• Tag 8 Zvíkov - Praha (Prag)

    12. september 2025, Tjekkiet ⋅ ☁️ 14 °C

    Prag, der größere Zwischenstopp auf meiner Reise. 110 km und nicht ganz soviele Höhenmeter als am Vortag sollten machbar sein, um am Ende des Tages in der Landeshauptstadt, die gleich mal ~12% der Einwohner von Tschechien beheimatet, anzukommen.
    Die erste Hälfte verlief ruhig. Stopp auf einer größeren Brücke über einer weiteren Moldau-Kaskade. Eine Stunde später schaffte ich es gerade noch so rechtzeitig, einen Schauer unter einer Überdachung eines ehemaligen kleinen Kaufmannsladen zu entfliehen.
    Weit später, ca 30km vor Prag, querte ich den letzten größeren Stausee. Die Moldau verläuft die letzten Kilometer vor der Stadt in einem engen Tal, eingefasst von steilen Hängen, wie sie wohl die Winzer gerne nutzen. Der Verkehr beginnt ebenfalls zu steigen und leider bot dieses enge Tal keinen Platz für einen Radweg. Im Feierabend-Verkehr war es nicht sonderlich schön die Straße mit den Autos und Motorrädern teilen zu müssen. Das Navi leitete mich mittels eine Fähre über den Fluss. Die Überfahrt kostete umgerechnet 80 Cent. 40 Cent für mich und die andere Hälfte für das Fahrrad. Da der Fährmann nicht bereit war zu wechseln, denn nur Kronen hätte er gewechselt, gab ich ihn einen Zwickel und war einfach nur froh darüber, weg von dieser vollen Straße zu sein.
    Auf der anderen Uferseite begann der Radweg hinein nach Prag. Breit wie er war, bot er Fahrradfahrern, Läufern und Inlineskatern genügend Platz. Spät am Nachmittag erreichte ich dann den Vyšehrad, ein markanter Punkt am Eingang im Süden von Prag, der bereits in Bedřich Smetanas Komposition zur Moldau Erwähnung fand. Ab hier fließt der Fluss wieder in einem ausgedehnten Becken.
    Bis zum Hostel, was direkt in der Innenstadt liegt, nahm der Verkehr nochmals zu und die Radwege-Verhältnisse verschlechterten sich. Hier war mir klar, dass ich die zwei Pausentage keine größeren Kreise mit dem Rad drehen werde.
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