Kevin allein zu Haus
13 Oktober 2019, Ireland ⋅ ⛅ 12 °C
Ein weiterer Tag in Killarney und er begann recht schnell (wie so oft) mit Laufen. Nach dem spärlichen Frühstück im Hostel ging es für uns in den Park Musik/Hörbuch hören, telefonieren oder einfach nur die Natur (und den damit einhergehenden Regen) genießen. Um die Mittagszeit entschieden wir uns dann aber, doch etwas weniger der Natur und unseren Sinnen und etwas mehr unseren Mägen (da sind sie wieder, die 8 Mägen...das hört sich einfach nicht so an, als hätte jeder nur einen) unsere Aufmerksamkeit zu schenken und setzten uns in ein nettes Restaurant, wo wir entweder Beef Lasagne oder Tortellini verschlangen - in beiden Fällen aber Baileys Cheesecake, der sich auf der Liste der besten Kuchen nach ganz oben gekämpft hat.
Zurück im Hostel setzten wir uns in den Gemeinschaftsraum, um zu malen oder die Wochenabrechnung zu machen, während jeder für sich seine Ohren volldröhnte (mit Musik oder Tobias Kluckerts Stimme).
Wir hatten uns zuvor vorgenommen noch einmal in ein Pub zu gehen und gegen 8 Uhr beschlossen wir, dass nun die beste Zeit dazu wäre. Also gingen wir erneut ins O'connors (dasselbe Pub wie am Donnerstag zuvor mit Xabi) und lauschten den ohrenbetäubenden Klängen der Live Musik.
Inzwischen muss ich meine Aussage, die ich vor einigen Tagen geschrieben hatte, revidieren und mich ganz ehrlich bei meiner Mütze entschuldigen, denn auch ohne ihren Fluch wurde unsere Zweisamkeit (also die von mir und meinem Baileys... ;p) vorerst gestört.
Neben mir saß nämlich ein älterer Herr, der zunächst mit einem alten Freund vor sich sprach und dann begannen die beiden uns in eine freundliche Unterhaltung zu verwickeln.
Wir sind eben wahre Männermagneten ;).
Als der Mann den Hocker neben mir frei machte, setzte sich sogleich jemand anderes neben uns. Es war Kevin, den wir zuvor schon an der Bar entdeckt hatten. Beiläufig begann er ein Gespräch.
Allerdings schienen Kevins Alkoholkonsum (den ich gar nicht mal so hoch eingeschätzt hätte) und sein Kurzzeitgedächtnis sich nicht so prächtig zu verstehen, denn erkannt hat er uns nicht.
Und so wurde ein großer Teil des Gesprächs von Donnerstag einfach nochmal geführt (wobei man sagen muss, dass das vermutlich gut war, denn so konnte ich wenigstens die meisten Antworten, ohne dreimal nachfragen zu müssen, geben, was die viel zu laute, aber gute Musik ansonsten nicht zugelassen hätte).
Zu Kevins Enttäuschung blieben wir aber nicht so lange im Pub, nachdem Baileys und Guinness leer getrunken waren, machten wir uns auch schon wieder auf den Heimweg ins Hostel, um dort den Da Vinci Code anzufangen und recht schnell in einen unruhigen Schlaf zu verfallen. Als wir merkten, dass wir die 3 Stunden Tom Hanks keinesfalls an diesem Abend wach schaffen würden, entschieden wir uns dann doch für das Stockbett. Warum wir nicht Kevin allein zu Haus geschaut haben, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben...Baca lagi








