Rio de Janeiro
February 28 in Brazil ⋅ ☁️ 24 °C
What a day! Oder wie die Brasilianerin sagen würde: Que dia fantastico!
Früh morgens (es ist immer zu früh!) fahren wir über den Hügel zum Cristo Retendor. Ich hab gerade noch ein Buch über die Entstehung des Cristo gelesen, den brasilianischen Archtiteken Heitor da Silva Costa und den polnisch/französischen Bildhauer Paul Landowski. Spannend und daher noch interessanter! Juhuii! Wir fahren mit der Zahnradbahn von Stadler Rail (ich bekomme grad Impulse, die Fahrkarten zu kontrollieren:-) rauf zur Spitze! Oben angekommen gibt es Treppen oder Lifte bis zur Plattform. Obwohl wir früh dran sind, herrscht schon ein Riesengedränge. InstagramnerInnen stecken ihre Reviere ab, liegen auf dem Boden, verrenken sich in lächerlichen Posen und wollen nur sich selber fotografieren! Narziss hat hier das Rennen gemacht! Mitten im Gedränge geht ein Mann auf die Knie und macht seiner Freundin einen Heiratsantrag! Sie sagt Ja! Ich fange sofort an zu flennen weil es so schön ist, aber ehrlich gesagt: NEIN! Es ist nur krank...und ich bin Teil davon! Und doch: wenn ich in Rio bin, wäre es auch komisch nicht zum Cristo zu fahren! Crazy world! Wir zahnradbähnlen wieder runter und fahren durch Tunnels und über Berge zur Selarón Treppe. Diese wurde vom brasilianischen Künstler Jorge Selarón gestaltet und mit Kacheln aus über 130 Ländern beklebt. Faszinierend ! Es gäbe so viel zu sehen....aber es ist chli überfüllt hier. Mir fällt vor allem eine Frau auf, die sich unbegreiflicherweise immer in meiner Nähe befindet und die erstmals nicht besonders aussieht, aber sehr besonders riecht. Beim 2. Blick und beim 3. und 4. (ich dachte, ich sehe falsch) konnte ich sehen, sie hatte von 10 Zehen noch gerade 4, ein paar waren ganz weg und ein paar nur angeknabbert (Ratten?) ein Bein offen und eitrig mit Wundbrand, die fadenscheinige Leggins in XS schlottert um ihre Beine und ist ganz eingesaut mit allem was Frauen so ausscheiden. Es riecht unbeschreiblich nach Aas, Tod, Elend! Armut pur! Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie so jemand dereinst sterben wird. Grausam, unter Qualen und Schmerzen, wie ein Tier! Die Schere zwischen arm und reich ist hier noch grösser als sonst wo! Gerne würde ich die Augen verschliessen vor diesem Elend und es einfach ausklammern. Aber in Rio geht das nicht!
The Show goes on und es geht zur Seilbahn auf den Zuckerhut! In 2 Etappen geht es rauf und dort sind die schönsten Aussichten auf ganz Rio. 360° Rundumsicht! Erst da sieht man richtig die ganze Magie dieser Metropole. Wir haben Wetterglück, es regnet nicht! Blauer Himnel wäre auch schön, aber hey!.... ich bin so dankbar und privilegiert hier zu sein! Michael und ich gönnen uns ein Gippfelcaffé mit Sanduiche wie sie hier sagen und geniessen die Aussicht!
Als nächstes gilt es die Altstadt zu erkunden, den Stadtteil URCA und Ipanema. Da muss ich dann unbedingt nochmals hin. So, der Kopf ist voll, ich mag nicht mehr! Im Hotel angekommen gehen Tom und Solveig, Michael und ich zur Copacabana und trinken das Nationalgetränk: Caipirinha, for favor! Nach 3 Runden stürzen wir Frauen uns in die Wellen und danach ins Hotel. Der Abschiedsabend! Rogelio hat im Restaurant Carretão reserviert. Dort gibt es riesige Fleischspiesse, die die Kellner von Tisch zu Tisch tragen und nach Bedarf absäbeln. Dazu gibt es ein Wahnsinnsbuffet mit Salaten, Gemüsen, Sushi, Fejoãda etc. Es ist so lustig und gemütlich . Die Gruppe ist mir richtig ans Herz gewachsen. Nach dem Essen gibt es noch eine Penultima copa in unserer Rooftop Bar. Solveig und Tom fliegen morgen ums 8.00 nach Salvador de Bahia zur Erholung, Klaus und Brigitte um 13.00h Richtung São Paulo und München. Von ihnen verabschiede ich mich schon heute Abend. Mit Rogelio, Michael und Joachim verabrede ich mich zum Frühstück.Read more























