20. Tag - Lederau - Pfarrkirchen 26,5 km
August 21, 2025 in Austria ⋅ 🌧 20 °C
In unserer Enklave haben wir prima geschlafen und haben es heute langsam angehen lassen. Wir haben es uns gespart, Tisch und Stühle aufzubauen und haben auf dem Kutschbock gefrühstückt. Geht auch.
Beim Einspannen kam eine nette Frau mit ihren Kindern vorbei, die uns schon gestern Abend geholfen hat unseren Platz zu finden ( vermutlich die Einzige, die wusste, dass wir dort sind). Sie hat uns einen Tipp gegeben, wo wir in etwa 25 km Entfernung einen Reitstall finden könnten. Mit dieser Info im Gepäck zogen wir los auf die Strecke, die Franziska morgens im Bett nochmal neu geplant hat, um die erste Steigung zu entschärfen. Die ging dann auch recht gut. Allerdings war die weitere Strecke nicht viel einfacher. Wir fuhren recht viel auf Straßen. Trotzdem ging es immer wieder längere Strecken bergan, was sehr anstrengend für die Pferde war.
Kurz vor der Mittagspause mussten wir mal wieder unsere Kurzkehrt-Fähigkeiten testen, denn unser Weg führte durch einen Hof und war mit einem Schweine-Treibgang versperrt. Also musste die Kutsche ein paar Meter zurückgesetzt werden, damit wir drehen konnten.
Am nächsten Waldrand gab es dann die verdiente Pause für die Rösser.
Sie durften lange an einer fetten Wiese grasen, bevor wir sie in den Wald zum Ausruhen banden.
Nach der Pause stellten wir mal wieder fest, dass unser Blinker zuweilen nur Zierde ist.... Auf einer Straße wollten wir links abbiegen. Franziska setzte den Blinker und Nicole lief neben Bentley und gab Handzeichen. Trotzdem überholte uns ein Lieferwagen mit der größten Selbstverständlichkeit...
Kurz vor Wartberg kamen wir an eine große Eisenbahn-Unterführung, die recht tief nach unten und ebenso wieder nach oben ging. Die Pferde nutzten den Schwung von der Abfahrt um mit Karacho auf der anderen Seite wieder hoch zu kommen. So meisterten sie auch den rutschigen Straßenbelag problemlos.
In Wartberg hielten wir erst am Bankautomaten, dann am Spar-Markt zum Einkaufen.
Kurz danach bekamen wir einen Anruf von Christian Großholzner, dem Betreiber des Gestüts, bei dem wir Quartier machen wollten. Er wirkte ein wenig überfahren als wir ihm sagten, dass wir gerne bei ihm nächtigen wollten und in einer Stunde da wären. Aber wir durften kommen und fuhren deutlich entspannter weiter.
Die Entspannung brauchten wir auch, denn die Straße war recht stark befahren und nicht ganz so lustig zu fahren.
Kurz vor dem Ziel standen wir plötzlich vor einer heftigen Senke, auf deren anderen Seite es sehr steil wieder nach oben ging. Also nochmal Kurzkehrt und eine humanere Route suchen.
Endlich kamen wir - gemeinsam mit dem Regen bei Großholzners an und wurden sehr herzlich empfangen.
Da in der Nacht Dauerregen angesagt war, wurde eine große Box für unsere Pferde geräumt, damit sie nicht im Regen stehen müssen.
Den Wagen durften wir unter Dach stellen und wir wurden sogar mit einer tollen Jause verköstigt. Danach saßen wir noch lange mit Christian und Poldi zusammen und ratschten über Gott und die Welt.
Zum Klang der Regentropfen schliefen wir schließlich ein.Read more











