• PATRAS

    22 de junho, Grécia ⋅ ☀️ 22 °C

    WIir haben hoch oben über Patras ein schattiges Plätzchen an einer Kapelle gehabt und gut geschlafen.
    Der Ausblick auf die große Brücke ist der Hammer!
    ​Jahrzehntelang hielten Experten den Bau einer Brücke an dieser Stelle für unmöglich. Der Grund war ein "Cocktail" aus gleich fünf extremen Naturgegebenheiten:
    ​Kein fester Untergrund: Das Wasser ist an dieser Stelle bis zu 65 Meter tief, und der Meeresboden besteht über hunderte Meter Tiefe nur aus losem Schlamm, Sand und Ton. Es gibt kein festes Felsgestein, auf dem man Pfeiler hätte verankern können.
    ​Extreme Erdbebengefahr: Die Region um den Golf von Korinth gehört zu den seismisch aktivsten Zonen Europas.
    ​Plattentektonik (Das Meer wächst): Der Peloponnes entfernt sich durch die Kontinentalverschiebung jedes Jahr um mehrere Millimeter (etwa 8 bis 10 mm) vom griechischen Festland. Die Brücke muss sich also wortwörtlich "dehnen" können.
    ​Starke Winde: In der Meerenge herrschen oft orkanartige Winde.
    ​Gefahr von Tsunamis im Golf.
    ​Die genialen technischen Lösungen
    ​Um diese Probleme zu lösen, mussten die Ingenieure völlig neue Wege gehen:
    ​Die Pfeiler stehen "lose" auf Kies: Die vier monumentalen Brückenpfeiler (die Fundamente am Meeresboden haben einen gigantischen Durchmesser von 90 Metern) wurden nicht in den Boden gerammt. Stattdessen wurde der Schlamm mit hunderten Stahlrohren verstärkt und darauf ein dickes Kiesbett gestreut. Die Pfeiler stehen lose auf diesem Kies. Bei einem schweren Erdbeben können die Pfeiler auf dem Kiesbett hin und her rutschen, wodurch die zerstörerische Energie des Bebens absorbiert wird.
    ​Die Fahrbahn hängt an "Stoßdämpfern": Die 2.252 Meter lange Fahrbahn ist komplett durchgängig an den 368 Stahlkabeln aufgehängt und berührt die Pfeiler nicht starr. Sie kann sich wie eine riesige Schaukel hin und her bewegen. Riesige Stoßdämpfer und hydraulische Bremsen (ähnlich wie bei Rennautos, nur gigantisch groß) fangen die Bewegungen bei Wind und Erdbeben ab.
    ​Sicherheit im Extremfall: Die Brücke ist so konstruiert, dass sie Erdbeben bis zu einer Stärke von über 7,4 auf der Richterskala, Winden von bis zu 250 km/h und dem Frontalaufprall eines 180.000 Tonnen schweren Öltankers standhalten kann. Ingenieure scherzten nach der Fertigstellung: "Wenn ein massives Erdbeben die Region trifft, wird alles zerstört – außer dieser Brücke."
    ​Einweihung im Olympia-Jahr
    ​Der Bau der Brücke dauerte rund sieben Jahre und kostete etwa 800 Millionen Euro. Sie wurde im August 2004 fertiggestellt – pünktlich wenige Tage vor Beginn der Olympischen Sommerspiele in Athen.
    ​Die allerersten Menschen, die die Brücke offiziell überqueren durften, waren die olympischen Fackelträger. Einer von ihnen war der Deutsche Otto Rehhagel, der nur wenige Wochen zuvor die griechische Fußballnationalmannschaft sensationell zum Europameistertitel (Euro 2004) geführt hatte und in Griechenland als Volksheld verehrt wurde.
    Das Theater von Kalydon (in der Region Ätolien-Akarnanien im Westen Griechenlands) ist ein echter Geheimtipp unter den archäologischen Stätten und unterscheidet sich stark von den typischen, weltberühmten griechischen Bühnen wie der in Epidaurus.
    ​Das Faszinierendste an diesem Bauwerk ist seine außergewöhnliche Form: Es ist eines der ganz wenigen antiken Theater mit einer quadratischen bzw. \Pi-förmigen (Pi-förmigen) Architektur.
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