• Fardagafoss

    July 23, 2025 in Iceland ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute führte mich ein kurzer aber steiler Wanderweg zum Fardagafoss hinauf.
    Der Fardagafoss befindet sich im Fluss Miðhúsaá. Bevor ich ihn erreichte, sah ich noch einen weiteren Wasserfall, den Gufufoss (Dampffall). Unterwegs hatte ich immer, wenn ich mich umdrehte, einen hervorragenden Blick über die Stadt Egilsstaðir, den See Lagarfljót und auf den Snæfell, einen der höchsten Berge Islands (1.833 m).
    Der Begriff Fardagar bezieht sich auf einen viertägigen Zeitraum in der siebten Sommerwoche (Donnerstag bis Sonntag, irgendwann zwischen dem 31. Mai und dem 6. Juni), in dem es den Menschen früher gesetzlich erlaubt war, ihren Wohnsitz zwischen Höfen zu verlegen. Dieses Gesetz galt jahrhundertelang in Island, und ähnliche Regeln gab es wohl auch in Skandinavien und Schottland. Um diese Zeit ist der Fluss aufgrund der Schneeschmelze in den Bergen normalerweise am stärksten, und der Wasserfall ist daher deutlicher und von Orten aus sichtbar, an denen er zu anderen Jahreszeiten kaum zu sehen ist.

    Eine alte Volkssage besagt, dass eine Trollfrau die Höhle hinter dem Wasserfall bewohnte. Sie hatte einen Topf voll Gold und versteckte ihn im Gufufoss-Wasserfall flussabwärts. Der Topf soll an einer Eisenstange im Wasser hängen, und manchmal kann man einen Blick auf den Henkel im Bach erhaschen. Die Höhle ist aktuell leider wegen eines kleinen Erdrutsches nicht begehbar.

    Eine andere Geschichte besagt, dass ein Tunnel direkt von der Höhle hinter Fardagafoss führt und hinter einem Wasserfall in Seyðisfjörður, auch Gufufoss genannt, wieder herauskommt. Die Geschichte besagt, dass einst eine Katze in der Höhle freigelassen und der Eingang versiegelt wurde. Die Katze wurde dann gesehen, wie sie auf der anderen Seite herauskam.
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