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2026 09 Oberschwäbische Barockstraße / Allgäu

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  • Beuron

    20–21 Sep, Jerman ⋅ ☁️ 24 °C

    Den Sonntagvormittag vertrödeln wir und fahren erst gegen Mittag los. Unser Ziel ist Sigmaringen, hier gibt es eine SB-Waschstation auf einem Supermarkt-Parkplatz. Tatsächlich ist die Waschmaschine gerade frei. Nach zwei Stunden ist alles sauber, trocken, zusammengelegt und verstaut. 

    In der Zwischenzeit lesen wir, das direkt neben dem Stellplatz in Sigmaringen ein Zirkus gastiert, der heute dort seine letzte Vorstellung gibt. Nach dem Beurteilungen des Platzes ist das wohl mit viel Lärm verbunden. Abbau und Abfahrt werden vermutlich auch nicht ruhig verlaufen. Also schauen wir auf der Karte nach einem anderen Ziel und entscheiden uns für Beuron.

    Dort liegt der Stellplatz direkt neben der großen Klosteranlage. Aber bevor wir uns das Kloster ansehen, wollen wir zuerst endlich mal etwas essen. Im Vorbeifahren haben wir ein geöffnetes Restaurant gesehen. Dort bestellen wir, bekommen unsere Getränke, Servietten und Besteck und dann lange nichts mehr. Nachdem alle um uns herum bedient sind, fragen wir nach unserem Essen. Die Bestellung wurde nicht an die Küche weitergegeben. Keine Entschuldigung, eher wird der Eindruck vermittelt, wir seien ja selbst schuld. Wir zahlen die Getränke und gehen ins Café nebenan. Dort gibt es eine kleine Pizzaauswahl.

    Inzwischen ist es schon später Nachmittag, so verschieben wir die Abtei auf morgen und spazieren Richtung Donau. Beuron liegt im Zentrum des Naturparks Obere Donau, wo der Fluss die südwestliche Schwäbische Alb durchbricht. Die durch Erosion freigelegten Felswände beiderseits des Flusses sind über 200 Meter hoch und wunderschön anzusehen. 

    Die Nachtruhe wird um 5 Uhr von heftigem Glockengeläut unterbrochen. Die Mönche werden zur Virgil gerufen, wir schlafen weiter. Nach dem Frühstück schauen wir uns die Abteikirche mit der seitlich angebauten Gnadenkapelle und die Krypta an. Weitere Räume sind nicht öffentlich zugänglich, sondern den Mönchen vorbehalten, die hier leben.

    Nachmittags machen wir einen langen Spaziergang durch das Donautal und genießen bei herrlicher Ruhe die wunderschöne Aussicht. Wir machen unzählige Fotos vom beeindruckenden Anblick des Klosters zwischen der Donau und den schroffen Felswänden im Hintergrund. 

    Nachdem wir am großen Apfelgarten des Klosters vorbeigegangen sind, passieren wir auch die 73 Meter lange, gedeckte Holzbrücke aus dem Jahr 1801. Tatsächlich fuhr dort noch bis 1975 der gesamte Straßenverkehr durch. Heute ist sie Fußgängern und Radfahrern vorbehalten.
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  • Federsee-Museum, Bad Buchau

    19 September, Jerman ⋅ ☀️ 18 °C

    Auf dem Freigelände des Federsee-Museums schauen wir uns die Rekonstruktionen aus den Lebenswelten der Eiszeitjäger, Pfahlbauer und Kelten an. Innen im Museum sind die Originalfunde ausgestellt, die die Ideen für die Nachbauten erzeugt haben. Denn gut konserviert im feuchten Boden des Federseemoors blieben Gegenstände aus 15.000 Jahren erhalten und ermöglichen Einblicke in längst vergangene Zeiten. 

    2011 wurden vier Fundstellen vom Federsee im Rahmen des Programmes "Prähistorische Pfahlbauten rund um die Alpen" auf die UNESCO-Welterbeliste gesetzt. 

    Im Wohnmobil gibt es während unserer Mittagspause einen kleinen Imbiss. Dann brechen wir auf zum Wackelwald-Pfad. Der beginnt knapp 700 Meter vom Stellplatz entfernt und heißt so, weil bei jedem Schritt in diesem Wald der weiche Boden zurück federt und die Bäume wackeln. Das liegt daran, dass der Wald auf einem Ried- bzw. Moorboden wächst. 

    Allerdings kommen wir nicht weit, denn der Pfad ist völlig nass und verschlammt. Also drehen wir statt dessen eine Runde vorbei am Kurpark Richtung Innenstadt. Im "Buchauer Wirtshaus" gibt's ein frühes Abendessen. Dann beginnt im Wohnmobil die Foto- und Videoarbeit und der Kampf mit dem heute extrem schlechten Internet.
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  • Federsee-Steg, Bad Buchau

    18 September, Jerman ⋅ ☁️ 16 °C

    Unser Stellplatz liegt nur knappe 300 Meter vom Wahrzeichen Bad Buchaus, dem Federsee-Steg entfernt. Er führt uns heute trockenen Fußes auf einer Strecke von 1,5 km mitten hinein in die Moorlandschaft.

    So durchqueren wir weitläufige Streuwiesen, anschließend den dichten Schilfgürtel und erreichen zunächst den Aussichtsturm und einige hundert Meter später die Besucherplattform im Federsee. Wir genießen die schönen Ausblicke über das gesamte Federseebecken und können die Wasservögel beobachten. 

    Der Steg wurde erstmals im Jahr 1911 erbaut und seitdem vier Mal komplett erneuert, zuletzt 2010/11. Der Bau des Stegs kann nur im Winter bei strengem Frost erfolgen, da nur dann der ansonsten weiche Moorboden mit Baumaschinen befahrbar ist.

    Wir fragen uns, wie viel Material wohl für den Steg verwendet wurde und lesen später Folgendes:
    1.091 Eichenpfähle mit einer Länge von je 7-14 m, 475 m³ Eichenholz für Geländer, Belag, Schutzhütte und Aussichtsturm, 97.200 Edelstahlschrauben, 45.200 Edelstahlnägel.

    Nach einer kurzen Pause am Wohnmobil gehen wir zum Ortszentrum, das wir nach wenigen hundert Metern erreichen. Hier haben heute zwei Gaststätten über Mittag geöffnet, so dass wir im "Ochsen" eine leckere Mahlzeit zu uns nehmen können.

    Nachmittags fahren wir kurz einkaufen, fehlgeleitet von Google, das uns einen LIDL verspricht, den es im Ort wohl überhaupt nicht gibt. Netto und Penny müssen daher reichen. Danach fahren wir zurück zum Stellplatz, auf dem wir uns für zwei weitere Nächte einbuchen.
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  • Freilichtmuseum Heuneburg

    17 September, Jerman ⋅ ☁️ 18 °C

    Auf GoogleMaps fiel uns gestern nur wenige Kilometer entfernt von Heiligkreuztal das Freilichtmuseum Heuneburg auf. Die keltische Höhensiedlung ist die älteste Stadt nördlich der Alpen. Im 6. Jahrhundert v. Chr. erreichte sie ihre Blütezeit. Insgesamt bewohnten etwa 5000 Menschen die Siedlung. Heute wird auf der Heuneburg die Keltenzeit in traumhafter Lage mit Blick über die Donauebene wieder zum Leben erweckt.

    Im Südosten des Plateaus entdeckten die Archäologen die Bebauung eines Handwerkerviertels aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Zahlreiche Funde belegen die handwerklichen Fertigkeiten, unterschiedliche Objekte für den Handel herzustellen: Kleidung und Schmuck, Dolche und Pfeilspitzen, Alltagsgegenstände und Pferdegeschirr. 

    Wir schauen uns die Nachbauten an und genießen den Ausblick auf die schöne Donaulandschaft. 

    Weiter geht's zum Wohnmobil-Stellplatz in Bad Saulgau. Der ist ausgebucht, auch am kommenden Wochenende. Daher landen wir heute in Bad Buchau auf einem sehr schönen, ruhigen Stellplatz mit sehr schlechtem Internetempfang.
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  • Kloster Heiligkreuztal

    17 September, Jerman ⋅ ☁️ 18 °C

    Baustellenbedingt können wir die Donau erst nach einer langen Umleitung überqueren und brauchen eine Weile, bis wir das eigentlich nur acht Kilometer entfernte Kloster Heiligkreuztal erreichen. Die ehemalige Zisterzienserinnenabtei liegt in der Gemeinde Altheim in Oberschwaben. Das Kloster wurde 1227 gestiftet und 1806 aufgelöst. Mitte des 19. Jahrhunderts verließen die letzten Nonnen die Anlage. 

    Seit 1973 finden umfangreiche Renovierungsarbeiten statt, auch in den umliegenden Gebäuden. So wurden das Äbtissinnenhaus, das Brauereigebäude, das Kornhaus, das Bauhofgebäude und das Amtshaus zu Wohnungen, einem Bildungszentrum und Tagungsräumen. 

    Wir schauen uns die ehemalige Klosterkirche an, heute ist das die Pfarrkirche St. Anna. Die übrigen Gebäude der Anlage sind nicht zu besichtigen, aber von außen durchaus sehenswert. Einige Zeit verbringen wir im idyllischen Klostergarten und bewundern die vielen blühenden Pflanzen.
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  • Riedlingen

    16 September, Jerman ⋅ 🌧 21 °C

    Danach fahren wir nochmal 13 Kilometer nach Riedlingen. Der Ort liegt am Südrand der Schwäbischen Alb an der Donau im westlichen Oberschwaben. Die drei kostenlosen Stellplätze auf dem öffentlichen Parkplatz mitten im Ort sind belegt. So fahren wir ein paar Straßen weiter zu einem neu angelegten Stellplatz, wo wir die Nacht verbringen werden. 

    Aber vorher gehen wir noch entlang der Donau in die Altstadt. Sehenswert ist der historischen Marktplatz mit Bürgerhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Wind kommt auf und die Wolken werden dichter. So brechen wir wieder auf zum Stellplatz. Kaum sind wir angekommen, beginnt der für heute gemeldete Regen. Aber es wird wesentlich weniger nass als angekündigt.
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  • Zwiefalten

    16 September, Jerman ⋅ ☀️ 22 °C

    Nur 25 Kilometer trennen uns noch von der Oberschwäbischen Barockstraße. Wir erreichen sie in Zwiefalten, wo wir uns das Münster Unserer Lieben Frau ansehen, einer der größten barocken Kirchenräume Deutschlands. 

    Die Tür zum Chorraum ist offen, also gehen wir auch dort hinein und fotografieren den reichen Barockschmuck. Erst als die nächste geführte Gruppe ankommt, werden wir darauf hingewiesen, dass der Zutritt nur im Rahmen von Führungen erlaubt ist. Aber da haben wir schon alles gesehen.

    Inzwischen ist Mittag und wir kehren im benachbarten Restaurant ein. Heute gibt's Maultaschen mit Kartoffelsalat, lecker!
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  • Münsingen

    15 September, Jerman ⋅ ☀️ 24 °C

    Vom geplanten Zwischenstopp in Speyer am Technikmuseum sehen wir aufgrund der dort gemeldeten 30 Grad ab und beschließen, heute bis Münsingen zu fahren. Die 280 Kilometer verlaufen staufrei auf sehr gut gefüllten Autobahnen. 

    Gehen 15 Uhr erreichen wir den Wohnmobilstellplatz am Ortsrand. Wie auch schon heute Vormittag lassen wir die Wasservorräte ab und füllen mit Frischwasser auf. Damit sollte die Tankreinigung eigentlich abgeschlossen sein.

    Bis zum Zentrum von Münsingen, eine Stadt im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg, sind es ca. 600 Meter. Wir machen einen Spaziergang dorthin, sehen einige schöne Fachwerkhäuser und kehren schließlich beim Italiener ein.
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  • Ockenheim

    14 September, Jerman ⋅ ☁️ 24 °C

    Gegen 11 Uhr sind wir startbereit, unsere Reise entlang der "Oberschwäbischen Barockstraße" und ins Allgäu kann losgehen. Unser erstes Ziel ist allerdings der Stellplatz in Zülpich, da wir Wasser auffüllen müssen. Außerdem ist die Reinigung der Wassertanks fällig.

    Nachdem Wasser und Reinigungsmittel eingefüllt sind, geht's über die A 61 Richtung Süden. Jedoch nur bis Meckenheim, denn wir wollen etwas essen. Wir finden ein indisches Restaurant, das montags geöffnet hat. Anschließend geht es wieder zurück auf die Autobahn.

    Nach insgesamt 200 Kilometern erreichen wir den Wohnmobil-Stellplatz in Ockenheim, eine Ortschaft im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Hier gibt es Duschen, die wir morgen benutzen möchten, denn unser Wasser muss noch einige Male ausgetauscht werden, bevor wir wieder im Wohnmobil duschen.

    Der Stellplatz liegt mitten in den Weinfeldern, durch die wir am späten Nachmittag einen Spaziergang machen.
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    14 September 2026