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- Day 1
- Friday, April 11, 2025 at 3:00 PM
- ☀️ 17 °C
- Altitude: 537 m
GermanyEinsbach48°16’15” N 11°15’48” E
Und los geht‘s!

Wie aufregend! Endlich geht’s mal wieder auf Reisen und das erste Mal länger als ein paar Tage zu dritt. Wir wollen über den Bregenzer Wald und den Lago Maggiore ans Mittelmeer und uns dann immer westwärts zu (Schwieger-)Papa Gilles in der Nähe von Perpignan „vorarbeiten“. Bis Mitte/ Ende Mai haben wir Zeit, vielleicht klappt ja auch noch ein Abstecher über die spanische Grenze. 🤗
Mal sehen wie das wird, so ein Campertrip mit einem Baby. Gott sei Dank ist Momo bisher ein guter Autofahrer: meistens verschläft er die Zeit unterwegs. Außerdem lassen wir’s gemütlich angehen und nehmen uns einfach kürzere Etappen vor. 👶🏼
Seit wir im Dezember unseren Camper gekauft haben, hat Pit sehr viel Zeit und Herzblut reingesteckt. Vom selbstgebauten Weinregal, über Beamer und Leinwand bis hin zum Radlträger und allem was technisch halt an so einem Fahrzeug passen muss, hat er sich um alles gekümmert.
So starten wir super gerüstet zu unserem ersten Ziel: einem Bauernhof mit Ferienwohnungen und zwei Stellplätzen für Camper im Bregenzer Wald.
Zugegeben: wir sind später losgekommen als gedacht. Alles packen, den Camper tetrismäßig volladen, am Ende alles wiegen (und hoffen, dass für ein paar Fläschchen Wein noch genügend Luft ist 😬), daheim klar Schiff machen, zwischendrin Momo bespaßen etc etc. Aber die Sonne scheint, die Stimmung ist gut und somit: Los geht’s!Read more
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- Day 1
- Friday, April 11, 2025 at 6:00 PM
- ☀️ 16 °C
- Altitude: 754 m
AustriaBezau47°23’16” N 9°55’16” E
Wir sollten öfters in den Bregenzer Wald

Wenn man aus der Münchner Gegend kommt und irgendwie in den Süden fahren will, dann nimmt man schon fast automatisch die Route übern Brenner zum Gardasee. Als würde der gemeine Oberbayer gar keinen anderen Weg kennen. 😅 Ursprünglich hatten auch wir das vor und jetzt sind wir heilfroh, dass unser erster Stop im Bregenzer Wald liegt. Auf einem Hof oberhalb von Bezau bietet eine Familie Stellplätze für zwei Camper an. Die Aussicht ist phantastisch und uns fehlt es an nichts: im hofeigenen Selbstbedienungsladen gibt es Wurst, Käse und Getränke, aus einem Brunnen sprudelt bestes Bergquellwasser. Das findet der kleine Moritz auch am interessantesten, obwohl wir nur wenige Schritte von Hühnern, Hasen, Schweinen, Kühen und zwei Ponys übernachten.
Am ersten Abend passiert außer einer Brotzeit und dem Auf- und Abbauen und hin- und herräumen von Sachen im Camper nicht mehr viel. Anders sieht’s da im Dorf unter uns aus: eine Party von Jugendlichen mit zugegeben sehr schlechtem, dafür umso lauterem Musikgeschmack hält uns lange wach. 😅 Damit haben wir in dieser Idylle nicht gerechnet.
Am nächsten Morgen starten wir dann zwar mit Augenringen, aber auch schon ein bisschen routinierter im Camper in den Tag. Heut steht eine kleine Wanderung auf dem Programm. Erst mal müssen wir aber Wasser nachfüllen (ein Ventil stand offen - wir Anfänger 😂) und ein paar Sachen waschen (Momo hat beim Versuch, ihn zum Vormittagsschlaf hinzulegen, in sein Bettchen gekotzt 😆). Als wir dann aber losmarschieren, ist die Stimmung gut: die Sonne scheint und der Ort Bezau ist wirklich - -Achtung Wortwitz- BEZAUbernd! 😬 Hier gibt’s so viele wunderschöne Holzhäuser jeden Alters, tolle SB - Hofläden und einen kleinen Bach, an dem man entlang spazieren kann und den idyllische kleine Gärten säumen. Als wir nach einiger Zeit aus dem Ort in Richtung Wald abbiegen, lässt auch die Berglandschaft keine Wünsche offen.
Es ist unsere erste längere Wanderung mit Moritz und er macht das super. In seinem „Kraxen-Ausguck“ geht’s ihm prima und wenn er nicht schläft, schaut er munter durch die Gegend. Überhaupt muss Momo soooo viel entdecken und gucksen am ersten Tag, dass er kaum schläft. Aber trotzdem bleibt die Stimmung gut. 👍
Am zweiten Tag hier schauen wir uns vormittags Bezau nochmal genauer an. Immer noch genauso schön wie bei unserem ersten Eindruck! Wir sind noch vor der Saison und die geschlossenen Restaurants und sonstigen Touri-Angebote lassen erahnen, wie es hier im Sommer wohl zugeht. Den Trubel vermissen wir aber gar nicht und nehmen uns vom nächsten SB-Hofladen zwei Stück Sachertorte mit. 🥰
Am Nachmittag starten wir dann zu einer Wanderung, die uns wieder durch herrliche Natur führt. Spätestens jetzt sind wir sicher: der Bregenzer Wald hat uns nicht das letzte Mal gesehen!Read more
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- Day 4
- Monday, April 14, 2025 at 3:35 PM
- ☁️ 17 °C
- Altitude: 620 m
SwitzerlandRovray46°46’55” N 6°45’34” E
Das Wetter schickt uns in die Schweiz

Am Morgen starten wir erst mal zu einer kleinen Erledigungsrunde: Frühstück holen wir beim Bäcker (inklusive der weltbesten Nussschnecken von der Bäckerei Lukas Kleber in Bezau), dann geht’s ab in den Supermarkt, zum Baumarkt und zum Tanken. Alles klappt wunderbar und nach so vielen erledigten Aufgaben ist auch Momo ganz geschafft: er wird die drei Stunden bis zum nächsten Stop komplett verschlafen. 🥰
Aber da sind wir auch schon beim Thema… nächster Stop. Also eigentlich wollten wir ja als Nächstes an den Lago Maggiore und dann runter ans Mittelmeer nach Ligurien für ein bisschen Dolce Vita und Frühlingssonne… eigentlich… 😅 Aber das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Unsere geplante Route liegt unter einer riesen Schlechtwetter-Front. Wenn man‘s genau nimmt regnet und stürmt es die kommenden Tage fast überall zwischen Bodensee, Gardasee, Mittelmeer und Provence.
Aber zum ersten Mal merken wir, wie praktisch das Reisen im Camper ist. Wir klicken uns intensiv durch alle verfügbaren Wetter-Apps und planen die Route einfach der Sonne nach um. So landen wir für einen kurzen Zwischenstopp in der Schweiz oberhalb vom Neuenburger See. Auf einem Geflügelhof können wir stehen bleiben und der Stellplatz entpuppt sich als Glücksgriff: Es gibt ein Bad mit heißer Dusche, einen Kühlschrank mit Wein 😬 und einen Aufenthaltsraum mit voll ausgestatteter Küche. Alles picobello sauber und nur für uns alleine, denn heute Nacht steht hier niemand anderes. 👍 Auch das Wetter hält und so können wir sogar mit Blick auf den See den Grill anschmeißen! Der freundliche Bauer bietet Pit spontan eine Führung durch die Geflügelhalle. Ganz frisch sind zehntausende Küken angekommen und Pit erfährt wie man hier trotz Massentierhaltung den kleinen Hühnchen ein möglichst angenehmes Leben ermöglichen will. Ein spannender Einblick!Read more
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- Day 5
- Tuesday, April 15, 2025 at 1:05 PM
- ⛅ 16 °C
- Altitude: 584 m
FranceMontagny-les-Lanches45°51’35” N 6°2’54” E
Der Sonne nach Richtung Annecy

Auch heute fahren wir dem bisschen guten Wetter hinterher, das wir um uns rum finden können und so verschlägt es uns etwas südlich von Annecy in ein Dorf. Hier bietet ein Restaurant an einem kleinen See Stellplätze mit Strom, Wasser und Entsorgung für Camper an.
Neben uns parken nur wenige andere Wohnmobile und wir genießen die Ruhe. Da das Wetter bis in die Abendstunden hält, starten wir noch zu einer kleinen Wanderung und besuchen einen schönen Wasserfall.
Ein gelungener Tag, von dem es jetzt gar nicht so viel mehr zu berichten gibt. 😅
Einziger Wermutstropfen: das Restaurant, bei dem wir parken, hat leider Ruhetag. Sehr gerne hätten wir unser Abendessen auf die einladende Terrasse am See verlegt. Aber gut, vielleicht beim nächsten Mal. 😉Read more
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- Day 6
- Wednesday, April 16, 2025 at 2:49 PM
- 🌧 13 °C
- Altitude: 80 m
FranceChâteauneuf-du-Pape44°3’3” N 4°50’57” E
Im (vermeintlichen) Wein-Mekka

Das Wetter bestimmt auch heute unsere Reiseroute. Wo Richtung Südwesten ist ein bisschen Sonne zu finden, ohne dass wir all zu lange fahren müssen? Pit entdeckt, dass der für seine Weinberge weltberühmte Ort Châteauneuf-du-Pape all diese Bedingungen erfüllt - wie blöd auch! 😉😬
Also auf geht’s dorthin. Bei strömendem Regen fahren wir gute drei Stunden. Momo macht wieder super mit - ein echtes Reisebaby. Unseren Camper parken wir dann etwas außerhalb vom Ort auf dem Weingut Mousset. Noch bevor wir unseren genauen Stellplatz beziehen, finden wir uns schon in der ersten Weinverkostung und merken: anscheinend zahlt man hier einen gewissen Aufpreis für den weltbekannten Namen, denn die Qualität des Weins alleine rechtfertigt die hohen Preise nicht immer.
Wir wissen, dass heute der regenreichste Tag sein wird und trotzdem packen wir am frühen Nachmittag Momo in den Kinderwagen und spazieren in den Ort Châteauneuf-du-Pape. Nach wie vor sind wir vor der Saison und Vieles hat geschlossen. Das stört uns aber nicht. Hier ist quasi jedes Haus ein Weingut und im Sommer kann man sich einmal quer durch Châteauneuf verkosten. Nachdem wir uns einen ersten Eindruck verschafft haben, geht’s aber schnell wieder zurück zu unserem Camping-Stellplatz, denn es ziehen dicke Regenwolken und Wind auf.
Fazit: Châteauneuf-du-Pape kann man machen, muss man aber nicht. 😉Read more
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- Day 7
- Thursday, April 17, 2025 at 12:27 PM
- 🌬 13 °C
- Altitude: 26 m
FranceAvignon43°57’18” N 4°48’8” E
Sur le Pont d‘Avignon

Unser nächster Stop ist Avignon. Nachdem wir in Altstadtnähe auf einem schönen Campingplatz neben der Rhône geparkt haben, starten wir direkt zu einem ersten Rundgang. Es ist einfach traumhaft hier und nicht umsonst ist diese Stadt das Ziel von Touristen aus aller Welt. Wieder einmal sind wir happy, in der Nebensaison unterwegs zu sein. 👍
Über allem thront hier der mittelalterliche Papst-Palast, darunter liegt die verwinkelte Altstadt mit vielen Restaurants, Boutiquen und kulturellen Angeboten, umgeben von einer fast komplett erhaltenen Stadtmauer. Oft sind Orte, die solch bedeutende Touristendestinationen darstellen, entweder kitschig, sauteuer oder überladen mit chinesischen Plastiksouvenirs (oder alles zusammen). Aber hier kommt uns das ein bisschen anders vor: Avignon wirkt auf uns authentisch, die Läden sind fast durchweg französisch, die Snacks kosten weniger als an allen Stops davor und zwischen toller Gastronomie, vielen Theatern und mittelalterlichen Palästen begegnen uns junge Studenten und viel angenehme Coolness. Der Mix gefällt uns! ☺️ Da der Wind ordentlich bläst und sich immer noch ein paar Regentropfen zu uns verirren, treten wir aber dann doch den Heimweg an und überqueren mit der kostenlosen Fähre die Rhône. Die Anlegestelle liegt praktischerweise auf der Rückseite unseres Campingplatzes. Danach bleiben wir den Rest des Nachmittags im Camper und genießen ein bisschen die Ruhe in unserem fahrbaren Zuhause.
Wir haben uns mittlerweile echt gut eingegroovt und kommen super zurecht.
Naja fast… als Momo diese Nacht eine Flasche braucht, bemerken wir, dass unsere Heizung ausgefallen ist. Verdammt, bei 10 Grad Außentemperatur ist das keine gute Nachricht. Zudem ist der Fehler scheinbar nicht einfach zu beheben. Kurzum packen wir uns warm ein, holen Moritz zu uns ins Bett und verbringen eine unruhige Nacht (also bis auf Momo, denn der schläft wie ein Stein zwischen uns 😂). Ist es das jetzt schon gewesen mit unserer Reise? Die Temperaturen machen die Heizung zumindest nachts und mit Baby an Bord noch bitter notwendig. Außerdem ist Karfreitag: wie sollen wir über Ostern eine Werkstatt finden? 😔 Dann am Morgen die Erlösung: Gott sei Dank ist ein meisterlicher Ingenieur an Bord. 😅 Pit konnte an der Heizung einen Reset durchführen und sie läuft wieder. Hoffentlich bleibt das auch so. Gerädert, aber erleichtert starten wir nun nochmal in die Altstadt, die uns auch auf den zweiten Blick noch sehr gut gefällt.
Den dritten Tag in Avignon nutzen wir dann noch um uns im Umland ein bisschen umzusehen. Mit den Rädern geht’s eine Runde durch die Rhôneebene und für einen Abstecher ins hügelige Hinterland. Es ist eine gelungene kleine Tour: die Sonne scheint, die Radwege und Landstraßen sind frei von Verkehr und um uns rum wechseln sich Obstbäume, Gemüsefelder und Weinberge ab. Spontan verkosten wir auf dem Weg ein paar Weine. Sehr lecker und nur einen Bruchteil so teuer wie in Châteauneuf-du-Pape. 👍 Auf einem kleinen Markt nehmen wir uns Paella mit und lassen den Tag gemütlich auf dem Campingplatz ausklingen. Auch Momo ist die ganze Radltour glücklich und zufrieden und schläft oder grinst in seinem Anhänger. Erst als wir ihn auf dem Campingplatz baden, kippt mal kurz die Stimmung. 😉Read more

Schön beschrieben, wie immer! Danke Evi. Wir müssen dann auch mal bis nach Avignon fahren. Weiterhin schöne Reise und bis bald! [Gilles]
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- Day 10
- Sunday, April 20, 2025 at 1:04 PM
- 🌬 18 °C
- Altitude: 6 m
France43°34’24” N 4°18’48” E
Kurzer Zwischenstopp in der Camargue

Wir arbeiten uns weiter Richtung Süden vor. Wobei „arbeiten“ das völlig falsche Wort ist. 😉 Heut führt uns unser Roadtrip in die Camargue. Das ist das Schwemmland im Rhônedelta bzw. dort wo früher mal das Rhônedelta war. Und ja, diese Info ist von Wikipedia. 😅 Bei strahlendem Sonnenschein kommen wir in diesem absolut flachen Landstrich an, fahren vorbei an Lagunen, wilden Pferden, Stierherden und vielen Obst- und Gemüsefeldern.
Drei Mal dürft ihr raten, wo wir uns diese Nacht hinstellen… genau: auf ein Weingut. 😬😂 Camper sind hier herzlich willkommen und dürfen kostenlos auf einer Wiese zwischen Gutshof und Weinfeld (es sind hier wirklich keine WeinBERGE) stehen bleiben. Natürlich probieren wir auch gleich den hier erzeugten Wein und landen so beim bis dato leckersten Rosé unserer Reise.
Am Tag darauf geht’s bei bestem Wetter mit den Rädern nach Saint-Maries-de-la-Mer. Man könnte vielleicht meinen, so eine Ebene sei langweilig (vor allem wenn man so wie wir viel für Berge übrig hat), aber weit gefehlt: hier gibt’s viel zu entdecken. Schon nach wenigen Minuten fliegen mehrere Flamingos über uns und im Laufe des Tages werden wir noch viele weitere davon sehen. Aber auch Störche, Möven und wahnsinnig viele Vögel, die wir alle nicht kennen. 😅 Dazwischen immer wieder Pferdefarmen oder auch wilde Pferde am Wegesrand und Stiere. Die Gutshöfe sind teilweise wunderschön hergerichtet und im traditionellen Baustil dieser Gegend mit Reeddächern. Bilderbuch-Camargue! Man kann direkt von den Bauern Obst, Gemüse, Wein, Wurst, Pasteten, Nougat, Gewürze etc etc etc kaufen. Leider haben wir keinen größeren Kühlschrank. 😭 Aber hier lässt es sich wirklich sehr gut aushalten.
Unsere Radltour hält noch ein kleines Highlight bereit: einmal müssen wir die Fähre über einen Fluss nehmen. Eine lustige Abwechslung.
Mit der Ankunft in Saint-Maries-de-la-Mer sind wir dann endlich am Meer. Da plätscherndes Wasser bei Momo grad hoch im Kurs steht, findet auch er den Strand und die Wellen ganz toll. Wir gönnen uns in einem Restaurant mit Blick auf den Yachthafen ein leckeres Mittagessen und genießen die pure Urlaubsstimmung. Der Ort ist zwar touristisch aber weit entfernt von kitschig.
Pit zeigt Momo im Hafen natürlich gleich mal, was ein Segelboot ist und dass wir die toll finden. 😂 Da müssen wir den kleinen Mann direkt in die richtige Richtung lenken. 😬
Reisen mag Moritz jedenfalls schon mal. Auch heute ist er wieder super umgänglich, schläft viel oder schaut neugierig in der Gegend rum. Wirklich bisher sehr unkompliziert. Und ich hoffe, ich hab es jetzt nicht verschrieen. Wir werden sehen… 😉Read more
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- Day 11
- Monday, April 21, 2025 at 5:10 PM
- ☀️ 21 °C
- Altitude: 3 m
FranceMarseillan Plage43°18’35” N 3°32’46” E
Man spricht Deutsch… in Marseillan

Erster Camping-Stop wirklich am Strand: wir sind in Marsaillan-Plage angekommen. Uns hat im Vorfeld die Lage am Meer und der gut bewertete Campingplatz direkt hinter den Dünen überzeugt. Als wir ankommen, merken wir, dass hier fast nur deutsche Kennzeichen stehen, die Leute sprechen uns direkt mit einem herzlichen „Grüß Gott“ an, am Stellplatz neben uns steht eine Wäschespinne und der Hund der Nachbarscamper heißt Hansi. 😅 Ei ei ei, in einer so deutschen Spießer-Siedlung zu landen war nicht unser Plan. Aber was soll’s: die Sonne scheint und wir haben nur wenige Meter bis zum Meer. Um uns herum ist es grün und wir parken auf einer der oberen Terrassen des Platzes, die deutsche Spießigkeit überall nebenan ist eigentlich ein witziges Menschenkino. Und wenn wir ehrlich sind: so ein bisschen gehören wir ja auch selbst dazu wenn wir unsere Teppiche ausklopfen oder uns über Hunde aufregen, die auf dem Campingplatz nicht an der Leine geführt werden. 😉
Wir bleiben hier drei Nächte und genießen das Urlaubsfeeling am Strand. Tatsächlich ist es so warm, dass man in Bikini und Badehose am Meer liegen kann. Zumindest wenn der Wind etwas Gnade zeigt. Aber für Mitte April schon gar nicht schlecht. Auch Momo taugen die Wellen und Muscheln 🐚 sind sein neues Lieblingsspielzeug. So verbringen wir die Tage zwischen Strand und Camper und verlassen unsere kleine Welt nur für frisches Brot 🥖 oder leckeres Brathähnchen.
Aber als dann am Dienstagabend der Lautsprecher alle Camper zum Gratis-Sangria einlädt und sich eine deutsche „All Inclusive - Menschentraube“ bildet, merken wir: so ganz ist der klassische Campingplatz, auf dem man seine Nachbarn schon kennt und am liebsten seine deutsche Bratwurst auf den Grill haut, dann doch nicht unsere Welt. 😅 Wir bleiben in Zukunft lieber wann immer möglich auf individuellen Stellplätzen.
PS: Pit hat den Gratis-Sangria natürlich getestet. Rein interessehalber und für den Blog hier, versteht sich. Fazit: er schmeckt nach Kopfschmerzen 🥴
PPS: Hansi wurde an Tag 3 unseres Aufenthaltes aus Unachtsamkeit an den Camping-Klapptisch der Nachbarn angeleint und dachte sich wohl: das ist die Gelegenheit, ich fliehe, Freiheit!!!
Er sorgt für kurze Schnappatmung bei Herrchen und Frauchen als er mit seinen stattlichen 30 cm Höhe bei seinem Fluchtversuch den Tisch ein bisschen durch die Gegend schleift. 🤣Read more
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- Day 14
- Thursday, April 24, 2025 at 1:05 PM
- 🌬 16 °C
- Altitude: 101 m
FranceCarcassonne43°12’2” N 2°21’18” E
Carcassonne… sieht aus wie das Spiel

Kennt ihr das Spiel Carcassonne, in dem man möglichst geschickt mittelalterliche Städte bauen muss? Wir sind heute in der Vorlage dazu angekommen, im echten Carcassonne. Und was soll man sagen: es sieht hier wirklich so aus, als hätte sich jemand die Stadt in den schönsten Mittelalter-Phantasien ausgedacht. 🏰 Der Kern aus dem 12. und 13. Jahrhundert liegt auf einem Hügel und ist mit seinen Türmen, Burgmauern und Zinnen schon von weitem zu sehen. Alles ist so gut erhalten oder so schön hergerichtet, dass es ab und zu ein bisschen unwirklich rüber kommt, aber das soll einen nicht stören. Die Stadt ist deswegen nicht weniger beeindruckend. Am besten einfach mal kurz die Google-Bildersuche anschmeißen und nach Carcassonne suchen.
Kleiner Funfact: vor ein paar Jahren gab es ein Kunstprojekt, bei dem eine Folie in Form von Ringen auf die äußeren Türme und Mauern geklebt wurde. Wenn man an einem bestimmten Punkt stand, haben sich die verschiedenen Teile in der Sichtachse zu konzentrischen Kreisen zusammengesetzt. Die Folie wurde nach der Kunstaktion wieder abgezogen, allerdings wurde damit die Patina aus Moos und jahrhundertealtem Schmutz gleich mitabgerissen. So sieht man die Kreise immer noch. Irgendwie witzig, andererseits auch irgendwie ganz schön schade, dass man somit die alten Gebäude ziemlich verletzt hat. 🙄
Wenn ein Ort so viel her macht, dann bleiben die Touristen natürlich nicht aus. Man muss sich auch in Carcassonne darauf einstellen, dass man nicht der einzige Besucher in der Stadt ist und billige Souvenirläden oder auch überteuerte Kugeln Eis einfach dazu gehören. Aber solche Dinge lassen sich eigentlich ganz gut ignorieren, wenn man gleichzeitig so viel beeindruckendes, authentisches Mittelalterflaire erleben kann. Nur einmal… da geraten wir in eine Busladung von Rentnern von der Sorte „graue Dauerwelle und beigefarbene Jacken“ und fühlen uns kurz ein bisschen vom Massentourismus überrollt. 😅😉
Als wir dann aber in der Abendsonne unter großen Bäumen vor unserem Camper grillen, ist der Trubel mehr als vergessen.Read more
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- Day 15
- Friday, April 25, 2025 at 1:53 PM
- ☀️ 22 °C
- Altitude: 67 m
FranceSaint-Génis-des-Fontaines42°32’6” N 2°55’31” E
Familienbesuch ❤️

Unser nächster Stop war von vornherein fest eingeplant und wäre sicher auch beim miesesten Wetter nicht verschoben worden 😉: wir besuchen kurz vor der spanischen Grenze Pits Papa und seine Partnerin in Saint-Génis-des-Fontaines.
Ganz bewusst nehmen wir auf dem Weg von Carcassonne die Landstraße und lassen Blumenwiesen, schroffe Felsen und wunderschöne Dörfer an uns vorbeiziehen (gut, ungefähr 13 Millionen Euro an Mautgebühren auf französischen Autobahnen haben wir uns auch gespart 😅).
Gilles und Myrto heißen uns in ihrem schönen Häuschen mit paradiesischem Garten (hier gibt’s vom Feigen- bis zum Kakibaum ungefähr alles woraus sich leckere Marmelade machen lässt 🥰) herzlich willkommen. Was für eine wunderbare Abwechslung, obwohl wir uns mittlerweile auch im Camper wie Zuhause fühlen.
Hier in der Gegend gibt es eine Menge zu tun: wir besuchen die wunderschöne Hafenstadt Collioure und lassen uns durch die Gassen voller Künstlerateliers und Shoppinggelegenheiten treiben. Am nächsten Tag wandern wir ins malerische mittelalterliche Nachbardorf Laroque-des-Albères und futtern uns durch die Speisekarte einer Crêperie. Die Wanderwege waren auch ganz ok. 😆 Spaß beiseite: die Pfade entlang von kleinen Bächen und Wasserkanälen und den traumhaften Gärten, die von diesen versorgt werden, sind ein absolutes Highlight! Auch die Fahrräder packen wir wieder aus und machen eine abwechslungsreiche, tolle Tour über Argelès-sur-Mer am Strand entlang nach Canet-en-Roussillon und über die schönen Dörfer im Hinterland zurück nach Saint-Génis.
Zwischen all den Aktivitäten bleibt sogar noch Zeit um örtlichen Wein zu verkosten (Les Vignerons des Albères bietet sogar eine Wein-Tankstelle, an der man sich mit einem Zapfhahn die Kanister füllen kann und die Leute, die sich hier ihre 20 Liter für die nächsten paar Tage abholen, denen sieht man es zum Teil auch an… 😆 Aber keine Angst, so weit ist es bei uns noch nicht. 😅 ) und ganz viel Familienzeit. Momo braucht nur ein paar Momente um aufzutauen und fühlt sich die Tage bei Bopa und Myrto pudelwohl!
Gilles und Myrto, Danke Euch: für die vielen Eindrücke Eurer neuen Heimat, für die unzähligen (ungesunden😉) Leckereien, die ihr aufgetischt habt, für die gefühlt 40 Wäschen, die wir machen durften, fürs Gewinnenlassen von Pit bei Cabo 😬, für Euren lieben Umgang mit Momo und einfach wunderschöne Tage bei Euch!Read more
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- Day 21
- Thursday, May 1, 2025 at 3:20 PM
- ☀️ 23 °C
- Altitude: 343 m
SpainAgramunt41°47’55” N 1°8’13” E
Pferde, Fliegen und Regen…

…aber alles nicht so schlimm! 😅
Wir sind nach guten drei Stunden Fahrt und einer Mittagspause mit Grillhähnchen und Croquetas bei unserem ersten Stop in Spanien angekommen. Für eine Nacht parken wir gratis auf einem Pferdehof. Wir sind der einzige Camper, es gibt Strom und wir probieren zum ersten Mal unser Dachzelt aus. Fazit: schläft sich hervorragend da drin. 👍 Auch Momo scheint es am neuen Platz für sein Kinderbettchen auf unserem Hubbett im Heck des Campers gut zu gefallen. Er wacht trotz unserer Vorbereitungen fürs Frühstück erst nach 8 auf.😴 Aber gut, er hat auch viel erlebt und zum ersten Mal Pferde aus nächster Nähe gesehen. Er findet sie großartig, zumindest bis eines ganz in seiner Nähe laut wiehert. 🐴😰😅
Was wir nicht bedacht haben: wo Pferde sind, sind meist auch Fliegen und so jagt Pit unermüdlich alle Viecher, die sich in unseren Camper verirrt haben. 😅 Naja, gibt schlimmeres…
Das denken wir uns auch, als am nächsten Tag eine Regenfront heranzieht. Gegen das Wetter kann man nichts machen und wir wussten schon, dass es wohl keine Sonne geben wird. So nutzen wir den Tag um gemütlich einzukaufen und etwas Strecke zu machen. Es geht weiter Richtung Westen, Ziel in ein paar Tagen ist die spanische Atlantikküste. Entgegen der gewohnten Touristenrouten am Mittelmeer entlang, haben wir entschieden, uns eine andere Gegend des Landes anzusehen. Davon aber dann mehr in unseren nächsten Posts. 👍Read more

Obwohl Spanien seit Jahren auf meinen Reiseplänen steht, war ich bis jetzt nur einmal in Granada. Bin gespannt mehr von euch zu hören. Wünsche weiterhin spannende Erlebnisse. [Liette]

Ich habe ja jetzt erst alle eure Updates gelesen. So hatte ich auch viele schöne Reiseberichte auf einmal zu genießen:) Viel Freude euch weiterhin und schockt diesen Regen gerne mal hoch zu uns - wir könnten ihn gebrauchen. Eine herzliche Umarmung an euch und ganz besonders auch an meinen lieben Neffen! [Sarah]
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- Day 22
- Friday, May 2, 2025 at 2:06 PM
- 🌧 16 °C
- Altitude: 829 m
SpainViacamp42°8’7” N 0°37’5” E
Wandern im Congost de Mont-rebei

Es nieselt und ist windig als wir in Viacamp, einem kleinen Ort zwischen Saragossa und den Pyrenäen, ankommen. Gott sei Dank haben wir aber auch nicht mehr viel vor außer den Camper auf dem kostenlosen Stellplatz der Gemeinde parken, alles wie gewohnt von „fahren auf wohnen“ umbauen und Momo bespaßen. 😉
Ganz anders am nächsten Tag: bei bestem Wetter steht eine Wanderung im nahegelegenen Naturschutzgebiet „Congost de Mont-rebei“ an. Wir stellen den Camper an einem Parkplatz ab, schnallen Momo in die Kraxe und los geht’s. Gleich mal eines vorweg: dass wir unseren Filius immer bei Laune halten, dankt er uns auch dieses Mal wieder mit mehr als 5 Stunden entweder interessiert Kucken oder Schlafen auf Papas Rücken. Ein echtes Wander-Baby! ❤️
Wir haben ja schon bei unserer Anreise hierher die Natur um uns rum bewundert. Alles ist momentan grün, egal ob Wälder, Getreidefelder oder Blumenwiesen. Unterbrochen wird das Grün nur durch rötliche Felsen, die teilweise senkrecht in die Landschaft abbrechen. Aber was uns auf dieser Wanderung erwartet, toppt die ersten Eindrücke dieser Gegend nochmal. Nach ein paar hundert Meter finden wir uns nämlich in einem beeindruckenden Canyon wieder. Unten fließt ein türkisfarbener Fluss, rechts und links davon ragen die Felswände teilweise mehrere hundert Meter senkrecht nach oben. Und das Beste: wir wandern nicht einfach am Grund der Schlucht entlang, sondern unser Weg verläuft größtenteils in luftiger Höhe und ist als Nische in den Stein gehauen. Je nach Ängstlichkeit kann man entweder innen gehen und sich an einem Stahlseil festhalten, oder außen mit bester Sicht in die Tiefe. 😅 Aber der Weg ist breit und gut befestigt, so dass nie wirklich Gefahr droht. Die ganze Wanderung ist eher eine beliebte Touristenattraktion für die ganze Familie und gut besucht. Trotzdem verteilen sich die Leute angenehm über die Route. Es staut sich nur beim Highlight am Ende der Tour: einer Treppe, die ca. 100 Meter senkrecht an einer Felswand entlang in die Tiefe führt. Spektakulär und sicher nichts für Menschen mit Höhenangst. 😅
Wir sind tief beeindruckt von den Aussichten, die sich uns heut immer wieder bieten. Auch wenn die Wanderung am Ende anstrengender war, als gedacht, hat es sich mehr als gelohnt. Und ein kleines Souvenir davon haben wir auch noch ergattert: wir sind an massenhaft Rosmarin vorbei gelaufen und mit ein paar Zweigen davon schmeckt das Abendessen gleich doppelt so gut. ☺️Read more
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- Day 23
- Saturday, May 3, 2025 at 5:20 PM
- ☀️ 22 °C
- Altitude: 570 m
SpainAlquézar42°9’50” N 0°0’54” E
Wunderschönes Alquézar

Während wir hier so durch Katalonien und Aragon fahren, sehen wir sehr viele mittelalterliche Orte auf den Hügeln um uns herum. Schon beeindruckend, sich durch so einen geschichtsträchtigen Landstrich zu bewegen. 🏰 Und so machen wir Halt in Alquézar um uns eines dieser altehrwürdigen Dörfer genauer anzusehen.
Wir parken auf dem Campingplatz des Ortes und fühlen uns direkt sehr wohl. Der Platz ist in Terrassen angelegt, große Bäume sorgen für Schatten und etwas Privatsphäre, außerdem ist dank der Vorsaison noch nicht all zu viel los. Hier bleiben wir definitiv länger als eine Nacht. 👍
Ohne Zeitdruck können wir uns so tags darauf Alquézar anschauen. Die mittelalterlichen Steinhäuser des Ortskerns kleben eng an eng an den Flanken eines Hügels. An dessen höchster Stelle thront eine Kirche, die mehr wie eine Festung als wie ein Gotteshaus aussieht. Ähnlich wie in Carcassone fühlt man sich wie in eine Filmkulisse versetzt. Aber dabei kommt uns das Städtchen nie kitschig oder inszeniert vor. Wir laufen schlichtweg durch wunderschön erhaltene bzw. restaurierte Gassen, durch schattige Laubengänge und über kleine Plätze, auf denen die Leute in der Sonne Eis oder Tapas genießen.
Neben dem verwinkelten Ortszentrum hat Alquézar aber noch ein Highlight zu bieten: die Pasarelas del Vero. Dahinter verbirgt sich ein Rundweg vom Ortskern hinab in die Schlucht des Flusses Vero, ein Stück entlang des Wassers und wieder hinauf nach Alquézar. Das klingt jetzt erst mal unspektakulär, aber die kleine Wanderung hat auf gut 3 Kilometern so viel Schönes zu bieten, dass wir mit dem Staunen gar nicht mehr hinterher kommen. Der Weg an sich ist extrem abwechslungsreich. Wir spazieren über Treppen und kleine Brücken, auf luftigen Metall-Stegen, die an senkrechten Felswänden entlanglaufen oder einfach durch trockene Teile des Flussbetts. Dabei geht’s sowohl durch üppig bewachsene Hänge mit allerlei Vögeln und bunten Blüten als auch durch felsiges Gelände. Wir passieren eine große Höhle, die der Vero in den Stein gewaschen hat, mehrere Wasserfälle und Stromschnellen, die sich um riesige Findlinge winden und bestaunen das extrem türkise Wasser des Flusses. Zum Schluss gibt’s noch einen Aussichtspunkt auf einer Anhöhe, der einem nochmal einen schönen Blick in die Schlucht erlaubt. Sollte jemand von Euch mal nach Alquézar kommen, dann müsst ihr diesen Weg unbedingt gehen! 👍
Kleine Anekdote zu unserer zweiten Nacht in Alquézar: Es ist ungefähr 22 Uhr, wir liegen wieder gemütlich in unserem Dachzelt, Momo schläft schon länger friedlich in seinem Kinderbettchen auf dem Hubbett im Heck des Campers. Plötzlich ein lautes, kurzes Scheppern in der Küche! Oh nein, was ist passiert? Ist jemand Fremdes im Camper? Sehr unwahrscheinlich! Haben wir nicht Acht gegeben und Momo ist trotz diverser Vorsichtsmaßnahmen vom Hubbett gefallen? Gott sei Dank noch unwahrscheinlicher! Geister? Im mittelalterlichen Alquézar wahrscheinlich, aber in unserem Camper definitiv nicht!
Des Rätsels Lösung: Wir haben unseren Sauerteig von zuhause mit auf die Reise genommen, damit er nicht eingeht. Pit hat ihn heut gefüttert und zum Gähren an der Spüle stehen lassen. Leider war eine von Momos Brei-Schüsselchen zu klein dafür und der Druck unterm Deckel irgendwann zu groß. Folglich gabs eine kleine Sauerteig-Explosion. 😅 Die Sauerei hielt sich aber in Grenzen.Read more
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- Day 25
- Monday, May 5, 2025
- 🌬 17 °C
- Altitude: 318 m
SpainArguedas42°10’47” N 1°32’1” W
Western-Feeling in der Bardenas Reales

Wusstet Ihr, dass es in Spanien über 400 km² Halbwüste gibt, die mit allem mithalten kann, was man aus klassischen amerikanischen Western kennt? Pit ist bei seinen Recherchen genau da drauf gestoßen und somit stand unser nächster Halt fest. 👍
Die Nacht davor verbringen wir auf dem Hof eines Olivenölherstellers. Wobei „Hof“ eine echte Untertreibung ist: das große Anwesen auf einer Anhöhe betritt (oder „befährt“ 😅) man über eine Allee aus Palmen und Olivenbäumen, an einem kleinen See dürfen die Camper parken. Das Hauptgebäude ist modern schlicht renoviert und beherbergt neben Shop und Herstellung auch Räumlichkeiten zur Verkostung. Direkt nach unserer Ankunft nimmt Pit an einer teil und somit stehen auf unserer Camper-Inventarliste jetzt auch zwei Flaschen leckeres Olivenöl. 🥰 Ansonsten lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Leider sind wir alle drei ein bisschen erkältet, wobei es Momo am schlimmsten erwischt hat. Der kleine Kerl kämpft gegen Fieber und braucht heut extra viele Schmuseeinheiten. ❤️ Scheinbar hat er aber die Abwehrkräfte seiner Eltern geerbt. Schon am nächsten Tag ist das Fieber wieder weg und er grinst und wuselt rum als wär nie was gewesen. Wir sind also ready für unser Wüsten-Abenteuer.
Am Visitor Center der Bardenas Reales holen wir uns eine Karte ab und dann geht’s mit dem Camper auf eine Rundtour durchs Gelände. Da Frühling ist, kommt uns die Wüste anfangs grüner vor als erwartet. 😅 Aber je weiter wir reinfahren, desto mehr Western-Feeling kommt auf. Der Wind bläst uns staubige Luft entgegen als wir immer wieder halten um interessante Gesteinsformationen, schroffe Klippen oder spektakuläre Aussichten zu genießen. Bei der Fahrt über die Schotterstraße kommen zudem schöne Erinnerungen an die Carretera Austral in Chile auf. An einem Parkplatz lässt sich zwischen den Autos ein Fuchs blicken - auch das ist uns in Südamerika einmal passiert. 🥰
Über mehrere Stunden lassen wir diese besondere Landschaft auf uns wirken und zum Schluss der Rundtour steigen wir sogar für einen kurzen Spaziergang noch in einen kleinen Canyon hinab.
Das war ein echt lohnenswerter Zwischenstopp und wir konnten mal wieder Dinge sehen, die wir sonst noch nicht oft erlebt haben. 👍Read more
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- Day 28
- Thursday, May 8, 2025 at 1:30 PM
- ☀️ 16 °C
- Altitude: 447 m
SpainHaro42°34’39” N 2°51’23” W
Endlich wieder Zeit für Wein 😉: Haro

Wir haben schon lange nichts mehr über Wein geschrieben… also wird’s mal wieder Zeit. 😬😉
Unser nächster Stop dreht sich fast nur um Wein. Wir fahren nach Haro, der heimlichen Hauptstadt des Anbaugebiets Rioja.
Der Campingplatz des Ortes liegt praktischerweise zwischen den Weingütern rund um den Bahnhof von Haro und der Altstadt. Diese schauen wir uns nach unserer Ankunft auch direkt an. Fazit: das historische Zentrum hat seine besten Tage leider hinter sich. Das Wetter ist durchwachsen und wir sind zur Siesta unterwegs, aber trotzdem merkt man, dass der Fokus auf den Weingütern liegt und nicht darauf, die etwas runtergekommenen Häuser zu renovieren. 😅 Einen gewissen Charme hat Haro natürlich trotzdem, aber wahrscheinlich muss man abends vor Ort sein wenn die zahlreichen Bars und Restaurants offen sind und die Dunkelheit der Stadt schmeichelt. 😉
Am nächsten Tag starten wir dann unsere Entdeckungstour durch die Weingüter. Wir konnten leider nirgends mehr eine Führung ergattern, aber die Winzer lassen sich auch auf eigene Faust abklappern. Fast alle liegen im gleichen Viertel und sind nur wenige Schritte voneinander entfernt. Los geht’s beim jungen Weingut Tihom. Die Weine, super sympathisch erklärt von einem engagierten Mitarbeiter, hauen uns vom Hocker und werden auch am Ende unseres Aufenthalts in Haro auf Platz 1 rangieren. 🥰 Bei Muga, einem deutlich größeren, alteingesessenen Winzer, sind die Flaschen dann gleich mal doppelt und dreifach so teuer, aber überzeugen uns im Geschmack nicht. Wieder einmal zeigt sich, dass der Name halt nicht alles ist. Zum Schluss des Tages probieren wir dann noch Weine von den Bodegas Bilbaínas und sind wieder versöhnt: sowohl Weißwein und Rosé als auch der Rotwein überzeugen uns - schade dass wir nicht alles kaufen können. 😅
Vor allem haben wir am Tag drauf ja nochmal drei Weingüter vor uns, dieses mal mit Führung. Ei ei ei… 😂 Als erstes lernen wir CNVE kennen und sind vor allem vom sog. „Weinfriedhof“ beeindruckt. Im ältesten Teil der Keller wurden die besten Jahrgänge in der langen Firmengeschichte eingelagert. Unter einer dicken Schicht von Pilzen (es ist hauptsächlich Penicillin, wie Evi mit ihrer Allergie bei juckenden Augen und Kratzen im Rachen auch ohne den Hinweis des Guides erkannt hätte 😅) lagern die wertvollsten Flaschen, deren Herstellung teilweise bis ins Jahr 1810 zurückgehen. Wäre bestimmt interessant, davon was zu probieren, aber so spezielle Tropfen werden bei der anschließenden Degustation nicht angeboten. 😉 Ein weiteres Highlight des Tages erwartet uns bei der nächsten Führung durch die Bodegas Gómez Cruzado. Die Weine dieses kleinen Betriebs sind super und die Infos echt interessant. Aber Esti, die uns exklusiv zu dritt durch die Hallen und die Verkostung führt, toppt alles. Momo hat einen kleinen Durchhänger und ist etwas knatschig und Esti kombiniert ihre Tour mit Babysitting, bespaßt den kleinen Mann und macht sich für gute Stimmung erfolgreich zum Clown. Wir sind ihr anscheinend auch wirklich sympathisch und dürfen mehr Sorten verkosten, als eigentlich geplant. Rundum ein gelungener Besuch und absolut empfehlenswert! Was soll da noch kommen nach uralten Weinen und einem unfassbar herzlichen Empfang? Mal sehen… Unser dritter Winzer besticht durch seine Historie und die Lage, ausnahmsweise mitten im Zentrum von Haro. Wir starten die Führung in den ganz alten Höhlenkellern, die Manzanos, der älteste Betrieb der Stadt, zur Lagerung seiner Premiumweine nutzt. Immer die Treppen hinauf durch die verschiedenen Stockwerke geht es dann einmal durch den Produktionsprozess. Momo verschläft das alles in der Trage. Erst zum Tasting wird er wieder wach… kommt ganz nach seinen Eltern. 😅
So geht unsere Weinentdeckungstour in Haro zu Ende. Es war wirklich ein Erlebnis und wir haben einige echt gute Tropfen entdeckt, liebe Menschen kennengelernt, mehr Schein als Sein erlebt und ganz viel über die Historie dieses Ortes und seiner Winzer erfahren.Read more
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- Day 30
- Saturday, May 10, 2025 at 2:28 PM
- 🌧 17 °C
- Altitude: 6 m
SpainDonostia / San Sebastián43°18’57” N 1°59’22” W
Verliebt in San Sebastián

Wir waren ja schon in ein paar Ecken dieser schönen Erde unterwegs und manchmal sind wir an Orten, die treffen direkt mitten ins Herz. ❤️ San Sebastián (oder auf Baskisch „Donostia“) ist genau so ein Ort.
Nach unserer Ankunft Samstag Mittag stellen wir uns auf einen extra ausgewiesenen Camper-Parkplatz im Univiertel. Direkt erleben wir mal wieder die Freundlichkeit von anderen Campern (meistens „Boomer-Camper“ 😂), die zwar immer nett gemeint ist, aber oft auch haarscharf an aufdringlich oder fast schon übergriffig vorbeischrammt. 😅 Kaum den Motor abgedreht, steht eine deutsche Dame neben dem Fahrerfenster und weist uns darauf hin, dass der Parkautomat leider auch nach „einer halben Stunde Probieren“ nicht funktioniert. Keine Ahnung, was in dieser halben Stunde gemacht wurde, aber Pit kommt 3 Minuten später mit einem Parkticket zurück. 😂
Schnell also den Camper abgestellt und schon spazieren wir durch das Viertel Antiguo bis zum Atlantik-Strand. Unser erster Eindruck ist durchweg positiv: San Sebastián ist voller Leben, es liegt wunderschön zwischen den Ausläufern der Pyrenäen und dem Meer, es ist sauber und die Häuser beeindrucken mit interessanter Architektur (egal ob Villa aus dem 19. Jahrhundert oder supermoderne Bibliothek) und die Menschen, die uns begegnen wirken sehr happy. Das wundert auch nicht, hat San Sebastián doch einen der höchsten Lebensstandards in ganz Spanien. Wirtschaft und Tourismus florieren im Baskenland und besonders rund um diese Metropole und spülen ordentlich Geld in die Kassen. Der Stadtstrand (eigentlich sind es drei große Buchten) gilt als einer der schönsten der Welt und die Gastronomie ist in jeder Preisklasse ausgezeichnet, egal ob in einem der vielen Sterne-Lokale (haben wir nicht probiert) oder den unzähligen Pintxo-Bars (haben wir probiert und das nicht zu knapp 😅). Diese ersten Eindrücke machen sehr viel Lust auf mehr. Leider steht uns am ersten Abend aber ein kräftiger Regenschauer bevor und Momo braucht noch ein Nickerchen und so ziehen wir uns am späten Nachmittag in den Camper zurück.
Wir haben ja auch noch den ganzen Sonntag um San Sebastián weiter zu erkunden. Das Wetter soll den Tag über super sein und wir sind mehr als motiviert. 😬 Los geht’s mit einem Spaziergang entlang der Küste bis zum Aquarium. Es sind an diesem Morgen wahnsinnig viele Menschen auf den Beinen. Einige Straßen sind für einen Benefizlauf der Krebshilfe gesperrt, an dem ein paar Tausend Leute teilnehmen und am Strand messen sich Kinder-Mannschaften im Rugby. Zwischendrin Touristen, Studenten und sonstige Einheimische, die einfach die Sonne genießen. Die Stimmung ist wirklich sonnig-sonntaglich. ☀️
Das Aquarium der Stadt ist sehr beeindruckend. Durch den Museumsteil (Schiffe, Walfang, Ruderregatta 😅) gehen wir relativ schnell, denn wir wollen die Fische sehen! Hier gibt’s alles: von kleinen Becken mit Haifischeiern bis zum riesengroßen Wassertank mit bunten Tropenfischen, Rochen und den Eltern der Haifischeier 😅. Dabei schaut man sich die Tiere nicht nur durch ein Fenster an, sondern geht durch einen gläsernen Tunnel direkt durch das Wasserbecken. Das beeindruckt nicht nur unseren Moritz. Das Aquarium in San Sebastián ist definitiv einen Besuch wert. 🥰
Nach so viel Kucken ist schön langsam Zeit für Mittagessen. Wir gehen dafür unweit des Hafens in die Altstadt und finden uns im Pintxo-Paradies wieder. Pintxos sind quasi die Tapas dieser Gegend. Ein Pintxo ist fast immer eine Scheibe Baguette mit irgendwas leckerem oben drauf. Eine Bar reiht sich hier an die nächste und bietet genau diese Häppchen an. Überall drängeln sich die Leute bis in die Gassen um Getränke und die kleinen Kreationen zu genießen. Es scheint, als sei die ganze Stadt und alle ihre Touristen gerade gleichzeitig unterwegs um sich einen Snack schmecken zu lassen. Das klingt jetzt vielleicht stressig, ist es aber gar nicht: die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich. Man trifft hier alle von der Oma bis zum kleinen Baby und jeder scheint eine gute Zeit zu haben. Auch wir futtern uns durch so einige beeindruckende Pintxos (was nicht alles auf eine Scheibe Baguette passt! 😂) und lassen uns dazu ein kühles Bier schmecken. Ja ihr lest richtig: KEIN Wein zur Abwechslung. 😉
So gestärkt lassen wir uns noch einige Zeit durch das Stadtzentrum treiben, besuchen den Surferstrand, entdecken kleine Galerien mit toller Kunst, coole Klamotten-Geschäfte und so manch verführerische Patisserie.
San Sebastián, Du bist eine Stadt voller Lebenslust und vereinst so viele schöne Dinge an einem Ort. Meer, Berge, Kultur, Kulinarik und glückliche Menschen. Du hast wahrscheinlich noch sooo viel mehr zu bieten, wofür unsere 48 Stunden leider bei weitem nicht gereicht haben. Wir müssen also wieder kommen! ❤️
Kleiner interessanter Nachtrag:
Baskisch ist neben Spanisch die zweite offizielle Amtssprache hier und begegnet einem überall. Der Ursprung der baskischen Sprache (auch Euskara genannt) ist bis heute allerdings eines der größten Rätsel der Sprachwissenschaft. Euskara ist eine sogenannte isolierte Sprache. Sie hat keine bekannte Verwandtschaft zu anderen Sprachen der Welt. Sie war schon vor der Ankunft der indoeuropäischen Sprachen (wie z.B. Latein) in Europa vorhanden und Baskisch ist vermutlich die letzte lebende Sprache aus prähistorischer Zeit in Westeuropa. Man denkt, dass sie schon vor mehr als 5000 Jahre in annähernd heutiger Form gesprochen wurde.Read more
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- Day 32
- Monday, May 12, 2025 at 4:04 PM
- ⛅ 20 °C
- Altitude: 149 m
FranceDeyme43°29’12” N 1°31’60” E
Das Wetter ändert wieder unsere Pläne

Evi & Pit: „Ach das Mittelmeer, das kennen wir ja schon ein bisschen. Egal ob Südfrankreich oder die spanische Küste… schon gesehen. Lass uns an den Atlantik fahren. Da gibt’s viel zu entdecken! Und danach zur Abwechslung mal quer durch Frankreich. Nicht immer in die Provence…“
Wetter: „So ihr zwei, ich mach hier die Regeln! Ich bin am Atlantik viel unbeständiger und momentan auch bissl kühler. In Südfrankreich habt ihr Sonne und 25 Grad. Und ich kenn Euch doch: der Rosé aus der Provence schmeckt Euch doch super.“
Na gut, gegen das Wetter kann man nichts machen und schön langsam müssen wir uns eh wieder auf den Weg Richtung Heimat machen. 😅 Also schnell zurück, kurzer Zwischenstopp nahe Toulouse und dann ab ans Meer. Aber davon beim nächsten Mal Meer… äh… mehr. (Fünf Euro in die „Schlechter-Wortwitz-Kasse 😬)Read more
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- Day 36
- Friday, May 16, 2025 at 2:23 PM
- ☁️ 19 °C
- Altitude: 12 m
FranceSaint-Cyr-sur-Mer43°10’19” N 5°41’50” E
Wein, Wandern, Wundern

Es geht weiter an den nächsten Strandort in der Provence: nach Saint-Cyr-sur-Mer und somit in eine echte Bilderbuchlandschaft! Das Wasser der Buchten ist türkisgrün, Steilküste und Sandstrände wechseln sich ab. Im Hinterland liegen prächtige Weingüter zwischen pinienbewachsenen Hügeln auf denen mittelalterliche Dörfer thronen. Schöner kann man sich die Provence nicht ausdenken. ❤️
Wir finden Platz auf einem Camping ein paar Meter vom Strand entfernt und werden dort die mieseste Gastfreundschaft erleben, die uns jemals untergekommen ist. Aber dazu später mehr, denn Gott sei Dank ist das erst beim Check-out passiert. Cliffhanger… 😅
An unserem ersten Tag setzen wir uns aufs Radl und erkunden das Hinterland. Neben der oben beschriebenen wunderschönen Natur, ist vor allem die „Weingutdichte“ der Wahnsinn. 😂 Alle 300m eine Domaine und bei vielen ausgezeichnete Weine. Keine Angst, wir haben nicht alle probiert, aber uns ein bisschen damit beschäftigt. Und der ein oder andere Tropfen landet auch heute wieder als „Beifahrer“ in Momos Radlanhänger. Wer Tipps will, einfach melden. Diesmal wird das hier kein Wein-Post. 😉 Zum Mittagessen kehren wir im beschaulichen La Cadière d‘Azur ein. Im Ortszentrum finden wir zufällig den wahrscheinlich freundlichsten Kellner ganz Frankreichs, wenn nicht ganz Europas. ☺️ Momo wird hofiert, wir werden von A bis Z betüdelt und das Essen ist köstlich! Ein gelungener Tag!
Am nächsten Morgen plagen Momo leider heftige Zahnschmerzen. Da bohrt sich gerade so einiges im Oberkiefer durch und der kleine Kerl hält sich wirklich tapfer. Nach ein paar Stunden und einem Nickerchen ist das Schlimmste überstanden und wir starten zu einer kleinen Wanderung an der Steilküste entlang. Immer wieder haben wir einen spektakulären Ausblick aufs Meer und der Weg macht Spaß zu gehen.
Am Abend gehen wir dann mit Momo das erste Mal Cocktails in einer Strandbar trinken. Ein MaiTai für Mama und Papa und eine leckere Milch für den kleinen Herren. 😬 Ihm scheints richtig gut zu gefallen. Ein echtes Reisebaby. 🥰
So geht dann am nächsten Morgen unser schöner Stopp in Saint-Cyr-sur-Mer zu Ende. Eigentlich war alles super, bis wir beim Verlassen des Campingplatzes noch eine bodenlose Frechheit erleben. Wir hatten bisher noch nicht viel Kontakt mit dem Personal, aber mit Freundlichkeit hat hier niemand geglänzt. Lustlosigkeit und Genervtheit treffen schon eher zu. Wie gewohnt wollen wir an einem Wasserhahn noch unser Frischwasser auffüllen als plötzlich einer der Mitarbeiter etwas dagegen hat. Wir sind nicht etwa am falschen Hahn oder so, er lässt uns einfach gar kein Wasser auffüllen. Geht’s noch? Als Pit darauf besteht, schimpft, schreit und flucht der Herr wie vom andern Stern. Außerdem wird er sogar aggressiv und droht Pit. Wer glaubt dieser Typ eigentlich wer er ist??? Wir müssen am Ende wirklich unverrichteter Dinge abziehen.
Schade, aber hierher wird es uns nie wieder verschlagen. Und euch hoffentlich auch nicht: Camping Baumelles. 👎Read more
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- Day 39
- Monday, May 19, 2025 at 2:51 PM
- ☁️ 22 °C
- Altitude: 6 m
FranceBormes-les-Mimosas43°6’55” N 6°21’34” E
Immer am Meer lang - Bormes-les-Mimosas

Südfrankreich hat einfach so viele schöne Flecken zu bieten! Das wird uns auch bei diesem Stop wieder klar.
Wir sind drei Nächte auf dem Camp du Domaine direkt am Meer bei Bormes-les-Mimosas. Für die erste Nacht konnten wir sogar einen Stellplatz direkt am Meer ergattern! Es ist traumhaft: wir kucken auf Sand uns Wellen und Momo spielt mit bester Aussicht auf seiner Decke. ❤️ Auch die zwei darauffolgenden Nächte haben wir einen schönen Platz, zwar ein paar Reihen dahinter, dafür unter schattigen Bäumen und ein bisschen erhöht und somit auch mit Meerblick. 🌊
Einen Tag machen wir bei bestem Wetter eine wunderschöne Radltour. Dabei passieren wir die wahrscheinlich schönste Serpentine ganz Frankreichs im historischen Zentrum von Bormes-les-Mimosas (Platanen, kleine Straßencafés, ein Markt und Bougainvillea, die sich an hübschen Gründerzeithäusern hochranken). Danach radeln wir auf der alten Bergstraße „Route des Crêtes“ und genießen den quasi nicht vorhandenen Verkehr und die traumhaften Ausblicke auf die Buchten und Dörfer unter uns. 🙌
Klingt alles perfekt, oder? War es auch… fast. 😅 Wir haben im Vorfeld nicht kapiert, wie unfassbar groß unser Campingplatz ist. Es ist das All inclusive -Paradies für Camper, das vor Ort alles bietet vom Laden über Gastronomie bis zum Friseur, so dass man das Gelände nicht verlassen muss. Das wiederum ist so weitläufig, dass man je nach Parzelle schon mal 20 Minuten zur Rezeption oder zum Strand braucht. Es fährt sogar ein eigener Bummelzug über den Platz, der die Urlauber von A nach B bringt! Alle waren sehr freundlich, wir hatten auch wirklich schöne Stellplätze und eine gute Zeit. Aber dieses „Massencamping“ ist einfach nichts für uns. Dazu kam dann noch die hohe Dichte an Landsleuten, die sich schon beim Einparken ihre Besserwisser-Kommentare nicht verkneifen können. Naaajaaaa… 🙄
Und ein paar Stunden nach unserer Ankuft hatten wir ein bisschen Pech mit dem Wetter. Am ersten Abend zieht starker Wind auf und am nächsten Vormittag gewittert es und schüttet wie aus Kübeln! Die Wege des Campingplatzes verwandeln sich in Sturzbäche und das Meer ist dramatisch aufgewühlt. Irgendwie hat das was. ☺️ Aber leider führt das Unwetter dazu, dass die Tage darauf die Strände für Aufräumarbeiten gesperrt sind und während der Radltour und unserer Weiterfahrt sehen wir, dass es einige Orte ganz schön erwischt hat und massenhaft Schlamm auf den Straßen und in den Feldern liegt. Na da haben wir ja auf unserem Campingplatz nochmal Glück gehabt!Read more
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- Day 42
- Thursday, May 22, 2025 at 3:14 PM
- 🌬 22 °C
- Altitude: 7 m
FranceSaint-Raphaël43°25’11” N 6°51’23” E
Idylle am Cap Dramont

Mit dem Cap Dramont und dem gleichnamigen Ortsteil von Saint Raphael haben wir wieder einen Ort erreicht, den wir an der Côte d’Azur noch nicht kannten… und an dem wir aber hoffentlich nicht das letzte Mal waren.
Wir checken bei „Royal Camping“ ein und sind ab dem ersten Moment entzückt: der Platz ist klein und sehr familiär, große Bäume bieten angenehmen Schatten, die Betreiber sind mega freundlich und die anderen Camper sind nett, aber nicht aufdringlich. Außerdem ist eine kleine ruhige Badebucht, die geschützt zwischen Felsen liegt, nur einen Steinwurf entfernt. Da es hier keinen wirklichen Parkplatz gibt, hält sich selbst an einem sonnigen Wochenende die Anzahl Besucher in Grenzen. Besser geht’s nicht! 🥰
Nach unserer Ankunft spazieren wir die felsige Küste entlang. Es ist bereits spätnachmittags und das Licht ist toll. Die braunen Felsen und das türkise Wasser, die Wellen und der Wind… was wir bewundern, verschläft Momo weitestgehend in der Kraxe. 😂
Wir lassen es hier ansonsten sehr ruhig angehen, schließlich sind die Tage bis zum Ende unserer Reise nun gezählt und wir wollen einfach das warme Wetter genießen. So verbringen wir unsere Zeit einfach am Strand, gönnen uns den ein oder anderen Cocktail von der Bar dort und lassen die Seele baumeln. Das ist hier ein perfekter Ort um noch einmal runter zu kommen. 😎
Und sollte es euch einmal auch hierher verschlagen, dann noch ein Tipp: bei der Boulangerie Dalmasso & Fils holen wir uns morgens einige der leckersten Backwaren der ganzen Reise. Das Baguette kommt warm aus dem Ofen, die Croissants, Mandel- und Apfelküchlein sind zum niederknien. Und auch wenn man beim Einkauf ein bisschen über die Stränge schlägt, geht man doch mit unter 10 Euro aus dem Laden. 👍Read more
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- Day 45
- Sunday, May 25, 2025
- ⛅ 21 °C
- Altitude: 8 m
ItalySavona44°17’7” N 8°26’52” E
Zwischenstopp in Savona

Je weiter wir am Mittelmeer Richtung Osten zurück fahren, desto schwieriger wird es richtig schöne Stellplätze am Meer zu finden. Egal ob bei einem Bauern oder Winzer oder auf einem richtigen Campingplatz. Viele Orte hier haben sich auf eine andere Art des Tourismus spezialisiert (Saint-Tropez oder Cannes sind jetzt nicht bekannt für seine Camper 😂) oder der Platz am Wasser ist einfach anderweitig verbaut oder genutzt.
Aber bei diesem Stop ist das auch nicht so wichtig, denn wir bleiben nur eine Nacht auf dem Weg nach Hause. Ursprünglich war ein längerer Aufenthalt geplant, aber weil es uns beim Stopp davor so gut gefallen hat, sind wir dort länger geblieben und haben hier eine Nach abgeknappst. Und wie sich zeigen sollte, war das genau die richtige Entscheidung.
Wir parken eigentlich recht schön bei einem überschaubaren Campingplatz am Meer am Rande von Savona. Allerdings merkt man gleich, dass diese Gegend eher von Industrie und Fährbetrieb lebt, als von Traumstränden. Alles um uns rum ist ein bisschen in die Jahre gekommen oder nicht ganz so hübsch wie eben noch in Frankreich. Aber gut, es ist ja logisch, dass nicht alle Orte am Mittelmeer wie aus dem Urlaubsprospekt sein können.
Wir machen trotzdem das Beste aus diesem kurzen Halt und lassen uns frische Pasta mit Meeresfrüchten und Pizza in einem Restaurant neben dem Camping schmecken. Außerdem gibt’s den ersten italienischen Aperol Spritz und ehe wir uns versehen sind wir schon wieder unterwegs.
Nun geht’s nach Norden und wir sagen Au revoir und Ciao liebes Mittelmeer, du warst sehr gut zu uns im den letzten Wochen. 😘Read more
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- Day 46
- Monday, May 26, 2025
- ⛅ 22 °C
- Altitude: 201 m
ItalySant'Agata46°4’36” N 8°41’40” E
Wunderschöner Lago Maggiore

Eigentlich wollten wir ja schon bei unserem Hinweg einen Stopp am Lago Maggiore machen, aber das Wetter hat nicht mitgespielt. Jetzt auf dem Rückweg haben wir Glück und machen hier wenigstens noch für zwei Nächte Halt. 👍
Mit dem Campingplatz haben wir nochmal Glück: ein bisschen außerhalb von Cannobio parken wir auf dem „Lakeview Camping Resort“. Direkt am See kann man hier auf dem in Terrassen angelegten Gelände parken oder in Mobilehomes übernachten. Hier ist kein Platz für große Wohnmobile und auch sonst ist alles herrlich überschaubar. Die Anlage ist perfekt gepflegt, bietet an jedem Stellplatz einen großartigen Blick auf den See und es gibt auch noch einen Privatstrand mit großen Bäumen. Zwischen Stellplätzen und Liegewiese am Wasser liegt zwar eine Straße, aber über einen kleinen Tunnel für Fußgänger kommt man ohne Probleme dort hin. Im Lakeview Restaurant schmecken der Spritz und das Essen und morgens sorgt der Brötchenservice für leckeres Frühstück. ☺️
Über einen kleinen Wanderweg sind wir in ca. 20 Minuten direkt in Cannobio und gönnen uns bei Pasta und Eis noch ein bisschen Dolce Vita. Der Ort ist im besten Sinne ein typisches Städtchen wie man es von den norditalienischen Seen kennt. Ein Tag ist aber bei weitem nicht genug, um sich ein wirkliches Bild vom Lago Maggiore, den schönen Orten an seinem Ufer und den Bergen rundherum zu machen. Wir müssen wohl einfach wieder zurück kommen. 😬
Das ist hier unser letzter „richtiger“ Stopp und es macht sich ein bisschen Melancholie breit. So schnell sind 7 Wochen auch schon wieder rum. Aber diese Gedanken schieben wir noch ein bisschen auf die Seite und lassen uns bei 25 Grad noch für ein paar Stunden die italienische Sonne ins Gesicht scheinen. 🥰Read more
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- Day 48
- Wednesday, May 28, 2025
- 🌧 15 °C
- Altitude: 471 m
GermanyZeisertsweiler47°34’25” N 9°44’34” E
Letzte Nacht nahe des Bodensees

In den letzten Wochen haben wir ein gutes Gefühl entwickelt, wie lange unsere Etappen sein können. Meistens schläft Momo gute zwei bis drei Stunden unter dem Fahren und lässt sich dann noch ein bisschen mit Spielen bei Laune halten. Danach reichts aber und der kleine Kerl will (zu Recht ☺️) raus aus dem Autositz und sich bewegen. Deswegen machen wir auf unserem Heimweg vom Lago Maggiore noch einen Halt etwas oberhalb des Bodensees in der Gemeinde Sigmarszell.
Wir parken bei einem schönen Bauernhof mit Destillerie (Bayer & Bayer Bio-Brennerei). Hier gibt’s 6 Stellplätze und man kann sich im Hofladen mit Eier, Nudeln, Säften und natürlich den hauseigenen Bränden eindecken. Ihr werdet es nicht glauben: wir haben nur Eier gekauft. ☝️😂 Für die Camper gibt’s nigelnagelneue Toiletten und eine Dusche. Soweit wir sehen können, liegt der Hof wunderschön auf einer Anhöhe im hügeligen Gelände. Leider sehen wir aber nicht weit, denn seit ungefähr der Mitte der Schweiz schüttet es wie aus Kübeln! So erinnert unser letzter Tag im Camper ein bisschen an die ersten: wir mummeln uns ein, spielen mit Momo und halten uns mit Snacks und ein bisschen Wein bei Laune. Wir hatten alles in allem viele trockene Tage und somit blicken wir versöhnlich aus den regennassen Fenstern unseres fahrbaren Zuhauses.
Schön war’s, so viel Zeit als kleine Familie zusammen zu haben! 🥰 Wir haben neue Ecken von Europa entdeckt und einige Orte gefunden, die wir unbedingt nochmals besuchen wollen. Mit dem Camper sind wir nun mehr als vertraut und der kleine Moritz hat sich als echtes Reisebaby bewiesen: unkompliziert, neugierig und meistens gut drauf. Und als kleiner Charmeur hat er so manche Damenherzen erobert. 😘 Es scheint, als ob auch wir als Eltern nochmal viel im Umgang mit ihm gelernt haben und deutlich gelassener geworden sind. Was für eine schöne Reise! ❤️Read more
Dann bin ich mal gespannt, die Familie wiederzusehen! Ich wünsche eine wunderschöne Reise mit vielen tollen Erlebnissen und dass alles klappt. Bis bald. [Gilles]
Wow! Viel Spaß euch drei und schöne Grüße aus dem Camper in Dänemark :) [Benjamin]
TravelerWünsche Euch eine gute Reise mit vielen neuen Eindrücken, Erfahrungen, schöne Landschaften...und intensive Erlebnisse mit Klein-Momo auf grosser Fahrt. Ich freue mich für Euch :-) Laurent
TravelerWir wünschen euch eine schöne Reise. Liebe Grüße von den Hahns aus Tegernbach