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  • Day15

    Kolonialstadt in Pastellfarben

    April 20 in Mexico ⋅ ⛅ 31 °C

    Ein angenehmer Aufenthalt in Campeche. Es gibt sogar eine Klimaanlage im Zimmer und saubere Betten, was uns dazu bringt richtig gemütlich schlafen zu können, ohne in seinem eigenen Schweiß zu brüten. Welch Wohltat! Die bunten, pastellfarbenen Kolonialhäuschen zieren die komplette Altstadt innerhalb der Stadtmauern. Abends ist alles bunt beleuchtet und es sieht festlich aus. Abends kann man sich durch gute Restaurants schlemmen und durch Bars trinken, was wir auch an einem Abend genutzt haben. Die Uferpromenade (Golf von Mexiko) läd ganz kitschig zum Sonnenuntergang gucken ein. Es ist herzallerliebst hier, aber ich beginne mich zu langweilen und moniere, dass ich in den Dschungel will und nicht in einer Großstadt sein will, die mich irgendwie in den Grundzügen an Köln erinnert: eine Altstadt, Cafés, Bars, Restaurants die in jeder trendigen Großstadt mit dem gleichen Interieur aufwaten, einer überragenden Kirche und einer Uferpromenade, wo sich Menschen gegenseitig fotografieren. Im Gegensatz zu der aktuellen Coronasituation mit Lockdown und Ausgangssperre in Köln, sind wir hier völlig frei von allem und können Gastronomie, und wer mag auch das Nachtleben genießen. Nur irgendwie haben wir beide nicht das Bedürfnis dies intensiv zu nutzen. Es war jetzt gut Kais Problem "Wie komme ich an mein Geld ohne Kreditkarte heran?" teilweise zu lösen, da es hier stabiles WiFi, ein Mobilfunknetz und Handygeschäfte gibt und er wenigstens sein Online-Banking wieder zu Laufen bringen konnte. Es kann somit, mit kleineren Einschränkungen, was das Geld abheben angeht, weitergehen.
    Im Laufe der letzten zwei Wochen ist mir noch klarer bewusst geworden, dass sich unsere Reise quasi in vier verschiedene Teile aufteilen lässt:
    Ein Viertel ist die Fortbewegung von A nach B. Das heißt stundenlang in Bussen, Booten , Taxi Collektivos oder sonstigen Fortbewegungsmitteln sitzen um zu seinem Spot der Begierde zu gelangen.
    Das zweite Viertel ist die Organisation der eigenen Notwendigkeiten und Bedürfnisse. Sich orientieren, was ist wo, Bustickets kaufen, eine Unterkunft suchen, Waschsalons aufsuchen, Handyguthaben aufladen, Flüge buchen, etc.
    Das dritte Viertel ist die eigene Bespaßung und in allen Facetten.
    Das vierte Viertel ist die Erholung von den drei zuvor genannten Teilen. ;-)
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