• Sithonia III

    May 1 in Greece ⋅ 🌬 10 °C

    Heute nacht hat es ordentlich geregnet. Wir standen geschützt über einer Bucht vor Toroni. Das ist auch unser 1. Ziel heute. Hier sieht man die Reste einer antiken Stadt mit alten Stadtmauern und byzantinischen Ruinen. Es gibt auch eine Grabanlage aus der Eisenzeit. Über dem Meer erheben sich Festungswälle aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. Die versunkenen Überreste des antiken Hafens sind ein beliebtes Ziel für Taucher. Der Name des Ortes stammt aus der griechischen Mythologie: Toroni war hier die Frau des Meeresdämons Proteus und die Mutter von Poligones und Tiligones, die von Herkules besiegt wurden.
    Leider waren die Ausgrabungsstätten gesperrt. Wir haben dann eine wunderschöne Wanderung genacht ca 4-5 km zu den "Cannons". Das waren Relikte aus dem 2. Weltkrieg. Die deutsche Wehrmacht hatte hier drei Arteleriebatterien und Beobachtungsposten errichtet.
    Eine Besonderheit, die man von oben kaum sieht: Die Deutschen hatten im Zweiten Weltkrieg am Eingang des Hafens von Porto Koufo ein riesiges Stahlnetz unter Wasser gespannt. Es sollte feindliche U-Boote daran hindern, in den Hafen einzudringen, während die eigenen Schiffe und U-Boote dort sicher versteckt lagen. Die Fundamente, an denen dieses Netz verankert war, befinden sich teilweise noch an den Felsen der Hafeneinfahrt
    Am frühen Abend waren wir in diesem Fischerdorf Porto Kuofo Fisch essen. Wir haben zu zweit einen Wolfsbarsch vertilgt.
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