• Tag 18 - tranquilo

    August 2 in Ecuador ⋅ ☁️ 27 °C

    Heute war ein Tag, ohne Eile; wir schliefen lange, und machten uns ein Frühstück, das mehr nach Zuhause schmeckte als nach Reise.

    Mit leicht verzweifelter Hingabe versuchte ich anschließend, einer Mitarbeiterin des Hostels zu erklären, wie man unsere Merino Shirts und Zip Hosen wäscht. 30 Grad Wäsche sind hier eher ein Konzept als Realität, und ich war einfach nicht mehr bereit für eine weitere aufwändige Handwäsche.
    Mit einem kleinen, fast professionellen Stolz griffen wir wenig später auf unsere Verhandlungskünste zurück, die wir uns im Februar in der Türkei angeeignet hatten, und sicherten uns Touren für die kommenden Tage. Unterkünfte und Fähren wurden gebucht, während sich all die kleinen organisatorischen Fäden langsam zu einem Netz spannten.

    Irgendwann am Nachmittag, baten unser Körper wieder um Ruhe. Vielleicht, weil wir nun schon achtzehn Tage unterwegs sind, immer in Bewegung, immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Also gaben wir nach und machten einen Nachmittagsschlaf, quasi ein nötiges Innehalten mitten im Abenteuer.
    Wieder gestärkt mit Kräften, zog es uns dann ans Meer. Zuerst dorthin, wo die Wellen wild waren, sodass wir wie Kinder herum sprangen, dann dorthin, wo das Meer ruhiger war, so wie wir uns an diesem Tag fühlten. Mit diesem Gefühl machten wir uns noch einmal auf den Weg, auf der Suche nach Flamingos. Irgendwie verloren wir uns stattdessen ein wenig zwischen Wegen und Erwartungen und so wurde es am Ende ein ruhiger, abendlicher Spaziergang.
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