• Auf nach Zarova

    August 9 in Czech Republic ⋅ ☀️ 24 °C

    Eigentlich war der Plan ganz entspannt: Sonntagabend gegen 19 Uhr losfahren und irgendwann in der Nacht in Tschechien ankommen. Eigentlich.

    Wie es der Zufall – oder vielmehr die Stimmung von Juli und Leni – so wollte, hatten wir irgendwann keine große Lust mehr, noch länger zu warten. Also wurde kurzerhand umgeplant, das Auto vollgepackt und bereits um 16:30 Uhr gestartet.

    Und das Timing hätte kaum besser sein können: Pünktlich gegen 19 Uhr trafen wir unsere guten Freunde, die Wimmers, am Gasthof Abfahrt Hirschau – standesgemäß beim Abendessen im Goldenen M. Noch einmal stärken, kurz durchschnaufen und dann hieß es: weiter Richtung Tschechien!

    Mit zunehmender Dunkelheit wurde aus der gemütlichen Autofahrt langsam eine kleine Expedition ins tschechische Hinterland. Vor allem die letzten zwei Stunden hatten es in sich: schmale Straßen, jede Menge Landschaft, Gestrüpp und immer wieder die Frage, ob hier wirklich noch irgendwo ein Dorf kommen kann. Aber Melli hatte uns schließlich vorgewarnt.

    Und als erfahrene Adventure-Ticket-Reisende sollte uns so etwas sowieso nicht mehr aus der Ruhe bringen.

    Ein Hase, ein Fuchs, ein Marder, eine Kröte und eine Katze später war es dann tatsächlich so weit: Žárová!

    Über ein Jahrzehnt hatten wir davon gehört. Genauso lange, wie unsere Freundschaft mit Milan und Melli mittlerweile schon anhält, war immer wieder die Rede von diesem kleinen Ort irgendwo im tschechischen Hinterland. Und genauso lange hatten wir uns vorgenommen, irgendwann selbst hierherzukommen.

    Gegen 0:30 Uhr war „irgendwann“ dann endlich gekommen.

    Milan öffnete uns die Tür, viel Programm gab es an diesem Abend allerdings nicht mehr. Sachen rein, Kinder rein, ab ins Bett.

    Und während draußen irgendwo in der tschechischen Nacht vermutlich schon der nächste Hase durchs Gebüsch hoppelte, waren wir vor allem auf eines gespannt:

    Was würde wohl unser erster richtiger Tag in Žárová bringen?
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