Rund um den Prince William Sound
September 22 in the United States
🌧 8 °C
Nach einem kurzen Frühstück sind wir heute Morgen nach Whittier reingefahren. Hier haben wir eine ausgiebige Dusche (7 Minuten / 2 Personen = 3.5 Min p.P.) genossen und uns mal wieder so richtig sauber gefühlt. Dann ging es auch schon weiter zum Cruise Terminal, für heute stand nämlich eine Schiffrundfahrt im Prince William Sound auf dem Programm. Nachdem die Parkplatzsituation und die etwas umständliche Bezahlvariante geklärt waren, ging es auch schon ans Boarding der M/V Bravery. Dieser Katamaran ist seit einigen Jahren hier im Prince William Sound unterwegs, hat jedoch eine bewegende (Pun intended) Vorgeschichte. Sie war nämlich am 11. September 2001 noch der Feuerwehr Manhattans unterstellt und hat nach den Anschlägen knapp 2500 Menschen von Manhatten ans Festland in Sicherheit gebracht.
Heute war das Schiff weit entfernt von vollbesetzt, es waren ca. 50-60 Passagiere (bei 286 Plätzen) an Bord. Das ist dann wohl der grosse Vorteil vom Reisen in der Nebensaison.
Nachdem wir abgelegt hatten, wurde auch schon das Mittagessen serviert, da es mittlerweile schon 12.30 Uhr war. Das Essen wurde von der Crew frisch zubereitet, es gab entweder Salmon Chowder (z.B. für Sarah) oder Veggie Chili (z.B. für Sebi). Dennoch hat man sich ein bisschen wie im Flugzeug gefühlt, mit Plastikbesteck und verpackten Brötchen. Es war aber sehr lecker. Die Aussicht war von Anfang an unglaublich spektakulär. Auf der Strecke ging es vorbei an Fjorden und insgesamt 26 Gletschern, von denen hier nicht alle einzeln aufgezählt werden. Das Wetter war perfekt, am Anfang noch teilweise mit leichtem, mystischem Nebel über der Wasseroberfläche, aber durchgehend sonnig und mit toller Sicht. Neben den Gletscherlandschaften, gab es auch eine tolle Sicht auf den Chugach National Forst, dem nördlichsten Regenwald der Welt. Ausserdem konnten wir auf dem Hinweg einige Steller Sea Lions und sogar ein paar Seeotter bewundern. Auf dem letzten Stück des bis dahin schon gigantischen Weges, kulminierte das ganze dann noch am Harvard Gletscher. Hier geht der Gletscherarm direkt ins Meer und wir wurden bis kurz vor den Gletscher gefahren. Auch beim Kalben konnten wir zuschauen, den grössten Abbruch sahen wir dabei direkt beim darauf zufahren, was das Schiff nach ein paar Sekunden auch merklich ins Schwanken gebracht hat. Hier direkt am Gletscher wurde einige Zeit einfach beobachtet, bevor es an den Rückweg ging. Auf dem Weg zurück hatten wir noch das Glück ein Buckelwal Weibchen mit Jungem zu sehen. Die Buckelwale sind zu dieser Zeit eigentlich schon auf dem Weg Richtung Hawaii. Buckelwale machen jedes Jahr eine Strecke von 6000 Meilen, am meisten von allen Säugetieren. Die jungen Tiere können im Winter in den nördlichen Gewässern nicht überleben, daher geht es in wärmere Gefilde. Im Sommer geht es dann wieder in den Norden, da hier viel Nahrung zu finden ist. Mit diesem krönenden Abschluss ging es zurück nach Whittier. Die Tour ging 5.5 Stunden und wir haben 120 Meilen zurückgelegt. Definitiv ein Highlight der bisherigen Reise!
Zurück am Auto angekommen, ging es wieder durch den Anton Anderson Memorial Tunnel und noch ca. 1 Stunde fahrt Richtung Seward, bevor wir dann unser Nachtlager errichtet haben. Zum zNacht haben wir noch Shakshuka gekocht, Spiele gespielt und gelesen.Read more







































Traveler
Mega schön
Traveler
🥰
Traveler
🥰