2026-03-18
March 18 in Uzbekistan ⋅ ☁️ 17 °C
18. März 2026
Ich habe hervorragend geschlafen. Erst gegen 6 Uhr stehe ich auf. Natürlich hätte man durchaus eher aufstehen können um die Bilder zu bearbeiten. Doch nehmt es mir nicht übel, ich bin dankbar für jede Stunde Schlaf. Die Fotos werde ich später nachreichen und in einem eigenen Footprint (damit ihr die Nachricht bekommt) den Zeitpunkt der Nachreichung ankündigen. So zumindest der Plan.
Frühstück gibt es um 7 Uhr. Die andere deutsche reisegruppe, welches sich im Hotel befindet, ist auch gerade heruntergekommen und so ist die Schlange lang. Das Frühstück ist sehr kohlenhydrathaltig und süß. Da kann ich mir nicht so viel leisten. Aber verhungern tue ich sicherlich nicht. Dafür bekomme ich selbst im schlimmsten Fall zu viel zu Essen für die wenige Bewegung. Mal sehen wie es heute wird. Es ist ein straffes Programm angesagt. Daher habe ich die Kamera fest am Rucksack verankert und mit der Solarzelle verbunden So sollte es, so der Plan, keine Probleme mit dem Strom geben.
Es ist 8:45 Uhr. Um 9 Uhr ist Treffen angesagt. Auf geht es.
Und jetzt habe ich ein Problem. Ich habe nach dem Frühstück nichts mehr aufgeschrieben und der Tag hatte viele, viele Besuche von allen möglichen Plätzen und Basaren zum Inhalt. Das zu rekonstruieren fällt mir jetzt schwer. Wir waren auf jeden Fall an einer Synagoge, am Denkmal von Hodscha Nasreddin, einer Kalligraphieschule, bei der wir lernen, dass die Basis dieser Kunst im Islam liegt, welcher sie dazu brachte in Bildern Texte auszudrücken. Die wunderschönen Bilder, die man teilweise auf Postkarten oder Bildern sieht, sind teilweise aus Wörtern zusammengesetzt. Der Nichtkundige kann dies nicht entdecken. Im arabischen machen die Punkte sehr viel aus. Abhängig davon, wo sie sich über oder unter dem Wort befinden, drücken sie einen anderen Buchstaben aus. Kurze Vokale gibt wohl nicht. So richtig habe ich das nicht verstanden und deswegen verweise ich hier ganz einfach auf das Internet: https://www.grammatiken.de/arabische-grammatik/….
Auch haben wir eine Teppichknüpferei besucht und konnten die anstrengende Arbeit der, ausschließlich weiblichen, Knüpferinnen beobachten. Es ist für den, mit dieser Arbeit nicht vertrauten, Europäer vollständig unbegreiflich wie man so schnell Knoten setzen kann. Dabei auch noch das Handy laufen lässt und Videos schaut. Zumindest ab und zu einmal schauen sie auf den Bildschirm. Ich würde schon sterben, wenn ich einen dieser Knoten machen sollte. Mehrere Zehntausend, natürlich mit exaktem Muster, wären völlig undenkbar.
Man kann diese Teppiche natürlich auch kaufen. Es liegen viele, viele Teppiche im Verkaufsraum. Bei Preisen zwischen einigen hundert Euro und einem mittleren fünfstelligen Betrag ist meine finanzielle Belastbarkeit deutlich überschritten. Ganz davon abgesehen, dass ich nicht wüsste wohin damit. So viel Wandplatz ist beim besten Willen nicht vorhanden und auf den Fußboden würde ich solche Kunstwerke sicherlich nicht legen.
Gemessen an der Arbeit, welche in einem solchen kunstwerk steckt sind die Preise angemessen. Sie definieren sich hauptsächlich durch die Anzahl der Knoten pro Längeneinheit und natürlich das Material, welches verwendet wird.
Unser abendbrot war auch sehr ungewöhnlich da wir dabei von einem Quartett mit klassischer Musik unterhalten worden der erste Teil bestand aus europäischen Komponisten, der zweite Teil aus Musik von usbekischen Komponisten. Es hat mich überrascht, wie ähnlich die klassische Musik des Abendlandes und des Morgenlandes sich ähneln. Vielleicht wurden aber die Musikstücke auch für europäische Ohren ausgewählt.
Hatte ich eigentlich schon meinen Versuch beschrieben in einem alten jüdischen Haus (heute eine Gaststätte) durch viel zu niedrige Gänge mit einer komplett ausgezogenen DJI Osmo 360 Kamera zu tauchen? Unter Anweisung einer anderen Mitreisenden. Das Video ist sehr witzig und die Kamera filmt die gesamte Zeit. Um es hier anzuhängen ist es zu lang. Aber ich warte natürlich auch von Anderen kurz gefilmt. Das sollte ich hier hinten anhängen können.
Es war auf jeden Fall sehr schön und natürlich hat fast niemand während des Konzertes etwas gegessen. Das komplette Konzert habe ich aufgezeichnet. Eine halbe Stunde lang.
Damit endete der Tag und wir gingen zu Bett. Ich wieder ohne einen vernünftigen Text zu verfassen. Das mache ich am Morgen des nächsten Tages und, wie ein Wunder , ist mir einiges wieder eingefallen. Ach so. Ich habe mir, wahrscheinlich für einen komplett überteuerten Preis, eine echte Öllampe gekauft. Bisher ist aber, egal wie sehr ich sie putze, noch kein Gin daraus erschienen. Das wird dann wohl doch nichts mit den Wünschen.Read more









Wandermaus 2020
👍😃
Traveler
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