• Wasserfälle Iguaçu in Brasilien

    July 2 in Brazil ⋅ ☁️ 18 °C

    Was für ein Wetterumschwung heute Morgen! Die Temperatur ist auf 17 Grad gefallen und sinkt weiter. Also haben wir endlich Pullover und Regenkleidung aus der Tasche geholt, denn es wird auch nass.

    Nach einem gemütlichen Frühstück (wir durften etwas länger schlafen 😉) besuchten wir zunächst einen großen Vogelpark. Hier finden vor allem Tiere ein neues Zuhause, die zuvor in nicht artgerechter Haltung gehalten wurden. Im atlantischen Regenwald leben bis zu 150 verschiedene Arten. Es war faszinierend, die vielen bunten Vögel zu beobachten, aber wir wurden auch wieder daran erinnert, wie viel schöner und spannender es ist, sie in ihrem natürlichen Lebensraum zu entdecken.

    Unser eigentlicher Grund für den Besuch ist natürlich das UNESCO-Weltnaturerbe; die beeindruckenden Wasserfälle von Iguaçu.
    Der Name bedeutet in der Sprache der Guaraní „Großes Wasser“, und das ist eine treffende Beschreibung für dieses Naturwunder.
    Mit 275 Wasserfällen, die sich über drei Kilometer erstrecken und bis zu 80 Meter tief in die Schlucht stürzen, sind sie ein wahrhaft atemberaubendes Schauspiel. Sie übertreffen die Victoriafälle in der Breite, die Niagarafälle in der Höhe und übertreffen beide zusammen in ihrer schieren Schönheit.

    Normalerweise wird in der Hauptregenzeit, also im Januar und Februar, das meiste Wasser erwartet, rund 7000 Kubikmeter pro Sekunde. Bis vor 2 Wochen war das Wasser dann Jahreszeitbedingt bis auf 1000 Kubikmeter zurückgegangen. Und dann kam wohl Regen satt……und so hatten wir heute super mächtige Wasserfälle mit 7000 Kubikmeter. Und das ganze bei lediglich leichtem Nieselregen oder sogar Trockenheit.

    Die Gischt benetzt die ganze Gegend und bewirkt, dass der umliegende Wald feucht und üppig ist. Ein etwas über einen Kilometer langer Laufsteg führte uns zur Garganta do Diabo, dem Teufelsrachen. Hier wird man auf jeden Fall nass, aber es ist ein tolles Erlebnis.
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