• Häuser in Helleren

    August 3 in Norway ⋅ ☁️ 16 °C

    Nachdem ich mich kurz von der Wanderung erholt hatte, machte ich noch einen kleinen Spaziergang zu dem eigentlichen Highlight hier am Jøssingfjord. Der Hof Helleren wurde in den 1920er Jahren verlassen.
    Zwei verbliebene kleine Häuser liegen hier noch geschützt unter einem mächtigen Felsvorsprung. Das blaue Haus stammt aus dem 18. Jahrhundert, das rote aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Kleinbauern lebten hauptsächlich vom Fischfang, bewirtschafteten aber auch einige kleine Felder und hielten Vieh.
    Jährlich besuchen etwa 50.000 Menschen Helleren. Die beiden kleinen Häuser können dieser Abnutzung nicht standhalten und verfallen allmählich. Daher war das Betreten leider nicht mehr gestattet.
    Das Wort „Helleren“ bezeichnet tatsächlich die Felsformation, die man hier sehen kann, und kommt in mehreren alten Ortsnamen in Norwegen vor, wo ein „Heller“ Menschen und Tieren Schutz bietet. Dieser besondere „Heller“ ist einer der größten in Norwegen.
    Helleren ist etwa 60 Meter lang und bis zu 10 Meter tief – gemessen vom äußeren Rand des Felsvorsprungs bis zur nahezu senkrechten Felswand.
    Die Häuser besitzen keine richtige Dachdeckung, da die Felsformation die Gebäude heute ebenso schützt wie in der Vergangenheit. In der dunklen, nährstoffreichen Kulturschicht, die den Boden bei Helleren bedeckt, haben Archäologen Siedlungsspuren aus der frühen Steinzeit nachgewiesen.
    Früher war der Jøssingfjord über Land nahezu unzugänglich, sodass das Meer die wichtigste Verkehrsroute darstellte. Die Straße mit ihren Tunneln hinunter nach Helleren wurde 1921 fertiggestellt. Davor führte der Landweg über schmale Pfade den steilen Hang hinab.

    Ich spazierte also zu den Häusern. Eigentlich waren sie wenig beeindruckend - eben alte, verfallene Holzhäuser -, aber ich kann mir nur schwer das Gefühl vorstellen, abgeschieden von der Welt unter einem so mächtigen Felsen zu leben...
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