• Ureinwohner und Trøllanes

    August 1, 2025 in Faroe Islands ⋅ ⛅ 13 °C

    Beglückt von diesen Ausblicken trat ich dann den Rückweg an, mitten durch die "Ureinwohner" der Färöer - die Schafe. Völlig unbeeindruckt von den Menschen standen die teilweise mitten auf dem Weg. Ein Schaf kam direkt auf mich zu und schubberte sich an meinem Bein - danach hatte ich zur Hälfte eine Wollhose. 😂
    Unten im Dorf angekommen hatte ich noch Zeit bis zur Abfahrt des Busses und so erkundete ich die Umgebung noch etwas.
    Der Legende nach erhielt das Dorf seinen Namen aus der Zeit, als die Trolle in der Dreikönigsnacht zum Tanz ins Dorf kamen. Die Dorfbewohner flohen nach Mikladalur, doch die alte Gyðja versteckte sich, weil sie zu gebrechlich war. Man sagt, sie habe die Trolle mit den Worten „Jesus, erbarme dich meiner“ vertrieben, und die Trolle seien danach nie wieder zurückgekehrt. Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes findet sich 1584, es wird aber viel älter geschätzt. Die ursprüngliche Siedlung lag nördlich des Dorfes, wo noch Spuren davon sichtbar sind.
    Es wird gesagt, dass mehrere Felsen in Trøllanes bewohnt sind. Der bekannteste ist Trallasteinur, der sich im Zentrum des Dorfes befindet. Angeblich hörte der alte Rosenmeyer Walles früher Geräusche aus dem Stein, als die Trolle ihre Pfeifen an den Wände ausklopften.

    Der "Kiosk am Ende der Welt" wurde 2007 von der Bäuerin Maud eröffnet und verkauft unter anderem Kaffee. Hier kehrte ich auch ein und unterhielt mich noch mit der (inzwischen längst erwachsenen) Tochter der Besitzerin über das Leben und Aufwachsen in dem Dorf, in dem aktuell gerade mal 15 Menschen leben.

    Die dekorative Steinschule wurde 1944 erbaut. Während des Zweiten Weltkriegs wuchs die Bevölkerung in Trallanes aufgrund der Bombenangriffe in Klaksvik stark an. Daher wuchs auch der Bedarf an einer Schule. Heute ist die Schule das Gemeindehaus.
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