• Hotels unter Wasser - Lake Naivasha

    November 26, 2025 in Kenya ⋅ ⛅ 24 °C

    FB: Abgestorbene Baumstämme, Häuser, bei denen nur kaputte Dachstühle aus dem Wasser ragen. Ganze Hotels, die noch vor Jahren mit Seeblick werben konnten, liegen jetzt mitten in diesem See. Wie in allen anderen Seen im Rift Valley steigt auch im größten, dem Lake Naivasha seit Jahren der Wasserspiegel - der See dehnt sich aus. Hier leuchtet die Erklärung, Schuld sei die globale Erwärmung, sogar ein. Die Niederschläge nehmen durch den Klimawandel seit Jahren zu, dadurch fließt viel Wasser von den umliegenden Bergen in den See, der tritt über die Ufer. Diese werden dadurch auf Dauer unbewohnbar.

    Eine Insel im See, die wegen ihrer Form „Crescent Island“ oder „Mondsichel-Insel“ genannt wird, ist durch eine überflutete schmale Landbrücke in zwei Teile getrennt. Den darauf lebenden Tieren scheint das egal zu sein. Genauso wenig lassen sie sich offenbar durch die wenigen Motorboote stören, die jetzt in der Nebensaison mit Touristen die Insel ansteuern. Büffel, Wasserböcke, Zebras, Impalas und natürlich Pelikane, Ibise, Fischadler, Kormorane bevölkern die Insel. Zumindest die Säugetiere waren ursprünglich darauf nicht heimisch. Sie wurden für die Dreharbeiten zu dem Hollywood-Film „Out of Africa“ aus der Massai Mara hierher und dann nicht mehr zurückgebracht. Den Viechern scheint ihre neue Heimat gefallen zu haben. Angesichts fehlender Raubtiere vermehren sie sich prächtig. Abgeschossen wird laut Aussage des Bootsführers trotzdem nicht. Wie man dann mit der sichtbaren „Überbevölkerung“ der Insel umgehen will, bleibt trotz Nachfrage unklar. Genauso unklar wie irgendwelche Pläne gegen die weitere Ausbreitung des Sees, des einzigen größeren Sees im Rift Valley übrigens, der Süßwasser führt.
    Read more