• Tag 35 - Schmetterlinge & Macheten

    August 19 in Peru ⋅ ⛅ 31 °C

    Heute Morgen startete der Tag leider wieder mit einem Streik. Wer mich kennt, weiß, dass wenn ich keine Pause einplane, das irgendwann mein Körper für mich übernimmt. Verkühlung, wenig Schlaf, Hitze, Regen und ständige Wetterumschwünge waren scheinbar ein guter Grund für einen Migräne Tag 2 🫠

    Tobi beschloss kurzerhand, die Morgentour mit mir sausen zu lassen, wofür ich irgendwie unglaublich dankbar war. Also verbrachten wir den Vormittag im Bett, schliefen beide noch einmal ein und genossen einfach die Ruhe 🥰
    Nach dem Mittagessen lagen wir in den Hängematten am Fluss, machten Quatsch mit einer Machete, und bestaunten Schmetterlinge 🦋
    Um 16:00 Uhr starteten wir dann bis in die Dunkelheit auf eine Bootstour am Fluss, so wir wieder Capybaras und kleine Caimane sahen 🐊

    Bevor wir morgen weiterfahren, möchten wir noch etwas erzählen, dass uns niemand der je in Peru war gesagt hatte: Zwischen all der Schönheit sieht man hier auch eine andere Realität.
    Der Fluss Madre de Diós ist verschmutzt, in der Region wird illegal nach Gold geschürft und vormittags hört man von der Lodge aus immer wieder Kettensägen im Regenwald. Dort, wo neue Anbauflächen für Bananen und Papayas entstehen, verschwindet Stückweise der Amazonas.
    Die kleine Valentina weiß selbst nicht genau, wie alt sie ist… laut ihren Eltern neun, laut ihr acht, während sie sechs Finger zeigt. Wir denken nicht, dass sie und der kleine Junge vom Boot in die Schule gehen.
    Bei unseren Gesprächen heute Abend ging es irgendwann auch um Müll und darum, wie unterschiedlich damit auf der Welt umgegangen wird. Dinge, die für uns selbstverständlich erscheinen, sind es anderswo überhaupt nicht.

    Vielleicht reicht es nicht, die Welt zu bereisen und darüber zu staunen, wie wunderschön sie ist. Vielleicht sollten wir einfach öfter darüber nachdenken, was wir selbst im Kleinen tun können, damit ein bisschen mehr von dieser Schönheit bleibt…
    Read more