• Ericeira - Tag 4 - 6

    August 10, 2025 in Portugal ⋅ ☀️ 24 °C

    Hier sind wir nun im wunderschönen Ondina-Guesthouse direkt bei Ericeira angekommen, unserem neuen Zuhause für die nächsten 10 Tage.

    Es scheint wirklich das Paradies auf Erden zu sein! 😍👌

    Zuerst wurden wir unglaublich herzlich von Ricardo empfangen. Es stellte sich heraus, dass er und seine Geschwister in diesem Haus großgeworden sind und sie es nun schon seit einigen Jahren liebevoll für Gäste betreiben.
    Wir fühlten uns hier sofort wohl, unser Zimmer war herrlich groß und wir hatten sogar einen direkten Zugang zu einer großen Terasse mit Blick aufs Meer.

    Unser Tag startete morgens mit einer einstündigen Yoga-Einheit.
    Die anderen Gäste haben uns schon ganz begeistert von unserer Lehrerin Julia berichtet. Yoga ist ihre Leidenschaft und sie ist schon vor einiger Zeit nach Ericeira ausgewandert, um hier zu unterrichten und auszubilden.
    Trotz Tamers und meiner Sorge zu wenig Erfahrung mit der Yoga-Praxis zu haben, muss ich wirklich zugeben, dass jede Stunde mit Julia ein Erlebnis war. Während der Stunde kann man die ganze Zeit durch die offene Hausfront über die Klippen hinaus aufs Meer blicken und die Wellen rauschen hören. Zudem war auch Julias kleine Hündin Nandi immer mit dabei, die sich perfekt in die ganze Szenerie einfügte. 😄
    Schon während des ersten Unterrichts standen wir bereits in der Krähenposition und im Kopfstand. Jeder Unterricht machte unglaublich Spaß und das Level war zudem stets für jeden individuell anpassbar. Aber auch der mentale Aspekt kam nicht zu kurz und man fühlte sich nach den tendenziell eher entspannenden, einstündigen Einheiten am Abend glücklich, ausgeruht und einfach wie perfekt ausgeschlafen. ☺️

    Zwischen den morgendlichen und abendlichen Yoga-Einheiten bekamen wir ein Frühstück, was uns jeden Tag mit seiner Vielfältigkeit beeindruckte. Alles war bunt, gesund, jeden Tag anders und immer frisch zubereitet. Es war das reine Geschmackserlebnis!! Die beiden Köchinnen wurden von allen täglich mit Komplimenten überhäuft. 🥰
    Dazu gab es auch noch fantastischen Kaffee aus einer Siebträgermaschine.... Was will man mehr?! 😂🙈
    Nach den morgendlichen ca. 5 Kaffees ging es für uns zu dem eigentlichen Herzstück des Urlaubs über - dem Surfen!!!
    Wir und einige andere wurden täglich von den Surflehrern am Hostel eingesammelt und zu den geeignetsten Stränden gefahren.

    Der erste Tag gestaltete sich für Linda und mich recht schwierig, wobei sich Tamer hingegen als wahres Naturtalent entpuppte!
    Die Wellen waren ziemlich stark und die Bedingungen für Anfänger nicht optimal, dennoch gaben wir unser Bestes.
    Nachdem wir uns (in Teamarbeit!) in die Neoprenanzüge gequetscht haben und nach gefühlten 1000 Trockenübungen auf dem Sand, versuchten wir anschliessend unser Glück im Wasser.
    Ich schaffte es in den 2 Stunden nur ca. 1,5 x auf dem Brett zu stehen und habe bei den zahlreichen Versuchen bestimmt 1,5 L Meerwasser geschluckt. 🙈
    Die Stunde sah heute so aus, dass uns die Trainer korrekt mit dem Brett ausrichteten und uns dann im richtigen Moment das Signal zum aufstehen gaben. Theoretisch mussten wir einfach nur rasch aufstehen....
    Naja, es kann ja nur besser werden. 🤷‍♀️

    Und es wurde tatsächlich besser!
    Der zweite Tag war für Linda und mich großartig, wir standen beide über 10 x und konnten sogar einige Male bis ganz zum Strand fahren! Dazu war es sonnig und nicht mehr so neblig wie am Vortag.
    Tamer hatte jedoch leider ein anderes Brett bekommen, welches ein wenig kleiner war. Mit diesem hatte es (seiner Ansicht nach!) nicht so gut funktioniert (wir fanden aber, dass er es wieder super gemacht hatte).
    Heute bestand die Herausforderung darin, selber die richtige Welle abzupassen, sich dann aufs Brett zu schmeißen, aufzustehen und soweit wie möglich zu fahren. Klingt viel schwieriger, klappte aber viel besser als der eine Teilschritt am ersten Tag. 😅 Vermutlich waren die Wellen ebenfalls ein bisschen vorteilhafter.
    Wir lernten bereits ein wenig die Wellen zu lesen und gute "weiße" Wellen von den schlechteren zu unterscheiden.

    Der dritte Surftag für mich allerdings schon wieder ein kleiner Downer.
    Zuerst lief es ganz gut und ich erwischte sogar 4 Wellen direkt hintereinander. Nach einigen Tipps und Korrekturen durch den Trainer war mein gesamtes "Können" jedoch auf einmal wie weggefegt...
    Ich konzentrierte mich so sehr auf Details, dass ich nichts Gutes mehr hinbekam und das Gefühl hatte, wieder bei Null zu starten. 😝 So richtig kann ich mir diese Entwicklung nicht erklären, auch wenn ein Teil des Problems heute die "messy waves" waren.
    Linda (mit ihrer pinken Kriegsbemalung) und Tamer (diesmal wieder mit dem richtigen Brett) haben sich heute aber trotz messy waves großartig geschlagen!
    Hoffen wir mal, dass es für mich morgen auch wieder bergauf geht. :)

    Nach den Surfsessions waren wir meist bis zur abendlichen Yogastunde noch ein wenig am Strand, tranken im Hostel Kaffee oder gönnten uns eine Sportmassage. (Ich sag ja, es ist das Paradies 😂😍)

    Nach dem Yoga gab es dann auch schon Abendessen in gemütlicher Runde, welches mindestens genauso großartig war wie das Frühstück.
    Jeden Tag erwartete uns ein neues, besonderes 3-Gänge-Menü, was in uns jedes Mal den Wunsch weckte, die Köchinnen nach allen Rezepten zu fragen. 😍

    Dazu kamen noch schöne und spannende Unterhaltungen mit den anderen und hier und da auch mal ein Gläschen Wein... 😋
    (Bei dieser Gelegenheit wurden auch einige Memes geboren (u.A. auch die Wölfe von Cascais 😂), wobei ich einige einfach nicht für mich behalten konnte....)

    Abends konnte man dann körperlich erschöpft, aber mental völlig ausgeglichen und zufrieden mit dem Meeresrauschen im Hintergrund ins Bett fallen. 😌😴
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