Botschafter der Liebe
December 14, 2019 in Ireland ⋅ ⛅ 6 °C
Der zweite Samstag in Furbo Hill und der erste mit Julie zusammen. Obwohl sie die meiste Zeit gar nicht da war. In Gegensatz zu meinem recht entspannten Morgen, lief Julie bereits gegen 9 Uhr mit ihrer Laufgruppe, mit welcher sie danach auch gleich Tee trinken ging.
In der Zwischenzeit wusch ich meine Klamotten, Haare oder das Geschirr und lief eine kurze Runde mit Emmy. Mein vierzehntes Türchen öffnete ich natürlich auch- es war Schokolade dahinter.
Um 14.30 Uhr klopfte Diarmuid an der Tür und wir stiegen gemeinsam mit Dermot ins Taxi, um nach Galway zu fahren und dort die anderen zu treffen. Denn die Nachbarn hatten ein Weihnachtsessen organisiert. In einem Tapas Restaurant stießen wir dann auf Elyse, Julie, einen Freund von Dermot, dessen Namen ich dummerweise vergessen habe und Vanessa (ebenfalls eine sehr freundliche Frau aus der Nachbarschaft) und gemeinsam schnabulierten wir die verschiedenen Speisen. Vor dem Nachtisch wurden wir allerdings rausgekickt /liebevoll aufgefordert den Tisch frei zu machen, da kurz darauf weitere Gäste erwartet wurden. Deshalb entschied Dermot, dass wir in ein Pub gehen sollten und da niemand außer Julie (welche noch ein oder zwei weitere Weihnachtsessen, eine im gleichen Tapasladen wie zuvor, vor sich hatte) noch etwas vorhatte, standen wir schon bald zu acht in dem schmalen Pub und tranken Irish Coffee. Irgendwann wurde eine Nische frei und zumindest Elyse, Julie, Vanessa und ich nahmen dort Platz- bei Gelegenheit dann auch Dermot und Diarmuid. Jedenfalls war es kuschelig und lustig, aber sehr stickig, weshalb Elyse und ich uns irgendwann dazu entschlossen zu gehen.
Die kommenden 20 Minuten verbrachten wir dann in der Kälte auf der Suche nach einem Taxi uns fanden dieses auch schließlich mitsamt Fahrer.
Unser Fahrer, ein freundlicher und redseliger Mann aus der Karibik, begann ein Gespräch mit Elyse und mir (obwohl ich eher stiller Beobachter war) und ich hatte die Ehre, Teil einer der lustigsten und coolsten Taxifahrten überhaupt, gewesen zu sein. Das begann damit, dass Elyse erzählte, dass sie aus Amerika kommt und wegen Diarmuid nach Irland gezogen war. Der Taxifahrer strahlte und mutierte zu einem ausgewachsenen amerikanischen Filmpfarrer wie er im Buche steht (verwirrender Satz-ich weiß). Er schwärmte von Liebe als würde er ein Gedicht, ein Lied oder eine Predigt komponieren und das tat er auch irgendwie...
Dann erzählte er uns, wie er seine Frau kennengelernt hatte, was eine unglaublich amüsante Geschichte war, und dass sie nun mit 5 Kindern gesegnet waren (zunächst nach und nach zwei Jungs und dann auf einen Schlag drei Mädchen).
Als wir aus dem Taxi stiegen konnten wir uns ein Lächeln nicht verkneifen. Die Liebe war quasi im ganzen Auto zu spüren gewesen und die Macht, die von diesem Wort und den verbunden Folgen daraus einhergingen.
Voller Energie und guter Laune schaute ich am Abend "Klaus" und schlief dann zufrieden ein...der Film war überraschend gut gewesen. Über einen wahren Botschafter der Liebe - genauso wie der Taxifahrer...Read more








🥰🥰🥰
Traveler
😂😂👌