• SichtungV - Freiham

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    Klang und Weite: Ein Besuch bei der „Sichtung V“

    Inmitten dieser urbanen Geburtsstunde des neuen Münchner Stadtviertels Freiham ragt sie empor: Die „Sichtung V“, eine imposante, 32 Meter hohe Skulptur aus übereinander gestapelten Metallquadern. Das temporäre Kunstprojekt des Künstlerduos Rasthofer/Neumaier, initiiert von der Erzdiözese München und Freising, zieht die Blicke schon von Weitem auf sich. Bereits seit rund zehn Jahren wird in Freiham intensiv gebaut, um hier bezahlbaren und modernen Wohnraum auf einer riesigen Fläche zu schaffen.

    Schon beim Betreten des monumentalen Turms wird klar, dass dies mehr als nur ein Aussichtspunkt ist. Jeder Schritt auf den eisernen Stufen der Innentreppe erzeugt sanfte, metallische Klänge. Es fühlt sich an, als würde man ein riesiges, begehbares Instrument zum Leben erwecken.

    Mit jedem Stockwerk verändert sich die Perspektive. Durch gezielt platzierte Fensteröffnungen wandert der Blick über die Baustellen, die ersten fertigen Wohnblocks und die Straßen von Europas derzeit größtem Neubaugebiet. Wo heute noch Kräne das Bild dominieren, werden in Zukunft einmal etwa 25.000 Menschen ihr Zuhause haben. Oben angekommen, öffnet sich ein beeindruckendes Panorama: Auf der einen Seite das wachsende urbane Leben Freihams, auf der anderen Seite die weite bayerische Landschaft, die an klaren Tagen den Blick bis zu den Alpen freigibt. Bis der neue Stadtteil mit all seinen Wohnungen, Plätzen und der Infrastruktur vollständig fertiggestellt sein soll, wird es noch bis zum Jahr 2040 dauern. Für genau ein Jahr wird dieser Aussichtsturm zu einem Raum der Begegnung, der Kunst und des Innehaltens im Trubel dieses gigantischen Zukunftsprojekts.
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