete.unternahmen.anderswo
Gibt es noch einmal eine Pause. Der Fahrer muss die gesetzliche Pause einhalten. Sonst gibt es Ärger mit dem fahrtenschreiber. Für uns ist dies die Gelegenheit auf Toilette zu gehen. Das ist allerdings nicht die angenehmste Variante. Die üblichen Stehtoiletten sind nicht das Problem, sondern die Tatsache, dass es kein Wasser gibt. Überhaupt kein fließendes Wasser. Nur Wasser aus Flaschen. So muss man sich auch die Hände waschen. Außerdem gibt es keine Möglichkeiten sich bequem zu setzen außer in das Restaurant zu gehen. Nun habe ich weder Hunger noch Durst und tappe deswegen ein Weilchen draußen herum. Dann entscheide ich mich doch hineinzugehen und sich zu einem Teil unserer Leute zu setzen. Sie hatten Suppe bestellt und einen riesigen Teller mit vegetarischen Produkten vorgesetzt bekommen. Das macht mich stutzig und ich frage mich, was das kosten soll. Deswegen entscheide ich nur einen Tee zu bestellen. Dazu kommt es aber gar nicht. Ich bekomme den Resttee und auch sonst kümmert sich kein Kellner um mich. Der hat mit der großen Gruppe zu tun, die gerade das Restaurant betreten hat. Für die war übrigens auch der große Teller. Er wird von unserem Tisch weggetragen.
Mit dieser what3words-Adresse findest du punktgenau ans Ziel. Einfach hier tippen, um den präzisen Ort zu sehen:
///autorinnen.treuhänder.beiderseitige
Einige Minuten weiter gibt es wieder einen Stopp. Und zwar hier: ///autorinnen.treuhänder.beiderseitige.
Der Grund ist ein Ausflug zu Fuß in die Wüste. Und so stopft die Gattung Homo sapiens ein paar Meter hinein und wird vom Reiseleiter mit einigen Pflanzen vertraut gemacht. Viel mehr als Homo sapien befinden sich Lebewesen der Gattungen: Bierbüchsus Blechus und Bottles Plastus hier. Leider.
Nach diesem kurzen Ausflug geht es wieder zurück in den Bus und wir können die Wüste wieder aus diesem betrachten. Dabei ist auch die Lage der Gasleitung besser zu erkennen. Ihr Verlauf wird durch gelbe Pfähle und geordnet angepflanzte kleinwüchsige Pflanzen markiert.
Auch wenn es draußen in der Wüste noch relativ kühl ist, merkt man die Macht der Sonne, wenn sie sich einmal durch die Wolken kämpft, deutlich. In zwei Wochen soll die Wüste grün werden. Wir werden es also nicht mehr sehen.
Unser Ziel, Buchara, erreichen wir gegen 17 Uhr. Bei Buchara handelt es sich um eine der 7 heiligen Stätten des Islam.
Bevor es zum Hotel geht besuchen wir noch kurz die “Chor Minor Moschee”. Die Katzen, welche sich vor der Moschee tummeln, stehlen ihr aber, bei vielen Touristen, die Aufmerksamkeit. Sie werden sicherlich mehr fotografiert als die Moschee.
Anschließend geht es nun zum Hotel. Zu Fuß, denn die Innenstadt darf nicht befahren werden. Nach einer kurzen Pause wird 18 Uhr zum Sammeln geblasen. Abendbrot ist angesagt.
Wir fahren mit dem Bus zum Abendbrot. Das Restaurant, in welchem wir es einnehmen, ist doch ein gutes Stück vom Hotel entfernt.
Dadurch haben wir die Gelegenheit die Stadt aus den Fenstern des Bus zu betrachten. Dabei fällt deutlich auf Bukhara deutlich westlicher erscheint die anderen Städte dieser Reise. Taschkent erschienen eher wie eine Kleinstadt (auch wenn sie es natürlich nicht war), Chiva wie ein Freilichtmuseum. Das hier eher wie London oder Paris. Nur im Zentrum merkt man dass man sich in Zentralasien befindet.
Das Restaurant ist sehr nobel und das Essen sehr schmackhaft. Am Tisch nehmen über bricht eine große Gruppe von Muslimas das alltägliche Fasten. Wir befinden uns im Ramadan und deshalb dürfen die gläubigen Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht essen und nicht trinken. Sonnenuntergang etwa eine Viertelstunde nachdem wir ankommen.
Nach dem Essen werden wir wieder mit dem Bus in die Nähe des Hotels gefahren. Den restlichen Weg müssen wir zu Fuß zurücklegen. Im Dunkeln, mit den vielen vielen Leuchtreklamen und der lauten Musik hat die Stadt einen völlig anderen Ausdruck. Ohne die Anderen und meinen Aufzeichnungen im Telefon hätte ich mich sicherlich verlaufen. Trotzdem muss ich jetzt noch einmal hinaus. Entgegen den Ratschlägen auf der Internetseite: https://usbekistan.de/reiseinformationen/waehru… ist ja das Tauschen von Bargeld fast unmöglich und man muss, ganz im Gegensatz zu den Ratschlägen der Seite, mit der VISA Karte Geld besorgen. Das ist für mich sehr ärgerlich. Wenigstens funktioniert es. Aber nur mit PIN. Und den habe ich nicht im Kopf. Ich muss ihn jedes Mal aus einem verschlüsselten Dokument extrahieren und berechnen.
Die Beschaffung des Geldes ging Recht problemlos von statten. Leider bemerkte ich beim Abheben eine Bewegung hinter mir und das machte mich so nervös das ich einfach bei 100000 Sum tippte. Klingt ja wahnsinnig viel, ist aber fast gar nichts. Genauer gesagt: etwa 7,17 € (abhängig vom Tageskurs). Damit komme ich nicht weit. Jetzt habe ich also 276000 Sum in der Tasche. Also etwa 20 €. Das reicht auf jeden Fall bis morgen Abend. Die Zahlen hier auf dem Geldschein sind für einen Dyskalkulie Typen wie mich eine echter Herausforderung. Ich bekomme nämlich die Addition dieser riesigen Zahlen nicht sauber hin. Vielleicht sollte ich versuchen alles durch 1000 zu teilen bevor ich Geld zusammenzähle. Ich hasse meine Unfähigkeit mit Zahlen. Selten so sehr wie hier. Mich könnte jeder über Ohr ziehen und ich würde es nicht mal merken. Glücklicherweise sind die Usbeken grundehrlich.Read more













