June 2019
  • Day5

    Nachtrag

    June 5, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach aufrüttelnden Kommentaren und zwei Dialogen mit mehr oder weniger religionsbewussten Kollegen, muss ich mich korrigieren, die Kathedrale war katholisch, wie wohl auch alle anderen ihrer Art...
    Hier habt ihr einen meiner größten Schwachpunkte: für mich sind Dom, Kathedrale und und Münster einfach alles dasselbe; groß, mit viel Hall, mit Altar, Bildern von Heiligen, mehr oder weniger Prunk und meist mit Mützenverbot;)
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  • Day5

    Finale

    June 5, 2019 in Spain ⋅ 🌬 15 °C

    Sooo
    Letzter Tag ist im Gange...
    Wartezeit vor dem zweiten Museum, bin mal gespannt ob das meine Kennermeinung ändern kann...
    Fazit:
    Die ersten Räume sind sehr spannend und man gibt sich automatisch Mühe, die Bilder ehrlich zu begreifen. In den zweiten und dritten Räumen steigert sich die Bemühung noch und man lässt sich komplett von der Wirkung der Bilder einfangen. Die vierten und fünften Räume hat man dann genug von der Wirkung, weil alle Künstler nur Krieg, Tod und Leid verarbeiten. Danach hört man entweder hört man entweder direkt auf oder stellt fest, dass man nicht die Kraft hat, sich mit jedem Werk auseinandersetzen und betrachtet von da an alles nur noch oberflächlich. Manche machen das auch von Anfang an. Spätestens nach einer Stunde ist das Aufnahmepotential ausgeschöpft, dann kommt die Pause.
    Die Pause dauert dann so lang bis man das Museum wieder verlässt beziehungsweise bis auch der aufnahmefähigste Mitläufer sich zu der Pausengesellschaft begiebt (meist gleichzusetzen mit den Lehrkräften).
    Also, mir persönlich hat das Arte Reina Sophia deutlich besser gefallen, als das Prado, da es sich hier um modernere Kunst handelte, die musikalische Untermalung (den Themen entsprechend entweder schleppend, trist oder theatralisch) war allerdings nicht so wirklich mein Fall. Die Themen waren wie bereits erwähnt leider eher einseitig, einige Werke wie die “Guernica“ von Picasso haben aber dennoch fasziniert.
    Begonnen hat der Tag in der Stierkampfarena las Ventas, die wir mithilfe spanischer Audioguides und der Mediatorin Frau Herzer besichtigten. In dieser Kombination war die Tour recht lehrreich.
    Nach einem schweren Handyverlust, einer aufwühlenden Suchaktion und einem Happyend wurde der Besuch für beendet erklärt (nicht wegen dem Handy) und die Mittagspause konnte endlich beginnen.
    Wir nahmen die Gelegenheit war, ein weiteres Traditionsgericht zu testen und landeten in einer Tapasbar. Ich muss sagen, diese Tradition sagt mir durchaus zu.
    Jetzt darf der Abend ganz gemütlich auf einer hübschen Dachterasse mit sehr schöner Aussicht ausklingen.
    Ps: @Familie Wir müssen dringend nochmal zu diesem spanisch-deutschen Lokal;)
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  • Day4

    Aus- bzw. Ruhe- und Kühlzeit

    June 4, 2019 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    Ich nehme mir die Zeit und beginne diesen Footprint während ich auf meine typisch spanische Paella warte. Das ist eine Reispfanne, in meinem Fall mit Gemüse und Schrimps, insofern meine Bestellung richtig war.
    Dieses hoffentlich leckere und in jedem Fall landestypische Gericht wird in den schmalen, etwas unwegsamen aber sehr hübschen Gassen von Segovia genossen.
    Um dieses Touristennest zu erreichen, mussten wir zur Abwechslung schon um zehn vor Neun an der Bushaltestelle aufkreuzen, um danach eine halbe Stunde auf unseren Privatbus zu warten, welcher uns aus der Stadt raus und dann eineinhalb Stunden durch die bergige Pampa fuhr.
    Von mir aus könnten wir auch hier wohnen, es ist herrlich gemütlich und trotzdem belebt, bei deutlich nordmenschfreundlicheren Temperaturen.
    Um uns dieses Essen zu verdienen, besichtigten wir bisher eine antike Burg, bestiegen einen Turm und schlenderten noch durch eine imposante Kathedrale. Besagter Turmaufstieg war nervenaufreibend, da es nur eine sehr schmale und steile Wendeltreppe gab, die leider nicht als Einbahnstraße vorgesehen war, sodass es zu kritischen Engpässen und daraus resultierendem Stau kam...
    Die Aussicht auf karges und baumloses Land war aber sehr schön.
    Zu unserer großen Freude gab es Schatten, nur Frau Herzer legte eine Sonnenpause ein, in Spanien leidet man ja schließlich schnell unter UV-Mangel.
    Die Burg war stilecht und ausgesucht tourifreundlich eingerichtet (es sah alles so aus wie im Bilderbuch) und wurde von einer japanischen Reisegruppe geflutet.
    Die Kathedrale blendete in Goldtönen (und ich dachte immer evangelische Kirchen seinen weniger prunkvoll ) kann aber durchaus auch als architektonisches Kunstwerk betrachtet werden, zumindest von außen.

    Soeben traf mein Essen ein; ich hatte leider überlesen, dass es neben Schrimps auch Muscheln und Tintenfischringe beinhaltete...
    So kam ich jetzt in den Genuss festzustellen, dass mir Muscheln nicht schmecken, was schließlich auch eine wertvolle Erfahrung ist.
    Wenn man Sema und Janine glauben darf, waren allerdings weder die Muscheln noch die T-F-ringe von besonderer Qualität, es besteht also noch Hoffnung.
    Nach unserer gemeinsamen Zeit, bummelten noch alle in kleinen Gruppen durch das Städtchen, kauften Souvenirs oder fraßen sich durch die verschiedenen Köstlichkeiten. Ich habe alles in die Tat umgesetzt;)
    Der restliche Abend wird unspektakulär, wahrscheinlich werden wir uns die Zeit noch etwas im Einkaufszentrum unseres Viertels vertreiben.
    Buenas Tardes a todos! (Bitte leo.org einschalten:))
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  • Day3

    Das Prado oder Jesus, Könige und Essen

    June 3, 2019 in Spain ⋅ 🌬 32 °C

    Das Prado, angeblich sehr berühmt aber die Bilder sind doch irgendwie in jedem Museum dieselben. Sowohl Goya als auch Velázques und wie sie alle heißen haben eins gemeinsam, nämlich dass ihre Bilder genau drei Themen behandeln: Jesus, Königsfamilien und Essen (meist in Kombination mit Jesus oder Königen). Die Ausnahmen bestätigen in diesem Fall selbstverständlich die Regel. Dennoch gab es einige spannende Werke wie “die Toilette der Venus“;)
    Mein persönlicher Favorit ist aber das Werk von Hieronimus Bosch das für sein Alter faszinierend modern gestaltet ist und mich stilistisch an Picasso erinnert. Bitte für einen eigenen Eindruck “Garten der Lüste“ googeln (der Titel ist weniger picassotisch).
    Der Ausflug hat sich aber natürlich trotz der einseitigen Inhalte gelohnt, sonst hätte Frau Herzer ihn ja nicht geplant und wir wären nicht in den Genuss einer Fake-Monalisa gekommen. (Um ehrlich zu sein, das Louvre ist besser, das British Museum am besten, aber wir wollen Madrids Museen noch nicht abhaken, das Arte de la Reina Sophia kommt ja noch ).
    Bevor wir uns durch das wunderbar klimatisierte Gebäude bewegen durften, kamen wir in den lauten und ausgesprochen schrillen Genuss spanischer Schülerstimmen. Und von einer interessanten Art des Frühstücks.
    Aber fangen wir von vorne an. Nach dem altbekannten U-Bahn Stress wurde erstmal eine Zwangspause im Eingangsbereich einer madrilenischen Schule abgehalten, die von einer weiblich-überschwänglichen Begrüßung zwischen Frau Herzer und der dortigen Deutschlehrerin ausgelöst wurde. 15 Minuten lang blockierte unsere konsternierte Gruppe die Türe und starrte unbehaglich in der Gegend herum. Bis die spanischen Schüler kamen und uns erst volltexteten und dann ausquetschten, oder besser jeden der nicht bei drei aus ihrem näheren Umkreis geflohen war. Aber so sind die Spanier eben, sehr freundlich, sehr zuvorkommend und extrem...ausdrucksstark. Nach dieser ersten (vermehrt einseitigen) Begrüßung begann ein Rundgang bzw. Rundschlendern durch die Schule. Nach 20 Minuten gab es dann das “Frühstück“. Es handelte sich um Baguettescheiben  mit Rührei oder Wurst, wie üblich ohne Butter oder ähnliche Unterstriche, und Kekse. Und Kaffee. Guter.
    Dann standen erst alle um den Tisch herum und haben an etwas Wasser oder !Pfirsichsaft!genippt bis einer angefangen hat zu essen. Dann haben alle eine Kleinigkeit gegessen um dann wieder rumzustehen, damit keiner denkt man sei verfressen. Altbekanntes Phänomen.
    Nach dieser etwas unangenehmen Situation, wanderten wir auf den Schulhof und direkt in den Schatten um dort in zwei Gruppen entweder entspannt und still zu sitzen oder mit den Spaniern einen Monolog zu führen. Vom stillen Sitzplatz aus verstand man allerdings genauso viel oder wenig wie direkt daneben, da der Monolog in Bühnenlautstärke geführt wurde.
    Schließlich bequemten wir uns in Richtung eines schönen Stadtviertels, wo uns einer der Schüler an einigen Ecken und Häusern etwas über ein paar berühmte spanische Schriftsteller erzählte. Unter anderem über den Verfasser von Don Quichote, dessen Name ich schon wieder vergessen habe, ups.
    Zur allgemeinen Stimmungssteigerung wurde dann zur Mittags- beziehungsweise Eispause aufgerufen, um im Anschluss zum Prado zu laufen.
    Nach oben beschriebenem, höchstlehrreichen Aufenthalt wurden wir in den Retiropark geführt, in welchem zur großen Dankbarkeit unserer Beine nichts als Ruhen vorgesehen war.
    Hier wurde unsere Gesellschaft dann auch aufgelöst, einige fuhren noch in ein anderes Viertel um shoppen zu gehen, andere schlossen sich Herrn Eckert an und traten nach einer 3/4 Stunde chillen und Leuten beim Salsatanzen zusehen den Heimweg an. Der restliche Abend war dann individuell uninteressant ;P
    Auf eine Frage meines lieben Padres hin jetzt noch ein Exkurs in Sachen Frühstücken auf spanisch:
    Grundsätzlich halten die Spanier nicht viel vom frühen Frühstück, aber wenn, dann gerne bereits erwähnte Churros mit Schokoladensoße oder eine Art Muffins. Diese süßen fluffigen Dinger bietet unsere Gastmutter uns auch täglich an, aber an uns angepasst gab es am ersten Tag Toastbrot mit Marmelade und Frischkäse und heute eine Art salzigen Zwieback mit selbigem Aufstrich. Zusätzlich gibt es Milch für Lena und Grüntee für mich und bei Bedarf Orangensaft. Wir werden also satt und das ist schließlich die Hauptsache. Unsere Lunchbox besteht aus einem sehr sehr krustig-knusprigen-trockenem Baguette belegt mit Wurst, selbstverständlich ohne Aufstrich. Das macht es etwas a
    halskratzig aber hat wenig Einfluss auf das Sättigungsverhalten. Und es muss schließlich auch stehts genug Freiraum für kulinarische Köstlichkeiten bleiben;D
    Und nicht falsch verstehen, wir bedanken uns nicht ohne Grund täglich für unsere Mahlzeiten.
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  • Day3

    Primer Dia completa

    June 3, 2019 in Spain ⋅ ⛅ 30 °C

    Puhh, diese Temperaturen!
    Ich habe mich selten so auf eine Dusche gefreut...
    Aber im Moment kann man sich nicht wirklich beschweren, wir pausieren nämlich gerade ganz gemütlich in einem Park außerhalb der Stadt, den wir mit einer alten Seilbahn errreicht haben.
    Die Aussicht über die Stadt war sehr imposant, wenn auch durch altersschwache Ruckler in ihrem Spannungsgrad gesteigert. Durch freundliche Winkaktionen in Richtung der anderen Gondeln wurde die allgemeine Stimmung zusätzlich erhellt.
    Bevor wir aber zu diesem außerordentlichen Vergnügen gelangten durften wir noch den royalen Luxus des Palastes auf uns wirken lassen, ebenso wie die royalen Touristenmassen.
    So viele Kronleuchter und edle Vorhänge sieht man selten auf einmal. Um Vergleiche zwischen dem britischen und spanischen Königshaus zu ziehen bin ich zu müde, aber es gibt auf jeden Fall in beiden viele verschiedenfarbige Salons und hohe mit Marmor oder ähnlichem ausgekleidete Hallen und... natürlich das majestätische Fotoverbot. Welches aber glücklicherweise nur in den inneren Zimmern gilt und nicht allzu streng kontrolliert wird. Beziehungsweise durch geschicktes Umschauen, unauffällige Handyhaltung und eventuelles Dummstellen in Ausnahmefällen umgangen werden kann.
    Nach einer ausgiebigen Pause auf einem sehr bequemen Sofa im Vorraum der Toiletten ging es auch schon weiter in ein angeblich historisches Viertel (vor mir hat sich die Historik leider versteckt) und auf einen sehr großen Floh- und Streetfoodmarkt. Hier war eine Stärkung und ein individuelles Erkunden (eineihalb Stunden lang) vorgesehen. Einige nutzten die Zeit, um sich auszuruhen, wir nutzten die Zeit um über zwei große, berühmte Plätze zu einer Starbucksfiliale zu laufschritten und beinahe den Rückweg nicht mehr zu finden. Aber das muss man um des wundervollen Stadtfeelings Willen eben so machen. Nach dem Anfangs genannten Parkaufenthalt sollte es eigentlich eine Besichtigung der Plaza de Espana geben, die aber nicht stattfand, da der Platz beschlossen hatte, sich umbauen zu lassen und von außen mit der bullaugengespickten Umzäunung fatal an Stuttgart 21 erinnerte.
    Somit war das Programm frühzeitig beendet und wir durften uns noch einige Zeit frei bewegen bevor wir gesammelt zurück in unser Viertel fuhren. Diese Zeit verbrachten viele mit shoppen, wir mit essen. Beziehungsweise mit aufwendigen Rechnungen das Aufteilen der Kosten betreffend. Zu unserer Verteidigung: Churros sind eine unwiderstehliche Spezialität, die man probieren MUSS. Bei Unverständnis und Erbitten von weiteren Informationen bitte an Google wenden.
    Jetzt geht's ins Bett; nach über 16 km laufen durchaus verdient wie ich finde.
    Buena Noche!
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  • Day1

    Späte Ankunft

    June 1, 2019 in Spain ⋅ 🌙 30 °C

    Endlich im Flieger und auf der Strecke!
    Nachdem alle pünktlich waren, keiner lebensnotwendige Gegenstände nachgefahren bekommen musste und auch die Securitykontrolle ohne das Aufdecken von Flugzeugdieben verlief, war die Wartezeit doch recht lang. Über die Frage, ob das eher zur Beruhigung oder zur Aufregungssteigerung beitrug, lässt sich streiten. Bei den Meisten dürfte der stärkste Anstieg auf der Nervositätskurve der Start gewesen sein. Nach dem altbekannten kurzen Schwindel und den leicht unangenehmen Druckveränderungen stellte der Pilot unsere Ruhe mit einem schönen Kurvenmanöver auf die Probe. Hier gingen beim direkten Blick zur Seite, bei dem man keinen Horizont mehr sondern ausschließlich den Erdboden sah, mehr oder weniger verhaltene nervöse Lach-Anfälle und gedämpfte Aufschreie durch die Reihen. Aber nach ein paar Minuten war der spannende Teil auch schon wieder vorbei.
    Die Landung verlief ohne Probleme und vergleichsweise butterweich. Dann hieß es erstmal eine dreiviertel Stunde am Gepäckband stehen und warten bis jeder vom Klo zurückgekehrt war und durch sein Gepäck vervollständigt wurde.
    Anschließend kam der Klimaschock: vom wunderbar klimatisierten Flughafen auf die stickig-heiße Straße. Zu unserem Glück wurde der weitere Transport mit einem ebenfalls wunderbar gekühlten Bus vorgenommen.
    An einer Sammelstelle wurden wir dann alle rausgeschmissen und von den Gastmüttern abgeholt.
    Unsere ist sehr lieb und hat zwei Kinder. Die Wohnung ist klein aber absolut sauber und ordentlich und verfügt über ein Stockbett mit sehr bequemen Matratzen. Auf so einer mache ich mich gerade lang und freue mich über die Ruhe. Morgenfrüh sollen wir wieder zu der Sammelstelle kommen, von wo aus wir zusammen losgehen und die Stadt erkunden. Dreimal dürft ihr raten wer den Weg bestimmt nie  selber finden wird... Morgen haben wir noch einen Bonus, unsere Gastmutter bringt uns nämlich, aber danach... mal sehen☺
    Jetzt muss ich dringend schlafen oder es zumindest versuchen (es hat gefühlte 28 Grad) und Kraft für morgen sammeln.
    Ps: Wir haben übrigens W-lan😁
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