Joined September 2018
  • Day15

    Bimmah Sinkhole und Al Sifah Beach

    January 10 in Oman ⋅ ☀️ 25 °C

    Unsere Reise neigt sich dem Ende zu und so lassen wir es die letzten Tage ruhig angehen. Eigentlich wollten wir uns heut noch über abenteuerliche Straßen und Wege zu den malerischen Dörfern und spektakulären Wasserpools des Wadi Tiwi durchschlagen, aber wir entscheiden uns für eine gemütlichere Alternative.
    Als erstes besuchen wir das Bimmah Sinkhole. Was das ist? Letztendlich sowas wie die Zenoten in Mexiko: die Decke einer unterirdischen Höhle stürzt ein und hinterlässt ein Loch im Boden, das sich mit Wasser füllt. Das ist auch hier vor langer Zeit passiert. Ein herrlicher Platz um sich abzukühlen und im klaren Wasser eine Runde zu schwimmen. ☺️
    Das tun auch zwei junge Palästinenser, mit denen wir ins Gespräch kommen. Der eine lebt in der Schweiz, der andere schon über 20 Jahre im Oman. Es ist immer wieder schön, sich über den üblichen Smalltalk hinaus mit Menschen aus andern Kulturkreisen auszutauschen und so entwickelt sich ein tolles Gespräch über sprichwörtlich Gott und die Welt. Wir laden beide nach München ein und vielleicht klappt ja mal ein Wiedersehen. 👍

    Danach geht’s wieder an den Strand! Und schon die Fahrt nach Al Sifah ist wunderschön. Google lotst uns zwar erst auf eine Straße, die es nach 500 Metern nicht mehr gibt 😂, aber wir landen so auf einem Umweg, der sich durch traumhafte Berglandschaft, immer im breiten Talgrund entlang eines ausgetrockneten Flussbetts zieht. Manchmal lohnt es sich, auch mal vermeintlich falsch abzubiegen. 😬
    In Al Sifah angekommen, finden wir einen geschützten Platz am Strand und richten unser Abendessen her. Es ist die letzte Camping-Nacht und somit steht Resteverwertung auf dem Plan. Mit dem übrigen Mehl, unseren Resten aus der Kühlbox und einer Dose Thunfisch zaubern wir uns leckere gefüllte Brote. Eigentlich schon ganz ordentlich für ein Überbleibsel-Menü. Aber dann werden wir wieder von der unfassbaren Gastfreundschaft der Omanis überrascht: ein Einheimischer parkt seinen Jeep neben uns, steigt aus, begrüßt uns herzlich und bringt uns einen frischen Fisch! Geschuppt, ausgenommen, fertig unser Resteessen zum Galadinner zu verwandeln. Wie toll! 😊 15 Minuten später dann das gleiche Spiel: der Einheimische parkt wieder neben uns und bringt uns Feuerholz. Viel besseres als das was Pit in mühseliger Suche am Strand finden konnte. Wahnsinn! 😬 Und wir bekommen auch etwas skurril-gespenstische Info zu unserem Campingplatz. Unser Gast deutet auf mehrere rechteckig angeordnete Steine ca. 5 Meter von unserem Auto entfernt. Was es damit auf sich hat, erklärt er Pit so: er macht mit seiner Hand eine kleine Mulde im Sand, legt den Kopf quer und deutet einen „schlafenden“ Menschen an und schaufelt dann mit der Hand die Mulde wieder zu. Oookkkkeeeyyyy hier liegt also ein Toter im Sand (oder jemand schläft da unten - ähm eher unwahrscheinlich 😂). Uns wird noch eine fauchende Schlange in Pantomime dargestellt und somit wissen wir jetzt auch wie der arme Mensch gestorben ist. Aha... wollen wir überhaupt so viel Info zu unserem Nachtlager??? 😉
    Nach dem Essen bekommen wir dann noch einmal von unserem neuen Freund Besuch (wie ihr schon merkt, haben wir leider seinen Namen vergessen) und er bringt uns Tee und bleibt nun auch länger. Dank dem Google Übersetzer können wir uns sogar halbwegs mit unserem Gast „unterhalten“ und erfahren, dass er Fischhändler aus Salalah im Süden des Omans ist. Sein Auto muss in Maskat zur Reparatur und er schläft auch hier am Strand. Obwohl viele Omanis mittlerweile gut Englisch sprechen, kann er weder richtig lesen oder schreiben, noch eine Fremdsprache sprechen. Aber mit viel Herzlichkeit und Humor und dem Handy in der Hand, verstehen wir uns ganz gut. Was für ein schöner letzter Camping-Abend. ☺️
    Wir entscheiden uns, unserem neuen Bekannten unsere zu viel gekauften Lebensmittel, das übrige Wasser und einige Dinge, die wir uns noch zum Campen besorgt hatten, zu schenken. Als er uns am nächsten Morgen Kaffee bringt und wir ihm unsere Vorratskiste überlassen, ist die Freude groß. Er bleibt noch ein bisschen und bringt Pit ein Spiel im Sand bei, es ist ähnlich unserer „Mühle“. Was für ein Erlebnis und was für eine spontane Gastfreundschaft. Davon kann man sich eine Scheibe abschneiden. 👍

    Unsere letzte Nacht verbringen wir nun in einem Resort am Strand nahe Maskat. Leider ist das Wetter schlecht, aber wir wollen uns bei durchweg Sonnenschein im Urlaub mal nicht über ein paar Tröpfchen Regen am letzten Tag beschweren.

    Oman, Du warst bezaubernd und unfassbar herzlich zu uns! Bis bald, Du hast zwei neue Freunde! ❤️
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  • Day13

    Sur, Wadi Shab und Fins Beach

    January 8 in Oman ⋅ ⛅ 23 °C

    Auf unserem Weg die Ostküste des Omans entlang stoppen wir kurz in der alten Hafenstadt Sur. Sie ist bekannt für ihre Werften und den traditionellen omanischen Bootsbau. Ich kürze mal ab: davon ist nicht mehr viel übrig. 🙈😂
    Es gibt zwar mehrere Werkstätten am Wasser, die man mit viel Wohlwollen vielleicht auch Werft nenne könnte, aber die paar Arbeiter, die wir sehen, schrauben auch eher an Wracks rum als dass sie noch viele neue Boote bauen. Also, Haken dran an Sur und weiter.
    Nächster Halt ist das Wadi Schab. Ja... wieder ein Wadi. 😬 Es ist sehr bekannt und angeblich oft überlaufen, aber wir haben Glück. Mit einem kleinen Boot wird man vom Parkplatz zur anderen Seite des Flusses gebracht, wo dann der Wanderweg losgeht. Er ist zwar von Menschenhand befestigt, passt sich aber Gott sei Dank schön in die Natur ein. Auch die Menschen, die das Tal besuchen, verteilen sich angenehm über die Strecke. Das Wadi an sich ist großartig: weißer und ockergelber Fels, steile hohe Wände, viel Grün und Palmen - wieder einmal ein Paradies. Da wir noch etwas müde sind von unserer windigen letzten Nacht, haben wir kein Badezeug dabei. Am Ende der Wanderung an einem großen Wasserbecken angekommen, bereuen wir das allerdings ein bisschen. Hier soll es sogar versteckte Höhlen geben, die man am Ende des Pools über eine kurze Taucheinlage erreichen kann. Verdammt! Naja... beim nächsten Mal. 😉
    Für die Nacht stellen wir uns dann an den Fins Beach, ein Sandstrand neben dem gleichnamigen Ort und ein Traum! Tolles Meer, super Ausblick, warme Temperaturen und genügen Zeit zum Relaxen. Abends müssen wir wegen des wieder mal aufkommenden Winds zwar auch einmal umparken, aber das ist gleich erledigt. Der neue Platz, geschützt neben einer Felswand, bringt auch noch gleich eine super Feuerstelle mit sich und so verbringen wir wieder eine herrliche Nacht hier im Oman. ❤️
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  • Day12

    Wadi Bani Khalid & Hawer und Ras al Jinz

    January 7 in Oman ⋅ ⛅ 24 °C

    Nach unserem kleinen Ausflug in die Wüste fahren wir heute weiter zu einer sehr beliebten Sehenswürdigkeit: dem Wadi Bani Khalid. Und ja, ein bisschen schaudert uns immer, wenn ein Ziel unseres Trips als Muss deklariert ist. Hoffentlich nicht zu touristisch dort... Aber was das angeht, ist der Oman ja bisher sehr gut zu uns. ☺️
    Am Wadi angekommen (wer sich fragt, was diese Wadis eigentlich immer sind: das Wort steht für Flusslauf oder Tal), sehen wir als erstes ein großes türkises Wasserbecken mit Palmen und links und rechts hoch aufsteigende Steilwände. Eigentlich paradiesisch, ringsum aber aufbereitet mit betonierten Wegen, einem Café, Toiletten, Umkleidekabinen etc. Alles noch nichts gegen Attraktionen in anderen Ländern, aber natürlich belassen wär’s schöner. Wir wandern bis fast ans Ende des Wadis, für omanische Verhältnisse sind ganz schön viele Touristen unterwegs. Man könnte jetzt in eine Höhle hinabsteigen, aber da wir keine Stirnlampen dabei haben und ziemlich viele Leute die gleiche Idee haben, nehmen wir uns lieber Zeit für einen Geheimtipp.
    Im Wadi Damm hat uns eine britische Expat-Familie gesagt, dass es im Wadi Bani Khalid ein sogenanntes „lower end“ gibt, quasi eine Schlucht weiter unten am Wasserlauf, die sehr schön, aber kaum besucht ist. Wir fragen uns vor Ort nochmal durch und landen 10 Minuten später mit dem Auto am Eingang zum Wadi Hawer. 😬 Es sind hier nur ein paar Einheimische, die uns warnen, rechtzeitig die Schlucht zu verlassen falls Regen aufkommt. Fast ausgetrocknete Wadis können sich nämlich durch ihr großes Einzugsgebiet an Berghängen bei auch weiter entfernten Niederschlägen rasend schnell in reißende Flüsse verwandeln. Leider ziehen am Horizont graue Wolken auf. 😥 Wir fangen an, über die Felsblöcke und Spalten immer entlang eines kleinen Baches mit vielen Wasserbecken in das Wadi zu klettern. Es macht echt Spaß und es sind fast keine andern Leute da. Nur der Himmel macht uns etwas Sorgen... Als wir nach einiger Zeit hören, dass es bis zu unserem Ziel, einem traumhaften Wasserfall, immer noch ca. 20 Minuten sind, bleiben wir vernünftig, Pit nimmt noch ein schnelles Bad in einem tiefblauen Wasserbecken und dann kehren wir um. Schaaadeeee! Aber wir wollen ja auch nicht Schlagzeilen als zwei dumme Touristen, die im Wadi ertrunken sind, machen. 😂
    Weiter geht’s danach zu unserem Tagesziel: Ras al Jinz, dem quasi östlichsten Punkt der arabischen Halbinsel. Wenn es zeitlich klappt, wollen wir uns noch Meeresschildkröten ansehen. 😬
    Der Abend entwickelt sich allerdings etwas anders. Die Gegend hier ist tatsächlich sehr verlassen und besitzt eine rauhe, felsige Steilküste mit kleinen Sandbuchten dazwischen. Wir parken auf einem der Steinplatteaus hoch über dem Meer und essen bei tollem Sonnenuntergang in der Einsamkeit unser Abendessen. Hier ist es aber ganz schön zugig und so verkriechen wir uns bald in unser gemütliches Dachzelt. Doch dann zieht noch stärkerer Wind auf und wir müssen leider umparken und stellen das Auto etwas geschützter ab. Sollte ja jetzt passen... von wegen: der Wind nimmt unser Zelt immer noch ziemlich mit und wir stellen das Auto noch einmal anders hin. Jetzt aber... 😅 Es wird eine unruhige Nacht, da unser Zelt in den Böen wackelt und scheppert. Weder abends noch am nächsten Morgen haben wir noch so recht Lust auf Meeresschildkröten. Wir entschließen uns deswegen, diesen doch sehr öde Teil des Landes wieder zu verlassen und uns weiter nördlich an der Küste ein gemütlicheres Plätzchen für die nächste Nacht zu suchen. 😬👍
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  • Day11

    Jabal Al Akdhar und die Wüste

    January 6 in Oman ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach unserer lauen Nacht im Wadi Damm fahren wir heute gut 1300 Höhenmeter nach oben und besuchen das Jabal Al Akdhar Gebirge mit dem Sayq Plateau. Vorab haben wir von einigen Leute, im Internet und in unserem Reiseführer verschiedene Meinungen zu der Gegend gehört. Die einen Quellen sagen, es sei eines der schönsten Gebiete im Oman, mit mediterranem Klima, Obstplantagen, vielen kleinen interessanten Dörfern, tollen Wanderungen und den gastfreundlichsten Omanis in diesem eh schon so außerordentlich gastfreundlichen Land. Aber uns ist auch zu Ohren gekommen, dass die Region zubetoniert wird mit einem Hotel oder Ferienhaus neben dem nächsten und zu einer einzigen Baustelle verkommen ist. Wir versuchen trotzdem unser Glück. 🤞
    Dass wir die zu bewältigenden 1300 Höhenmeter auf einer breit ausgebauten brandneuen Teerstraße mit Touristen-Infocenter hinter uns lassen, gibt schon mal wenig Hoffnung, oben auf Ursprünglichkeit zu treffen. Und tatsächlich: das ganze Sayq-Plateau oben auf dem Jabal Al Akdhar ist eine Baustelle. Vergleicht man die Satellitenbilder in unserem Reiseführer, die weitgehend unverbaute Ebene mit kleinen Dörfern an Hängen zeigen, mit den ganzen Häusern, die mittlerweile hier hochgezogen wurden, reibt man sich fast ungläubig die Augen. 😧
    Wir ändern kurzfristig unseren Plan und anstatt mehrere alte Orte (die es so eh nicht mehr zu geben scheint) abzuwandern, nehmen wir uns etwas mehr Zeit für die Suche eines Platzes zum Übernachten. Und Gott sei Dank finden wir doch eine Gegend ganz ohne Bagger und Rohbauten. In einer kleinen Senke, neben einem uralten Baum schlagen wir unser Lager auf, Grillen und genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit. 😌

    Wo gibt’s noch mehr Ruhe und Abgeschiedenheit? Genau: in der Wüste! Somit geht’s für uns am nächsten Tag in die Sharqiya Sands oder Rimal al Wahiba, das 90 km breite und 200 km lange Dünengebiet im Osten des Omans. Wir haben eine Nacht im Desert Nights Camp gebucht, einer Art Hotelresort mitten in der Wüste mit an Beduinenzeltern angelehnten Bungalows. Quasi Wüste light in bequem und edel. 😬 Darf auch mal sein.
    Ca. 6 Kilometer fahren wir mit unserem Auto bis zum Camp. Da ist es wieder: Pits off-road Grinsen, wenn der Wagen auf der Sandpiste zu schwimmen beginnt. 😂 Nachdem wir unser „Beduinenzelt“ beziehen und den ersten Alkohol auf unserer Reise trinken (ja, ihr lest richtig: erster Alkohol an Tag 10 ☝️ Detox Dank Islam 🤣), wandern wir die ersten Dünen nach oben. Der Sand ist fein und angenehm warm und sogar ein kleiner Skarabäus krabbelt uns über die Zehen.
    Zum Sonnenuntergang bringt uns ein Jeep des Hotels dann auf eine andere Düne und wir bekommen einen Vorgeschmack, wie viel Spaß das Brettern über die Sandberge machen kann. Ach ja, der Sonnenuntergang war natürlich auch wunderschön. 😉
    Am nächsten Morgen darf Pit dann zwar nicht selbst ans Steuer, aber wir haben einen Heidenspaß beim Dune Bashing mit einem Fahrer des Hotels. Was das ist? Wildes Rumheizen mit dem Jeep auf den Dünen! Steile Anstiege, rutschige Abfahrten, Kurven, dass der Sand hoch aufspritzt und man denkt, man kippt gleich zur Seite weg. Klingt nach einem Männer-Auto-Testosteron-Ding... ist es auch irgendwie... aber es war soooo eine Gaudi!
    Zum Runterkommen wackeln wir dann noch 10 Minuten auf einem Kamel -äh um genau zu sein Dromedar- vor unserem Camp herum. Die Tiere sind riesig und das Aufstehen und Reiten ist eine wacklige Angelegenheit, aber spätestens jetzt fühlen wir uns ein bisschen wie echte Araber. 😉
    Unsere knappen 24 Stunden in dieser Region des Omans waren Wüste light. Leider fehlt die Zeit um auf eigene Faust weiter in diese unwirtliche und trotzdem bezaubernde Gegend vorzudringen. Aber wir schwören uns: sie hat uns bestimmt nicht das letzte Mal gesehen!
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  • Day9

    Wadi Damm

    January 4 in Oman ⋅ ☀️ 22 °C

    Nach den schönen Erlebnissen und den zwei Nächten im Hotel in Nizwa zieht es uns doch wieder raus in die Natur. Unser nächstes Ziel heißt deswegen Wadi Damm, nochmal im Nordwesten des Omans in den Bergen. ⛰
    In einem großen Supermarkt finden wir Feuerholz und Kohle und kaufen Fleisch für den Abend. Holz einfach so zu sammeln, kann in den kargen Bergregionen ganz schön mühselig werden.
    Ein Highlight des Tages begegnet uns dann gleich auf der Fahrt: Dromedare neben der Straße! Yeah, Orient!!!! 😬👍

    Wadi Damm gilt eigentlich noch als kleiner Geheimtipp, aber wir sind trotzdem nicht die Einzigen dort. Macht aber nichts, hier findet jeder noch sein Plätzchen um ungestört Campen zu können. Auch wir parken an einem ruhig gelegenen Winkel, perfekt gelegen neben einer Felswand auf der einen Seite und Sträuchern und Felsbrocken auf der anderen.
    Bevor wir uns einrichten und grillen, machen wir eine kleine Wanderung zu den Wadi Damm Pools. Dafür geht man ca eine Stunde die gleichnamige Schlucht hoch, immer an einem Wasserlauf entlang, der sich über die Jahrtausende in den Fels gegraben und glatten Stein sowie kristallklare Becken geschaffen hat. Schon auf dem Weg gäbs eigentlich genügend Möglichkeiten zum Schwimmen, aber wir kraxeln, springen und marschieren bis fast zur Quelle. Dort agekommen erwartet uns ein türkisfarbener Pool und nach ein bisschen Klettern und Suchen finden wir auch den Zugang. Also runter mit den Klamotten und rein ins Wasser (natürlich in Badehose und Badeanzug 😂)! Neben der angenehmen Erfrischung gibt’s hier viel zu entdecken: kleine Höhlen, Überhänge mit Farnen und Wasserfällen und Plätze zum Springen.

    Als uns dann irgendwann im Wasser zu kalt wird, treten wir den Rückweg an und Pit macht ein tolles Lagerfeuer. Wir lassen uns Fleisch und Salat schmecken und genießen den lauen Abend unter Omans Sternenhimmel. ✨
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  • Day8

    Nizwa

    January 3 in Oman ⋅ ☀️ 24 °C

    Gestern Abend sind wir in Nizwa angekommen, der ehemaligen Hauptstadt des Omans. Nach einigen Nächten Campen gehen wir für eine frische Dusche und zwischendurch gewissen Comfort für zwei Nächte in ein Hotel. Wir haben ein Apartment mit Küche, so dass uns nichts von unseren Vorräten kaputt geht und wir auch hier selbst frühstücken können. 👍
    Als wir gestern hier angekommen sind, haben wir wieder die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Omanis spüren dürfen. Ein Angestellter des Hotels hat uns wie Familie willkommen geheißen, uns Tipps fürs Abendessen gegeben (ein sehr guter Türke, bei dem wir gefühlt die Hälfte unseres eigenen Körpergewichts an Fleisch, Brot und verschiedener Meze verdrückt haben 😆) und uns erklärt, wie wir am besten Nizwa erkunden.
    Heute heißt es dann früh aufstehen, denn Freitage sind in Nizwa Markttage und wir wollen uns den berühmten Ziegenmarkt der Stadt nicht entgehen lassen. Als wir morgens um 7 dort ankommen, herrscht schon ein wahnsinns Gewusel. Aus der ganzen Umgebung der Stadt kommen Leute um neben Ziegen auch allerlei anderer Waren zu (ver-)kaufen. Soweit das Auge blickt nur Omanis in den langen weißen Gewändern, Autos, Tiere und Verkaufsstände. Von der Bohrmaschine über den Ziegenbock bis zu Silberschmuck kann man alles bekommen. Dazwischen wir und einige andere Touristen, die wohl auch gehört haben, dass freitags Nizwa der place to be im Oman ist. 😉
    Der ganze Markt findet draußen und in überdachten Markthallen statt, alles zusammen bildet fast ein kleines Dorf in der Stadt. Wir gehen als erstes zum Bereich in dem die Ziegen und Schafe gehandelt werden. Auf einem runden Platz führen die Verkäufer ihre Tiere im Kreis herum an den Käufern vorbei, die im Zentrum und am äußeren Rand der Fläche stehen. Es macht Spaß, zuzusehen wie begleitet von arabischem Stimmengewirr die Tiere präsentiert werden, die Käufer sie abtasten, wie man sich manchmal einig wird und oft auch nicht. 😊 Danach streifen wir noch eine Weile über den Markt, kaufen uns einen super Grillrost für die zukünftigen Lagerfeuer und leckere süße Datteln.

    Neben dem Markt, gibt es in Nizwa ebenfalls ein altes Fort im Zentrum der Stadt. Es ist kleiner als das in Bahla und wir denken, wir sind bestimmt schnell durch - aber da täuschen wir uns. Gott sei Dank. ☺️ Wir haben Glück und kommen gerade rechtzeitig zur ersten Führung des Tages. Eine junge Frau zeigt uns die ganze Festung und erklärt mit Witz und Charme die Besonderheiten der Anlage. Sie ist bereits komplett restauriert, es gibt Einrichtungsgegenstände und Ausstellungen zu bewundern. Wir lernen hier nochmal einiges über die Geschichte und Kultur des Landes. Am Ende unserer großartigen Tour, schreibt uns unsere Führerin sogar unsere Namen in arabischer Kalligrafie - na wenn das kein tolles Souvenir ist!
    Als wir dann das Fort in einen Vorhof verlassen, warten noch ein paar interessante Dinge auf uns: zwei Frauen backen für die Besucher köstliche Brote. Einmal einen Art Crêpe mit Frischkäse und Honig und dann noch eine Art mit Fleisch und Zwiebeln gefülltes kleines Brötchen. Mmhhhmmm, ein Genuss! 😍 Nebendran tanzen und singen Männer mit Schwertern und Gewehren in der Hand und füllen die ganze Festung mit ihrer traditionellen Musik. Da schauen wir gerne noch ein bisschen zu.

    Es ist erst früher Nachmittag als wir die Altstadt Nizwas Richtung Hotel verlassen. Wir haben viel gesehen und uns jetzt erst mal ein Nickerchen verdient. 😉
    Nizwa an einem Freitag ist definitiv eine Reise wert!
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  • Day7

    Al Hamra und Bahla

    January 2 in Oman ⋅ ☀️ 22 °C

    Nach unserer kleinen Tour auf dem Balcony Walk / Jabal Shams fahren wir nach Al Hamra. Angeblich gibt es hier eine interessante Altstadt zu besichtigen. Zunächst führt uns Google aber eher auf eine interessante Straße: am Ortsrand von Al Hamra stehen wir plötzlich auf einem Weg zwischen Feldern und Dattelpalmen und wir fühlen uns als wären wir direkt mitten in einen privaten Garten gefahren. Neben uns wieder die typischen Kanäle zur Bewässerung und geradeaus wird aus der angeblichen Straße nur noch ein schmaler Weg. Schnell wenden und weg! 😅
    Aber wir finden dann doch noch einen Parkplatz und erkunden Al Hamra. Es gibt einen neuen Stadtteil, in dem nun fast alle Bewohner leben und eben diese Altstadt, in der eine ganz besondere Stimmung herrscht. Zum Einen sind wir fasziniert von den zerfallenden Lehmhäusern, die vom früheren Leben hier zeugen und durch die sich ein Gewirr von Gassen zieht. Zum Anderen kommt man sich vor wie in einer Geisterstadt: betritt man manche Ruinen, finden sich noch Schüsseln, kaputte Möbel oder Kleidung. Die Decken der Häuser hängen durch oder sind ganz zerbrochen und so manche Treppe aus Lehm hat den Regenschauern der letzten Jahre nicht standgehalten und ist zu einer Rutschbahn verwaschen. 👻
    Wir fragen uns, wie es mit dem alten Al Hamra wohl weitergehen wird... löst sich die Lehmstadt nach und nach auf oder wird sie von einem Großinvestor gekauft und zu einem Luxushotel „umsaniert“? Wie so oft auf unserer Reise können wir uns beides vorstellen und hoffen das Beste.

    Apropos Sanieren... bei unserem nächsten Halt erleben wir was das angeht eine große Überraschung. Eigentlich wollten wir nur mal kurz einen Abstecher in das Städtchen Bahla machen, ohne zu große Erwartungen. Es soll dort ein schönes kleines altes Fort geben. Als wir aber neben einer riesigen beigefarbenen Lehmfestung parken, deutet sich schon an, dass hier etwas Größeres auf uns wartet. 😬 Die Burg von Bahla ist gewaltig und zählt sogar zum UNESCO Weltkulturerbe! Sie wird gerade noch teileweise saniert und leider gibt es auch noch nicht viel Infomaterial vor Ort. Aber die Wissenschaftler sind sich eh nicht sicher, wann und von wem dieses Fort hier hingebaut wurde. Wahrscheinlich bewegen wir uns gerade in Gebäuden aus dem 17. Jahrhundert. Fast eine Stunde lang erkunden wir die verschiedenen Räume, Gänge, Türme und Mauern und sehen dabei doch nur einen Bruchteil der ganzen Anlage. Der Baustil ist typisch arabisch mit Spitzbögen und Kuppeln, gleichzeitig sind die Mauern dick und wehrhaft. Inneneinrichtung gibt es hier keine und alles ist im gleichen Farbton des hellen Lehms gehalten, aber in unserer Phantasie sehen wir den Sultan auf seinem Thron sitzen, die Soldaten auf den Türmen Ausschau halten und die Frauen in der Moschee beten. Obwohl wir schon viele Burgen besichtigt haben, ist diese hier ganz anders und wir sind sehr froh, dass wir kurz in Bahla gehalten haben. ☺️
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  • Day7

    Jabal Shams

    January 2 in Oman ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute geht’s für uns hoch hinaus, wir wandern auf dem Jabal Shams, einem der berühmtesten Berge hier im Oman. Unser Auto hatte gestern mal wieder ganz schön zu tun bei der Steigung und der letzten Stunde auf unbefestigten Straßen. Pits Grinsen wurde dagegen mit jedem Kilometer abseits von Teer breiter. 😉 Oben angelangt fährt man immer entlang eines hunderte Meter tiefen Canyons an dem diverse Aussichtspunkte die Touristen anlocken. Nähe dieses Abgrunds haben auch wir einen schönen Platz zum Campen gefunden. Zwar gibt es hier oben auf dem Plateau wenig geschützte Plätze und der Wind pfeift einem um die Ohren, aber das ist egal bei dieser Aussicht und einem leckeren Abendessen.
    Dass wir aufkochen, hat auch der ein oder andere Ziegenbock mitbekommen, der immer mal wieder zum betteln vorbei kommt und neugierig in unseren Kofferraum schaut. 😂
    Heute schauen wir uns nun den Canyon aus einer anderen Perspektive an. Aus einigen möglichen Wanderungen hier oben, haben wir uns den Balcony Walk herausgesucht. Der Weg führt, wie der Name schon sagt, gute 4 Kilometer immer auf einem Absatz in der Canyonwand entlang. Links steigt die Wand empor und rechts geht es tief und steil in die Schlucht hinunter. Wirklich spektakulär und trotzdem null gefährlich. Mit jeder Biegung wechselt die Aussicht und gegen Ende wandert man sogar an verlassenen Lehmruinen vorbei. Der Balcony Walk ist die bekannteste Tour im Oman und wir hatten Angst, dass es zu überlaufen ist. Aber wenn man am Morgen vor den Gruppen da ist und die ganze Strecke bis zum Ende geht, erlebt man dich auch viele einsame und eindrucksvolle Momente in dieser wunderschönen Natur! 😊
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  • Day6

    Al Huta Höhle und Misfat al Abriyyin

    January 1 in Oman ⋅ ☀️ 21 °C

    Das neue Jahr startet für uns unterirdisch: wir besuchen die Al Huta Höhle. Nahe von Al Hamra ist das die Hauptsehenswürdigkeit: man fährt mit einem kleinen Zug zum Höhleneingang und kann dann darin rumlaufen. Zaher hatte uns schon gewarnt, dass der Zug wohl wie so oft nicht funktionieren würde und als wir morgens am ziemlich neuen Besucherzentrum ankommen, ist es tatsächlich so. 😂 Macht aber nichts, denn man marschiert in guten 5 Minuten auch zu Fuß zum Höhleneingang.
    Innen angekommen öffnet sich ein riesen Raum voller beiger Stalaktiten und Stalagmiten, großer vom Wasser blankgeschliffener Flächen und interessanter Gesteinsformationen. Ganz ungewohnt ist die konstant hohe Luftfeuchtigkeit hier, das hat man sonst im Oman selten. Mit einem Guide geht’s dann den rolatorbefestigten Weg 😉 entlang. Es ist eine tolle Höhle, aber das ist schade: der zugängliche Teil ist voll für Touristen erschlossen, ausgebaut und beleuchtet.

    Der nächste Stop auf unserem Weg durch den Oman führt uns dann in das malerische Bergdorf Misfat al Abriyyin, nördlich von Al Hamra. Dort angekommen, checken wir erst mal unser Outfit. Im Oman, vor allem in den traditionellen Orten, geht es nach wie vor züchtig zu: Knie und Schultern sind zu bedecken, bei Frauen wie Männern und Schilder weisen auch Touristen darauf hin, dies zu respektieren. Bei den Temperaturen um die Mittagszeit wäre jetzt anstatt einer langen Hose aber das traditionelle Gewand der omanischen Männer praktischer. Die meisten hier tragen einen Dishdasha (langes, meist weißes Kleid aus dünner Baumwolle) und dazu auf dem Kopf eine Kumma (bestickte Kappe) oder ein Massar (kunstvoll geknotetes Tuch). Die Frauen sieht man wie in den meisten arabischen Ländern in schwarzen langen Kleidern. Ob sie auch ihr Gesicht verhüllen, bleibt im Oman übrigens jeder Frau selbst überlassen.
    In Misfat al Abriyyin erinnert uns vieles an das Dorf von Zaher, das wir tags zuvor besucht haben. Wieder die verschachtelten Lehmhäuser, enge Gassen, Terrassen mit Dattelpalmen und ein kleines Fort über dem Ort. Auch die typische Wasserversorgung über gemauerte Kanäle kennen wir bereits. Es ist wunderschön, gekrönt mit einem weiten Blick auf benachbarte Dörfer und Berge. 🙌 Hier sind deutlich mehr Touristen und es wird auch viel gebaut und renoviert. Wir hoffen, dass trotzdem der einmalige Charme erhalten bleibt.
    Wir landen zum Mittagessen auf einer sonnigen Dachterrasse und lassen es uns schmecken. Stärkung ist auch nötig, denn wir fahren heute noch auf den Jabal Shams - den höchsten Berg des Omans. 😬
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  • Day5

    Mit Zaher in Bald Sayt

    December 31, 2019 in Oman ⋅ ☀️ 21 °C

    Das Canyoning war ein super Start in unseren Silvestertag. Und es geht nicht weniger interessant weiter: zu Mittag nimmt uns unser Guide Zaher mit in sein Heimatdorf Bald Sayt. Der Ort ist mehrere Hundert Jahre alt und die verschachtelten Lehmhäuser liegen an den Hängen einer kleinen Oase mitten in den Bergen. Um uns herum die hohen Gipfel, darunter die Terrassen auf denen die Bewohner alles anbauen, was man so zum Leben braucht und überall alte Dattelpalmen. Wir sind mitten im Oman anscheinend im Paradies gelandet. ❤️
    Zaher führt uns ein paar verwinkelte Stufen nach oben, öffnet eine alte Holztür und empfängt uns im „Wohnzimmer“ der Familie. Wir fühlen uns wie in einer Geschichte aus 1000 und 1 Nacht, denn wir nehmen in einem großen Raum Platz, ausgelegt mit bunten Teppichen, Bilder des Sultans und verstorbener Oberhäupter von Zahers Familie an der Wand und ringsum Kissen, die das Sitzen am Boden sehr gemütlich machen. Vor uns stehen Hühnchen, gewürzter Reis und Salat. Alles unfassbar lecker von Zahers Frau und Schwägerin gekocht. Traditionell gibt es nach dem Essen frisches Obst und dann süße Datteln mit einem Kaffee, der wie im Orient üblich, mit Kardamom gewürzt ist. Ein Gedicht! ☺️

    Nach dem Essen zeigt uns Zaher sein Dorf und führt uns durch die Gassen zu seinen Feldern. Hier kamen also die köstlichen Datteln von unserer Nachspeise her! Er baut außerdem noch Knoblauch, Getreide und Radi an und gibt uns davon auch etwas Proviant in einem selbstgeflochtenen Körbchen mit. Als wir denken, dass unser Tag eigentlich nicht mehr besser werden kann, zeigt uns Zaher das ausgeklügelte System aus gemauerten Kanälen (Falaj genannt), das Wasser von den Bergen in die Terrassenfelder leitet und wir steigen mit ihm zum zerfallenen kleinen Fort, das über dem Ort thront, auf. Dabei begleiten uns einige Kinder des Dorfes, die neugierig um uns herum wuseln. 😊
    Zahers und sein Bruder Rashid wollen ihr Geschäft mit den Touristen professionell aufziehen und wir bieten unsere Unterstützung beim Erstellen eine Homepage etc. an. Mal sehen, was daraus wird. Die Reise zu Zaher, seinem Canyon und seiner Heimat ist auf alle Fälle für uns jetzt schon eins der Highlights unserer Tour.

    Am Nachmittag machen wir uns auf und finden nach dem Pass über einige der höchsten Berge des Omans im Tal bei Al Hamra einen schönen Platz für diese Nacht. An Ufer eines kleinen Weihers parken wir, Pit macht Lagerfeuer und bei Würstchen, Mais und dem besten Stockbrot der Welt, lassen wir den Tag ausklingen. Und auch das Jahr 2019... ist ja Silvester. Und zwar das ruhigste (wir sind um 11 im Bett 😉) und nüchternste (es gibt hier nirgends Alkohol zu kaufen und ihn in der Öffentlichkeit zu trinken, ist auch verboten) seit langem. Auch mal nicht schlecht. 😊👍
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