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Jersey

Einmal zu Fuss um die Insel Jersey Read more
  • Trip start
    July 29, 2026

    A very warm Welcome…

    July 29 in England ⋅ ☀️ 18 °C

    …begrüsste uns heute früh um 06:40 der Pilot der British Airways auf dem Flug über London Heathrow nach Jersey.
    Damit wir so früh in Basel den Flug nehmen konnten reisten wir bereits am Vorabend an und verbrachten die Nacht im Formule 1 Hotel praktisch gegenüber vom Euro-Airport.
    Der Flug vom London nach Jersey hatte leider 2h Verspätung… aber auch das kann man mit einem Glas Prosecco um 9 Uhr morgens gut überstehen 🫣
    Auch Jersey wurde von der Hitzewelle nicht verschont und es war bald über 30 Grad.
    Wir bezogen das Hotel und gingen etwas kleines essen.
    Dann gings noch in das nächste Lebensmittelgeschäft um Proviant einzukaufen.
    Es hatte keine Gaskartusche und wegen dem Feuerverbot kommt der Spritkocher nicht in Frage.
    Morgen ist die erste Etappe der Inselumrundung geplant.
    Für das Abendessen besuchten wir das Roseville Bistro, es gab Nudeln mit Hummer und Jakobsmuscheln… ein Traum😍
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  • Das Abendteuer beginnt

    July 30 in Jersey ⋅ ☁️ 19 °C

    Um 7 Uhr klingelte der Wecker – viel zu früh, aber die Insel wartet schliesslich nicht.

    Nach dem Frühstück schnürten wir zügig die Wanderschuhe und machten uns auf den Weg. Zuerst ging es gemütlich der Strandpromenade entlang, an Saint Helier vorbei bis nach Saint Aubin. Die ersten 8,5 Kilometer waren damit bereits im Sack – höchste Zeit für einen Kaffee und eine Cola. Schliesslich muss der Flüssigkeitshaushalt stimmen.

    Danach wurde es etwas ruhiger und deutlich weniger urban. Unser nächstes Ziel war die Batterie Lothringen aus dem Zweiten Weltkrieg – eine beeindruckende Anlage, bei der man sich gut vorstellen konnte, welche Geschichte dieser Ort erlebt hat.

    Mittlerweile meldete sich der Magen lautstark. Also stiegen wir hinunter zum Portelet Beach und genossen unser «Gourmet-Menü»: Pitabrot, gefüllt mit Paprika und Fleisch aus der Konserve. Zugegeben – die Erwartungen waren tief. Aber ganz ehrlich: Es schmeckte am Ende überraschend gut. 😂

    Frisch gestärkt ging es wieder hinauf über die Klippen und hinunter in die nächste Bucht. Da gerade Ebbe war, konnten wir quer über den Sand spazieren. Einfach traumhaft! Diese Weite, die Ruhe und das Gefühl von Freiheit – manchmal braucht es gar nicht mehr.

    In St. Brelade’s Bay belohnten wir uns mit einem Iced Coffee. Wandern ohne Belohnung funktioniert schliesslich nur in der Theorie.

    Danach hiess es nochmals Zähne zusammenbeissen: ein letzter Anstieg über die Klippen bis zum Leuchtturm am äussersten Zipfel der Insel. Diesen erreicht man nur bei Ebbe – also nichts wie los, bevor die Flut unsere Pläne durchkreuzt.

    Ein perfekter Schlusspunkt für diesen Wandertag. Und als wir direkt daneben eine Bushaltestelle entdeckten, waren wir uns erstaunlich schnell einig: Für heute hatten unsere Beine genug geleistet.

    Zurück im Hotel schlüpften wir noch in die Badekleider und hüpften ins Meer. Sagen wir es mal so: Die Erfrischung war… intensiver als erwartet. 🥶

    Glücklich, zufrieden und mit ordentlich vielen Kilometern in den Beinen liessen wir den Tag beim Griechen gemütlich ausklingen – das hatten wir uns definitiv verdient.
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  • Hart aber schön!

    July 31 in Jersey ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute Morgen waren wir die Ersten beim Frühstück – allerdings nur, weil wir den frühen Bus zurück zum gestrigen Etappenziel nehmen wollten. Dort angekommen zeigte sich der Phare de la Corbière noch bei Flut – ein herrlicher Anblick!

    Nach zwei Kilometern wechselten wir vom Küstenpfad auf den Sandstrand. Diesem konnten wir rund sechs Kilometer folgen. Mit dem Wind – da werden Erinnerungen an den Coast to Coast wach – war es zeitweise sogar richtig frisch.

    Nach dem Strand ging es zurück auf die Küstenpfade. Von einer Bucht zur nächsten, und jede schien noch schöner und wilder zu sein als die vorherige.

    Auch heute begegneten uns wieder zahlreiche Bauten aus dem Zweiten Weltkrieg. Als Schweizer sind wir zwar Bunker gewohnt – aber diese Dichte ist selbst für uns beeindruckend.

    Auf dem Crosnez Castle genossen wir – etwas windgeschützt – unser Mittagessen. Den wohlverdienten Kaffee gab es anschliessend im Plemont Beach Café.

    Bei Grève de Lecq mussten wir wegen eines Schiessbetriebs einen Umweg in Kauf nehmen. Am Devil’s Hole beschlossen wir schliesslich, die heutige Etappe zu beenden und den Bus zurück nach Saint Helier zu nehmen. Dort kauften wir noch rasch ein, bevor es zurück ins Hotel ging.

    Zur Abkühlung sprangen wir noch kurz ins Meer. Danach wartete das Abendessen – heute am Buffet im Hotel. Und wie es kommen musste: vieeel zu vieeeel gegessen! 😂

    So flach Jersey auf der Karte auch wirkt – die Küstenpfade haben es in sich. Schmale Wege, ein ständiges Auf und Ab und heute fast 800 Höhenmeter. Anstrengend? Absolut. Aber gleichzeitig einfach wunderschön! 🤩
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  • 18km Single Trails der Klippe entlang

    August 1 in Jersey ⋅ ☀️ 18 °C

    Auch heute klingelte der Wecker pünktlich um 7 Uhr. Wir waren natürlich wieder die Ersten beim Frühstück – schliesslich wollten wir den Bus am Busbahnhof nicht verpassen.

    Der Bus kam tatsächlich. Nur der Fahrplan meinte es nicht ganz so genau mit uns, weshalb wir eine Station zu früh ausstiegen. Egal – wir nahmen’s mit Humor und verbuchten die Extrameter als kostenloses Warm-up.

    Heute war der verflixte dritte Tag. Wie früher in den Skiferien waren wir etwas müde, und die Motivation wurde uns beinahe von den Möwen gestohlen. Da half es auch nicht, dass der Weg 18 Kilometer feinste Singletrails versprach – oder vielleicht gerade deshalb?

    Bis zur ersten Pause hatten wir ordentlich Gegenverkehr. Auf unserem Wanderweg fand nämlich ein Ultramarathon statt. Wir staunten nicht schlecht, wie leichtfüssig die Läuferinnen und Läufer an uns vorbeiflogen, während wir brav Platz machten.

    Fast alle bedankten sich freundlich. Unsere Gedanken waren dabei immer dieselben: „Nichts zu danken – wir wissen genau, wie sich das anfühlt.“ Nur mit dem kleinen Unterschied, dass sie nach zig Kilometern immer noch an uns vorbeiflogen, während wir schon beim gemütlichen Wandertempo über eine zusätzliche Pause nachdachten. 😂

    Zum Mittagessen gönnten wir uns eine Pause auf einem Felsen mit traumhafter Aussicht auf eine der unzähligen Buchten. Solche Momente erinnern einen sofort daran, warum sich jeder einzelne Höhenmeter lohnt.

    Zum Schluss hiess es dann: Beine in die Hand nehmen! Den Bus in Rozel wollten wir auf keinen Fall verpassen. Der Busfahrer sah uns den Hügel hinunterflitzen und hatte tatsächlich Mitleid – oder grossen Respekt vor unserer Sprinttechnik – und sammelte uns sogar noch vor der offiziellen Haltestelle ein. Unser Held des Tages! Oder wir sahen einfach so erledigt aus, dass er uns unmöglich stehen lassen konnte. 😂

    Zum Abschluss ging’s noch in die Drogerie, denn bei Ponchopalme kündigt sich leider eine Erkältung an. Hoffen wir mal, dass sie nur kurz Hallo sagen und gleich wieder verschwinden will.
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  • Strandwandern vom Feinsten

    August 2 in Jersey ⋅ ☁️ 20 °C

    Wegen des Sonntagsfahrplans durften wir ausschlafen und konnten erst um 9:29 Uhr den Bus nehmen. Das dachten wir zumindest. Als wir an der Haltestelle ankamen (es war eine andere als an den letzten beiden Tagen), stellten wir fest, dass die Haltestelle aufgrund von Bauarbeiten verlegt worden war. Als Touristen taten wir uns mit der Umleitung ziemlich schwer und verpassten deshalb den Bus. 😤 Also gingen wir zum Busbahnhof, damit wir dort schon am Start in den Bus einsteigen konnten.

    Die Strecke war heute komplett anders als gestern – viel urbaner. Es ging vorbei an schicken Villen und hübschen Cottages, bis wir schliesslich wieder am Strand landeten. In Gorey gab’s das Mittagessen ganz klassisch aus dem Rucksack – Gourmetküche für Wanderer. 😄

    Später gönnten wir uns in La Rocque noch einen Iced Coffee. Für beste Unterhaltung sorgten allerdings die Möwen. «Meins! Meins! Meins!» 🤣 Seit Findet Nemo kann man die einfach nicht mehr ernst nehmen.

    Die letzten Kilometer wanderten wir dank Ebbe wieder „Querstrandein“. Irgendwie macht es einfach mehr Spass, wenn der Weg nicht dort ist, wo er eigentlich sein sollte.

    Zurück beim Hotel gab es natürlich wieder das obligatorische kalte Bad im Meer. Zum Glück gibt es hier ein künstliches Meerwasserbad – sonst hätten wir gefühlt noch einen halben Kilometer weiter ins Meer laufen müssen.

    Zum Nachtessen entschieden wir uns noch einmal für den Griechen. Was sollen wir sagen? Der hatte uns beim ersten Mal schon überzeugt – und heute wieder. 😋

    Jetzt geniessen wir nach einer Flasche griechischem Wein unseren letzten Abend auf Jersey. Nach einem Wandertag darf man schliesslich auch mal eine ganze Flasche Wein trinken… also theoretisch. Uns geht’s jedenfalls blendend. 🫣🤣🍷 🇯🇪
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  • Heimreise und Fazit

    August 3 in Jersey ⋅ ☀️ 21 °C

    Um 10:25 Uhr ging unser Flug pünktlich von Jersey los. Am Flughafen London Heathrow überbrückten wir die vier Stunden Wartezeit mit einem Mittagessen und einem gemütlichen Kaffee. Danach saßen wir auch schon im Flugzeug nach Genf.

    In Genf erwarteten uns 30 Grad – und schon wünschten wir uns die angenehmen 23 Grad mit leichtem Wind auf Jersey zurück. 😅

    Uns hat Jersey sehr gefallen. Auch wenn der Weg kein offizieller Trail ist, lohnt es sich, ihn zu gehen. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich, bietet viele tolle Ausblicke und ist besonders für alle empfehlenswert, die Küstenwanderungen mögen.

    Dank des gut ausgebauten Busnetzes kann man problemlos ein Hotel in der Hauptstadt buchen und von dort aus die Etappen erreichen. Den Weg mit dem Zelt würden wir allerdings nicht empfehlen.

    Gerne hätten wir noch zwei Tage mehr gehabt, um die zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten der Insel zu entdecken. 😊
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    Trip end
    August 3, 2026