• Tag 34 - Lehmlecken und Schattenseiten

    August 18 in Peru ⋅ 🌧 23 °C

    Heute sollte es um 04:30 in der Dunkelheit zum Collpa Chuncho losgehen - eine riesige Lehmwand, an der täglich hunderte Papageien sich Mineralstoffe aus dem Lehm ziehen. Janina hatte aber Migräne und konnte leider die Tour nicht machen. Schweren Herzens und mit Janinas Zusicherung, dass sie den ganzen Vormittag schlafen wird, machte ich mich ohne sie auf den Weg.

    In der Morgendämmerung am Ziel angekommen, wurde schnell klar, dass wir dort nicht die einzige Gruppe waren - ca. 100 Leute waren mit ihren Guides da und warteten darauf, dass die Papageien zur Lehmwand fahren.
    Naja, wir saßen dort dann 4 Stunden lang und warteten, dass sich die Papageien zum Lehm hinunter wagten - vergeblich, da sie immer wieder durch Raubtiere, oder durchs Mäandern des Flusses ins Wasser fallende Bäume, aufgeschreckt wurden. Die schiere Menge an Papageien war aber beeindruckend! Nach vier Stunden Warterei war ich aber froh, wieder heimfahren zu können, damit ich wieder zu Janina kann 🙊

    Beim Heimfahren wurden mir einige Schattenseiten klar: 1.) habe ich immer wieder illegale Goldschürfer, die die Natur zerstören, am Ufer des Flusses gesehen, und 2.) haben wir den Verdacht, dass der ca. 8-jährige Junge, der immer im Boot mitfährt, nicht zur Schule gehen kann, da in Peru keine Ferien sind.

    Janina hat sich erholen können, und so gingen wir abends noch einmal auf eine Jungelwanderung/ Night Walk, wo wir wieder viel warteten, aber das eine oder andere Tier erspähen konnten ☺️
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