• Mathias Fischer
  • Mathias Fischer

Kurs gen Norden

Jahreswechsel einmal anders Baca lagi
  • Permulaan perjalanan
    29 Disember 2025

    Aufregung

    28 Disember 2025, Jerman ⋅ ⛅ 0 °C

    Morgen geht's los.
    Ich springe mal über meinen Schatten und fliege.
    Es geht mit KLM von Hannover über Amsterdam und Oslo nach Kirkenes.
    Dort beginnt die eigentliche Reise.
    Ein Kurztrip mit der MS "Nordnorge" der Hurtigruten nach Bergen.
    Koffer sind gepackt. Genug warme Sachen habe ich hoffentlich dabei.
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  • Langenhagen

    29 Disember 2025, Jerman ⋅ ☁️ 1 °C

    Heute wird dreimal geflogen. Voll mein Ding.
    Nachdem mich mein Freund Jörg abgeholt und zum Flughafen Hannover gebracht hat, stehe ich hier nun mit vielen anderen Fluggästen herum und warte auf das Check-in-Prozedere.
    Der Wartebereich füllt sich langsam und ich bin etwas aufgeregt.
    Ob denn alles klappt und pünktlich läuft ?
    Naja, am Abend werde ich sehen wie und wo ich gelandet bin.
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  • HAJ

    29 Disember 2025, Jerman ⋅ ☁️ 2 °C

    Der Check-In verlief problemlos und die Leibesvisitation ließ ich über mich ergehen.
    Nun sitze ich hier im Wartebereich und habe noch Zeit bis zum Boarding.
    Langsam kommt Freude auf und die Anspannung weicht.
    Auch hier gibt es einen kleinen Shop mit vielen nützlichen und weniger nützlichen Dingen.
    Ich schlendere durch um mir so etwas die Wartezeit zu vertreiben..... und "Der alte Mann und das Meer" begleiten mich.
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  • In the Air

    29 Disember 2025, Jerman ⋅ ☁️ 3 °C

    So, das hat schonmal geklappt. Flugzeug ist in der Luft und scheint auch dort zu bleiben.
    Auf geht's nach Amsterdam.
    Die netten Stewardessen verteilen kleine Snacks und Getränke. So richte ich mich gemütlich ein und kieke aus dem Fenster.
    Nachdem wir Hannover verließen und die Wolkendecke durchstoßen haben, öffnet sich uns der weite, blaue Himmel.
    Links die Sonne und unter uns zerzutzelte Wolken. Durch die Lücken blickend erhascht man dann und wann einen Blick auf den Boden der Tatsachen.
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  • Amsterdam

    29 Disember 2025, Belanda ⋅ ☁️ 6 °C

    Hier habe ich einen kleinen Aufenthalt.
    Zum Glück ist's genug Zeit, bis es weiter nach Oslo geht.
    Der Flughafen Amsterdam ist so groß. Mein Gate befindet sich in der hintersten Ecke vom Flughafenterminal. Also erstmal finden.
    13.25 ist Boarding. So habe ich noch genug Zeit um ne Kleinigkeit zu essen.
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  • AMS-OSL

    29 Disember 2025, Belanda ⋅ ☁️ 7 °C

    Weiter geht's. Die Pünktlichkeit lässt etwas zu Wünschen übrig. Das erinnert mich an irgend etwas.
    Aber nun sitze ich und warte, bis alle eingestiegen sind und der Flugkapitän aufgeraucht hat ;-)
    Dann ging es los. Wir rollten zur Startbahn. Es dauerte lange. "Fahren wir vielleicht nach Oslo?* dachte ich mir.
    Dann wurden wir in unsere Sitze gepresst. Alter Schwede dachte ich mir so....diese Startphase hat schon was.
    Über die Wolken hinweg gibg es nach Norden. Über der Nordsee riss der Himmel auf und man konnte unter sich das große Wasser sehen.
    Irgendwann erreichten wir die norwegische Küste und flogen an ihr entlang Richtung Oslo.
    Die Sonne begann langsam hinterm Hotizont zu verschwinden und auf dem zerklüfteten Land machte sich die Dunkelheit breit.
    Unter uns wurden beleuchtete Städte und Straßen sichtbar. Ein faszinierender Anblick.
    An Bord des Flugzeugs wurde die Innenbeleuchtung abgeschaltet. So hatten wir einen noch besseren Blick auf die Ortschaften.
    Oslo ist groß. Ich versuchte mich irgendwie zu orientieren. Hafen, Rathaus oder die Schanze auf dem Holmenkollen suchte ich......vergebens.
    Egal.
    Wir landeten sicher und ich versuchte in diesem, auch nicht kleinen, Flughafen zurecht zu finden.
    Gate A10 fand ich schnell und......wartete.
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  • Landung in Kirkenes

    29 Disember 2025, Norway ⋅ 🌬 -4 °C

    Ankunft Kirkenes und endlich Schnee satt.
    So, das hat doch schonmal sehr gut geklappt.
    Trotz der Umstiege habe ich Kirkenes pünktlich erreicht.
    Leichter Frost, Schnee und die Aurora Borealis werde uch vielleicht auch sehen.
    Aber erstmal Koffer suchen und finden und ab ins Hotel .
    Eine Mail von den Hurtigruten verheißt nichts Gutes.
    Wegen schwerer See im Nordmeer kommt die "MS Nordnorge" nicht nach Kirkenes.
    Morgen geht's mit dem Bus nach Hammerfest. Toller Start.....grummel.....
    Über Finnland fahren wir dann in die nördlichste Stadt der Welt mit einem Zwischenstopp in Karasjok. Supertoll, als ob ich dort nicht schon war und viel Bier bei Karaokemusik getrunken habe.....
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  • Ankunft

    29 Disember 2025, Norway ⋅ 🌬 -4 °C

    Das Hotel ,,Thon" war schon reichlich mit asiatischen Urlaubern bevölkert.
    Naja, ich wollte erstmal nur das Gepäck loswerden und danach gleich ein paar Schritte laufen.
    Ich machte meinen Parka bis oben zu, zog die Spikes über meine Schuhe und wanderte los.
    Die Straßen und Wege waren vereist. Ab und zu lief mal ein Norweger oder eine Norwegerin über den Weg . Ansonsten war es in Kirkenes ziemlich ruhig
    Die Stadt war weihnachtlich beleuchtet , ein Tannenbaum stand neben einem Schneeberg....und der Wind pfiff eine steife Brise auflandig in den Ort.
    Über mir zogen am Nachthimmel die Wolken vorüber und der Mond warf sein helles Licht auf die schneebedeckte Natur.
    Das Gehen tat gut nach dem ganzen Sitzen in den Flugzeugen.
    Morgen Bus fahren. Ich bin gespannt....
    Übrigens, nach Murmansk ist es nicht mehr weit....
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  • Polarnacht in Kirkenes

    30 Disember 2025, Norway ⋅ 🌬 -6 °C

    Der Morgen blieb in der Dämmerung hängen.
    Nachdem ich mich aus meinem Bett geschält hatte , sprang ich schnell unter die Dusche.
    Das sehr gute und reichhaltige Frühstück verschwand in meinem Bauch.
    Da ich bis 12.00 Uhr Zeit hatte, konnte ich den Ort noch einmal in der Dämmerung besichtigen.
    Kirkenes wurde langsam wach. Der Räumdienst hatte mit den Schneebergen, die überall aufgetürmt lagen, zu tun und hier und da waren ein paar Leute mit ihren kleinen Schlitten unterwegs.
    Alles war in ein beruhigendes Weiß getaucht, welches jedes Geräusch fast vollständig schluckte.
    So ging ich durch kleine Sträßchen und blieb immerwieder vor den Holzhäusern stehen um sie in Ruhe zu betrachten.
    Der Wind blies kräftig und aus den minus sechs Grad wurden gefühlt minus 12 Grad.
    Ich versuchte ein paar Fotos zu schießen. Durch das ständige Aus- und Anziehen meiner Handschuhe waren meine Finger bald eiskalt und steif vor Kälte.
    Der Kirkenesfjord, gleich hinterm Hotel gelegen, begann zuzufrieren. Es sollte in den nächsten Tagen noch kälter werden.
    Also nichts wie zurück ins Hotel "Thon" und erstmal aufwärmen.
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  • Ruhe

    30 Disember 2025, Norway ⋅ ☁️ -7 °C

    Während ich im Restaurant des Hotels "Thon", am Kirkenesfjord, sitze, meinen Kaffee genieße, schaue ich aus dem Fenster und betrachte die um mich liegende Natur. Weiß bedeckte , feslige Hügel umschließen den Fjord. Das Wasser, auf dem sich langsam Eis bildet, bewegt sich träge.
    Neben mir steht ein Aquarium, in dem Königskrabben, wahrscheinlich das Essen für kommende Malzeiten, heranwachsen.
    Ein paar Touristen sitzen und warten, jeder geht seinen Gedanken nach.
    Eine Ruhe macht sich in mir breit und es scheint tatsächlich so, dass ich, trotzdem ich noch einen Tag lang mit dem Bus durch die Gegend gefahren werden muss, angekommen bin.
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  • Auf nach Hammerfest

    30 Disember 2025, Norway ⋅ ☁️ -7 °C

    Gegen 12.20 Uhr fuhr der Bus los. Es begann bereits wieder dunkel zu werden.
    Tschüß Kirkenes.
    Am Flughafen hielten wir "kurz" um Reisende aufzunehmen.
    Die Namen der Reisenden wurden gecheckt, damit auch alle auf der "MS Nordnorge", die seit einem Tag in Hammerfest liegt, ihre persönliche Kabine bekommen.
    Das scheint ein langer Tag zu werden. Auch dass ich einen Abstecher nach Finnland mache, war nicht geplant.
    Während der Fahrt wanderte mein Blick immerwieder gen Himmel und suchte das schimmernde Grün der Aurora Borealis. Leider war der Himmel zu bedeckt. Selbst der Mond war nur schemenhaft durch die Wolken zu erkennen. Aber der Tag ist ja noch lang.
    Vor uns war tatsächlich eine Wolkenlücke wodurch man das "Abendrot" leuchten sah.
    So ging es Kilometer um Kilometer und Kurve um Kurve durch die Finnmark Richtung Karasjok.
    Zum "Lösen" gab es kurz hinter der Grenze eine kleine Pause.
    Tankstelle mit Supermarkt.
    Es gab alles, was das Touristenherz begehrt. Messer, Holztassen, warme Kleidung, Toiletten und natürlich auch Lebensmittel.
    Wieder im Bus kaute und knisterte es um mich herum.
    Naja, noch zweieinhalb Stunden Fahrt bis zum Rentiergulasch.
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  • Norge hat uns wieder

    30 Disember 2025, Norway ⋅ ⛅ -14 °C

    In Karasjok gab es endich unser versprochees Rentiergulasch. Lecker war es. Ich saß mit einer polnisch-schwedisch-norwegischen Familie zusammen am Tisch. Wir unterhielten uns und alle erhofften bald die Polarlichter zu sehen.
    Der Himmel war sternenklar aber wir hatten auch zunehenden Mond und somit sehr viel Licht am Himmel.
    Es war ar...kalt. Inzwischen waren es -25⁰C in Karasjok.
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  • Hammerfest

    30 Disember 2025, Norway ⋅ ☁️ -6 °C

    Endlich sind wir in Hammerfest, der nördlichsten Stadt der Welt, angekommen.
    War das ein Ritt durch die Polarnacht. Alter Schwede.
    Gleich bekommen wir, noch im Bus, die Boardingkarten.
    Es geht noch einmal durch eine hell erleuchtete Straße bis wir an der "MS Nordnorge" ankommen.Baca lagi

  • MS Nordnorge

    30 Disember 2025, Norway ⋅ ☁️ -6 °C

    Wir haben es geschafft.
    Einen Tag lang Bus fahren ist schon ne Herausforderung.
    Vielleicht gewöhne ich mich daran und werde ein Fan von Kaffeefahrten. Nee, nicht wirklich.
    Noch im Bus erhielten wir unsere Bordingdokumente und stapften los. Endlich begann es...."das Leben an Bord eines großen Schiffes"....
    Natürlich gab es erstmal Essen.
    Ach, wie sich um uns gekümmert wird ist echt toll.
    Der Fisch wurde serviert und mit Genuss verspeist.
    Es gab noch ein kleines Dessert und es wurden Getränke serviert.
    Herrlich .
    Vollgegessen suchte ich anschließend meine Kabine.
    Dort entledigte ich mich meines Gepäcks und ging auf kleine Entdeckungstour.
    Der letzte Tag des Jahres 2025 ist angebrochen.
    Ich sitze in einer windgeschützten Lounge auf dem Oberdeck, sehe dem Schneetreiben zu und lausche dem Wind.
    Nebenbei rauche ich ne kubanische Zigarre und freue mich des Lebens.
    Der zweite Offizier der " MS Nordnorge" macht eine Pause.
    Wir redeten ein paar Worte über die Reise und er erzählte mir warum das Schiff den Hafen von Kirkenes nicht anlaufen konnte.
    Es wäre für das Schiff kein Problem gewesen, aber für die Reisenden wäre es unverantwortlich gewesen bei dem hohen Seegang nach Kirkenes zu fahren.
    Nächste Hafen ist Tromsø.
    Ich freue mich.
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  • Letzter Tag des Jahres

    31 Disember 2025, Norway ⋅ ☁️ -7 °C

    Ich wurde morgens durch eine hohe Welle, die an das Schiff klatschte, geweckt.
    Duschen und dann zum Frühstück. Der Speisesaal war schon voll mit Gästen aber ich fand für mich noch ein freies Plätzchen.
    Zu mir gesellte sich ein Ehepaar aus Guben. Wie klein ist die Welt.
    Wir unterhielten uns über unsere Reisen durch die nördlichen Gefilden Europas und fanden uns bei mancher Anekdote wieder.
    Ich stärkte mich am reichhaltigen Buffet. Es gab alles, was das Herz begehrt. Kaffee war mein Starter.
    Nach dem Frühstück ging ich auf das Oberdeck. Es fing an etwas heller zu werden und die Konturen der norwegischen, schneebedeckten Felsen, schälten sich langsam aus der Dunkelheit.
    Es schneite leicht, in der Ferne vor uns riss der Himmel ein Stückchen auf und man konnte tatsächlich das Tageslicht erblicken.
    Auf dem Oberdeck gab es eine Spezialität. So die Aussage des Servicepersonals. Ein Getränk, gemixt aus Kaffee, Ingwer und anderen edelen Kredenzien wurde serviert. Damit, so die Aussage, beiben wir garantiert 24 Stunden wach.
    Ich trank zwei von diesen Shots und sprang danach im Dreieck.
    Hoffentlich bleibt es nicht den ganzen Tag so.😁 Spaß
    Das Schiff fuhr an einer fast autarkt arbeitenden Gasbohrinsel vorbei. Dort wird Methangas aus der Tiefe, ca 250 Meter, gefördert, in den flüssigen Aggregatzustand heruntergekühlt und für viel Geld verkauft. Tolles Geschäft.
    Langsam erreichten wir wieder Hammerfest. ( In der Nacht fuhren wir von Hammerfest nach Honingsvag. )
    Nun läuft alles wieder nach Plan.
    Das Schiff legte an und wir hatten ca. 1 1/2 Stunden Zeit für den Landgang in Hammerfest, der nördlichste n Stadt der Welt.
    Ich stiefelte, immer die Uhr im Blick, geradewegs auf einen Hügel zu und erhoffte so einen Blick über den Hafen und die umliegende Gegend zu erhaschen.
    Durch tiefen Schnee ging ich einen Weg entlang und fand einen schönen Aussichtspunkt.
    Ein toller Anblick. Um mich herum verschneite Hügel, die kleine, leuchtende Stadt und mittendrin der Hafen mit der "MS Nordnorge" .
    Ein, zwei Fotos, innehalten und genießen.
    Danach stattete ich der Hammerfest Kirke einen Besuch ab. Ich ging hinein, entzündete eine Kerze, dachte an meine Eltern und verweilte ein paar Minuten.
    Langsam machte ich mich wieder auf den Weg zum Schiff.
    Bemerkenswert ist, wie aufmerksam die Autofahrer sind.
    Sobald man auch nur den Anschein macht die Straße zu überqueren, halten sie an und warten. Beispielhaft.
    Am Schiff angekommen, es begann wieder dunkel zu werden, blickte ich noch einmal am Schiff vorbei übers Wasser.
    Die Stadt leuchtete.
    Auf Wiedersehen Hammerfest.
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  • Unterwegs nach Tromsø

    31 Disember 2025, Norway ⋅ ☁️ -7 °C

    Die "MS Nordnorge" pflügt wieder durch die See.
    Das Leben an Bord verläuft sehr entspannt ab. Es wird gelesen, gespielt, einfach nur geschaut, miteinander erzählt oder telefoniert.
    Andere schreiben. So auch ich.
    Ich nahm an einer kleinen Infoveranstaltung teil und entschied mich spontan für das Mitternachtskonzert in Tromsø, welches kurz nach dem Jahreswechsel stattfindet.
    Außerdem buchte ich für Morgen früh einen Ausflug zu den Vesterålen. So kommt man mal ein bisschen raus .
    An Schlaf ist eh nicht zu denken :-)) .
    Das mehrgängige Abendessen war soo lecker. Fisch-, Fleisch-, Käsekompositionen wurden uns an den Tusch gebracht. Wie ißt man das? 🤔
    Alle waren zudem angemessen gekleidet und die Kellner schwirrten um uns herum.
    Ein großes Lob an die Küche von hier aus.
    Anschließend ging ich in meine Kabine, schnappte mir meinen Parka und die Mütze um vom Oberdeck aus die Fahrt zu genießen und eventuell das grüne Wabern des Polarlichtes zu entdecken.
    Der Himmel war, bis auf ein paar Wolken, klar.
    Viele Augenpaare blickten gen Himmel. Mit bloßem Auge war noch nichts auszumachen. Ich zückte einfach mal mein Smartphone und wählte blind eine mehrsekündige Belichtungszeit und eine recht hohe ISO-Zahl. Dann suchte ich mir einen festen Punkt, hielt die Kamera einfach irgendwo hin und betätigte den Auslöser.
    Zack....endlich war da so ein ganz zartes Schimmern am Himmel zu sehen. Also hat sich diese Fahrt für mich doch gelohnt.
    Ein Reisender erzählte mir, dass es in zwei Stunden etwa, nur so leuchten solle. Da war ich sehr gespannt
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  • Tromsö

    31 Disember 2025, Norway ⋅ ⛅ -14 °C

    Da sind wir nun. Der Empfang hätte nicht besser sein können.
    Polarlicht unterwegs und nun eine hell erleuchtete Stadt und ein grandioses Feuerwerk empfing uns. Alter Schwede, das ist schon beeindruckend eas der Norweger hier abfeuert. Toll.
    Auf dem Oberdeck wurden Getränke gereicht, deren Inhalt wegen der Kälte, anfingen zu kristallisieren. Das waren bestimmt die nichtalkoholischen Sekte. Ich nahm mir ein Glas, setzte es an und schwupps hatte ich einen Eisklumpen im Mund, der schnell wieder auftaute.
    Schmeckte nicht schlecht. Es wurde getanzt, fotografiert und geguckt. Eine tolle Stimmung herrschte an Bord.
    Kurz nach Mitternacht begab ich mich mit vielen anderen Touris zur Domkirche, in der das Mitternachtskonzert stattfand.
    Ich dachte nie, dass Orgel und Saxophon so gut zueinander passen könnten.
    Die Sängerin hatte eine so glasklare Stimme....einfach nur WOW. Ich bekam feuchte Augen.
    Eine Stunde lang konnten wir den drei Musikern zuhören und zusehen.
    Ein tolles Erlebnis zu Beginn des neuen Jahres.
    Nach dem Konzert gingen wir zum Schiff, was nach unserer Ankunft sofort ablegte.
    Aber das Feuerwerk war noch lange nicht vorbei.
    Lautlos begann der Himmel zu leuchten. Grün waberte das Polarlicht am Himmel. Überall tauchte es auf, veränderte seine Form und verschwand wieder.
    Das Oberdeck war voll und überall hörte man staunendes "Oh" und "Ah".
    Die Aurora Borealis zu sehen habe ich mir insgeheim gewünscht und dieser Wunsch ging voll in Erfüllung.

    Dieser Tag war eine Punktlandung.
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  • Zu den Vesterålen

    1 Januari, Norway ⋅ 🌙 -11 °C

    Die Nacht wahr sehr kurz.
    Gegen 8.00 Uhr sollte der Bus Richtung Vesterålen starten.
    Also schnell aufstehen und noch schneller zum Frühstücksbuffet.
    Ich aß eine Kleinigkeit. Der heiße Kaffee machte mich wach.
    Das Schiff erreichte Harstad und für uns standen zwei Busse bereit. Es wurde uns in drei Sprachen der Plan der Reise mitgeteilt.
    Zuerst drehten wir eine kleine Runde durch die ca. 25000 Einwohner zählende Universitätsstadt. Es gab eine Werft, eine kostenlose Bibliothek, in der man nur zahlen musste, wenn man die Bücher nicht wieder zurück bringt.
    Bald verließen wir das Zentrum und wurden in der nördlichsten Steinkirche Nordnorwegens empfangen.
    Die Predigt dauerte nicht lange. Jeder durfte das Vater unser in seiner Landessprache sprechen.
    Nach Empfang des Segens verließen wir diese Kirche und gingen an dem Nachbau einer Stabkirche, die, bevor die steinerne Kirche gebaut wurde, an dieser Stelle stand, vorbei.
    Ganz unscheinbar stand sie im dämmernden Morgen. In ihr stand ein hölzernes Taufbecken und ein kleiner, mit Kerzen beleuchteter, Altar.
    Nebenan stand ein altes Holzhaus, ohne Fenster, wie es sie hier vor vielen Jahren gegeben hat.
    Uns wurde über das Leben der damaligen Zeit erzählt und gezeigt, wie früher aus Flachs und Schafwolle Kleidung und Fischernetze hergestellt wurden.
    Nach diesem Besuch in einen kleinen Teil der Geschichte stiegen wir in die Busse und fuhren durch das verschneite und bergige Vesterålen.
    Hier und dort gab es einen Stopp, damit auch jeder seine Fotos machen konnte.
    Es war fast taghell aber die Sonne schafft es hier oben noch nicht über den Horizont zu steigen.
    Die Berge leuchteten in strahlendem Weiß, auf Seen hat sich Eis gebildet.
    Rentiere liefen herum. Wir erfuhren, dass die weiblichen Tiere im Winter ihr Geweih behalten und sie es erst nach der Geburt der Jungtiere, im Frühjahr, abwerfen.
    Die männlichen Tiere verlieren es nach der Paarungszeit im Herbst.
    Somit ist klargestellt das Rudolf eigentlich Rudolfine heißen muss.
    Der Vormittag verlief schnell und bald sollten wir in Sortland ankommen.
    Unser Schiff erreichte gleichzeitig mit den Bussen den Hafen von Sortland.
    Die Überraschung war, dass das Schiff unter der Brücke, über die wir fuhren, gleichzeitig mit lautem Hupen drunter durch fuhr.
    Wieder auf der "MS Nordnorge" besuchte ich einen Vortrag über die Entstehung der Hurtigruten. Sehr interessante Geschichte, auch, wenn man erfährt, dass früher Briefe von Trondheim nach Hammerfest fünf Monate unterwegs waren.
    Richard With hat es dann mit neuem Schiff in drei Tagen geschafft. Ungefähr soviel, wie die Schiffe auch heute noch unterwegs sind.
    Inzwischen gibt es eine Hurtigruten Expedition Gesellschaft, mit deren Schiffen man in die Arktis, Antarktis fahren kann.
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  • Trollfjord

    1 Januari, Norway ⋅ 🌙 -11 °C

    Aus unserer Fahrt von den Vesterålen zu den Lofoten machten wir einen kleinen Stop am Trollfjord. Es gab eine kleine Party an Deck mit hoch- und niedrigprozentigen Getränken. Back- und steuerbords des Schiffes bestaunten wir die vom Mond beleuchteten Felsen.
    Das Polarlicht lässt noch auf sich warten.
    Unser nächtes Ziel ist Svolvær auf den Lofoten.
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  • Lofoten

    1 Januari, Norway ⋅ 🌙 -9 °C

    Gegen 18.40 Uhr erreichten wir Svolvær. Wir hatten vom Reiseleiter den Hinweis bekommen , bis 20.20 Uhr wieder an Bord zu sein, da das Schiff pünktlich ablegt und einem strengen Fahrplan folgt.
    Ich zog mich dick an und spazierte los. Es wehte ein eisiger Wind durch die "City of Light" , wie Svolvær auch genannt wird.
    Licht leuchtete in fast jedem Haus.

    Norwegen hat übrigens weltweit den zweitgrößten pro Kopf Verbrauch an elektrischer Energie. Spitzenreiter ist Island .
    Die meiste Energie gewinnt Norwegen durch Wasserkraft.

    Am Hafen machte ich gemeinsam mit einer Gruppe asiatischer Urlauber die obligatorischen Fotos.
    Am Himmel erschien dann auch endlich wieder Polarlicht.
    Da mir bei den - 12 ⁰ C und Wind mal wieder die Pfoten erfroren, machte ich mich, durch ein paar Souvenirläden schlendernd auf den Weg zur " MS Nordnorge".
    Ein schöner Tag
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  • Tschüßi Nordnorge

    2 Januari, Norway ⋅ ⛅ -7 °C

    Heute Morgen gab es die nächste kleine Uberraschung.
    Kurz vor 9.00 Uhr überquerten wir den nördlichen Polarkreis. Südwärts fahrend schauten alle steuerbord vom Oberdeck auf die kleine Insel, der wir uns näherten. Auf ihr stand ein kleiner leuchtender Globus, der auf dem Breitengrad des nördlichen Polarkreises stand.
    Der Cowntdown wurde heruntergezählt und als wir den Punkt passierten gaben die Typhone der "MS Nordnorge" einen langen Ton von sich.
    Partystimmung auf dem Oberdeck bei -7⁰C .
    Als kleine Zeremonie , die den Wechsel in südliche Gefilde zum Ausdruck bringen sollte, durfte jeder einen kleinen Schluck Lebertran probieren.
    Ich hörte, dass es auf der Tour Richtung Norden Eiswürfel und kaltes Wasser in den Nacken gab.
    Dann bevorzuge ich doch den Lebertran. Geschmacklich naja.
    Dazu gab es ein kleines Geschenk als Erinnerung an diesen Augenblick.
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  • Sieben Schwestern

    2 Januari, Norway ⋅ ☁️ -7 °C

    Auf unserer Weiterreise in ruhiger See fuhren wir an den "Sieben Schwestern" vorbei.
    Eine Felsformation um die sich so manche Geschichte rankt.
    Langsam fuhr das Schiff vorbei und ein Steward erzählte schmunzelnd mit dramatischen Worten die Geschichte.
    Am Ende kam es, wie es kommen musste. Die Geschichte endete damit, dass die Schwestern des Königs flohen und auf ihrer Flucht ging in Norwegen die Sonne auf, sodass sie zu Stein erstarrten. Das passiert den Trollen .
    Der Steward erzählte diese Geschichte so spannend und dramatisch, dass wir am Ende Beifall klatschten und uns vor Lachen auf die Schenkel hauten.
    Einfach toll.

    Danach musste ich erstmal etwas essen und trank das erste norwegische, alkfreie Bier.
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