• Eine letzte Radrunde, dann rauf auf's Schiff

    July 31 in Finland ⋅ ☁️ 24 °C

    Nach dem Frühstück haben wir alles zusammengepackt, um die letzte Radtour in Helsinki zu starten. Unsere Fähre sollte um 18 Uhr abfahren. Wir wollten, auch wegen des Wetters, zwischen 15 und 16 Uhr am Terminal sein. Eigentlich sollte es eine gemütliche Tour werden, aber man merkte schon die müden Knochen. Wir sind von Insel zu Insel gefahren, gefühlt alle Brücken in Helsinki abgefahren. Eine kurze Kaffeepause haben wir am Sibelius-Denkmal in einem kleinen Cafe gemacht. Leider war mir die Sache nicht ganz geglückt. Kaum war ich mit vollem Tablett mit Blaubeerkuchen und Kaffee draußen, während Olaf noch bezahlte, startete eine freche Möwe einen Angriff. Abgepickt vom Kuchen hat sie einen Kaffeebecher umgekippt, wobei ich den heißen Kaffee vollständig abbekommen habe. Etwas unbeholfen stand ich da und wusste nicht, was mir geschieht. Eine nette Frau hat mir geholfen und ein paar Papiertücher gebracht, um die Reste noch zu retten. Die größte und interessanteste Brücke kam zum Schluss. Nagelneu, erst im April für Fußgänger, Radfahrer und öffentlichen Nahverkehr freigegeben. Mit über 1 km Länge ist sie die längste autofreie Brücke Finnlands. Durch ihre Höhe mit den Stahlseilen ist sie auch imposant und sicherlich ein Wahrzeichen von Helsinki. Noch vor den dunklen Wolken sind wir im Fährterminal angekommen. Es hat aber leider nicht lange gedauert, bis es wieder wie aus Eimern schüttete. Uns blieb nichts anderes übrig, als uns wieder wasserdicht einzupacken. Nach dem Einchecken wurde der Regen etwas weniger, aber wir durften uns unterstellen, so dass wir nicht die ganze Zeit im Freien stehen mussten, bis alle Fahrzeuge aufs Schiff gefahren sind. Als fast Letzte haben wir für unsere Fahrräder die Plätze zugewiesen bekommen und mussten von Deck 3 auf Deck 10 hoch, um das Zimmer zu finden. Nach einigen Wirrungen haben wir unsere Kabine gefunden und sind schnell umgezogen, um das Schiff zu erkunden. Raus aufs Deck 11 und 12, um die Aussicht zu genießen. Auf Deck 8 haben wir die Restaurants sowie eine größere Bühne mit Publikumsplätzen gefunden. Nach einem alkoholfreien Cocktail waren wir noch auf Deck 7 in einem für die Verhältnisse großen Shop und haben uns umgeschaut. Für das Abendbuffet gab es erst für 21 Uhr Plätze, auch wenn unsere Mägen schon knurrten. Das Warten hat sich gelohnt. Aus einer riesigen Auswahl haben wir uns mehr als satt gegessen. Im Anschluss erwartete uns noch ein wunderschöner Sonnenuntergang auf dem obersten Deck.Read more