• Apollotempel von Bassae

    June 11 in Greece ⋅ ☀️ 25 °C

    Der Apollotempel bei Bassae (griechisch Vasses) ist eines der faszinierendsten und am besten erhaltenen Denkmäler der griechischen Antike. Er liegt einsam und majestätisch in den Bergen Arkadiens auf etwa 1.130 Metern Höhe.
    Der Tempel ist Apollo Epikourios geweiht („Apollo, dem Helfer“ oder „dem Retter“). Die Einwohner der nahegelegenen Stadt Phigalia errichteten ihn im 5. Jahrhundert v. Chr. Der Legende nach dankten sie dem Gott dafür, dass er sie vor einer verheerenden Pestepidemie (während des Peloponnesischen Krieges) bewahrt hatte.
    Der Tempel wurde zwischen 420 und 400 v. Chr. erbaut. Als Architekt gilt kein Geringerer als Iktinos, der auch für das weltberühmte Parthenon auf der Akropolis in Athen verantwortlich war. Da der Tempel weit abseits in den Bergen lag, entging er im Laufe der Jahrhunderte der Zerstörung durch Kriege oder dem Schicksal, als Steinbruch für andere Gebäude genutzt zu werden
    Der Tempel von Bassae ist ein echtes Unikat der Architekturgeschichte, da er alle drei klassischen Säulenordnungen der griechischen Antike in sich vereint:
    ​Außen: Strenge dorische Säulen.
    ​Innen: Elegante ionische Säulen.
    ​Das Highlight: Im Inneren befand sich die älteste bekannte korinthische Säule der Menschheitsgeschichte.
    ​Zudem ist er nicht wie üblich in Ost-West-Richtung, sondern in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet – vermutlich aufgrund des steilen Geländes oder lokaler religiöser Traditionen.
    Über die Jahrhunderte geriet der Tempel in Vergessenheit, bis ihn ein französischer Architekt im Jahr 1765 zufällig wiederentdeckte.
    ​Im Jahr 1812 führten Archäologen Ausgrabungen durch und stießen auf den spektakulären, 31 Meter langen Bassae-Fries. Er zeigt detailreiche Kämpfe von Amazonen und Centauren. Wie es zu dieser Zeit leider oft üblich war, wurde der Fries mit Erlaubnis des lokalen osmanischen Herrschers versteigert. Er befindet sich heute im British Museum in London
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