Transfăgărășan
July 10 in Romania ⋅ ⛅ 11 °C
Gestern war als reiner Transfertag geplant: Wir wollten nach Rumänien einreisen und ein gutes Stück vorankommen. Der Grenzübertritt von Bulgarien nach Rumänien – über Russe und die Donau – ging schnell und verlief vollkommen problemlos. Zuvor hatten wir uns von Burgas aus über Schumen und Rasgrad bis an die Grenze durchgeschlagen.
So weit wie eigentlich vorgesehen kamen wir dann allerdings doch nicht, denn genau in unserer Fahrtrichtung zog ein Unwetter auf. Als die „schwarze Wand" vor uns immer bedrohlicher wirkte, verließen wir im Raum Ploiești die Autobahn und fuhren dem Unwetter davon, das uns bereits gefährlich nahe gekommen war – der Regen war schon deutlich zu sehen. Schließlich flüchteten wir uns in einen Imbiss und warteten dort Gewitter, Starkregen und Hagel ab, ehe wir bei leichtem Regen bis zu unserer Unterkunft weiterfuhren.
Als der Morgen nach unserem ganz unspektakulären Frühstück – auf Plastikstühlen vor dem Hotel – mit Regen begann, stellten wir uns schon auf einen langen, nassen Tag ein.
Doch die Strecke führte uns heute – über Târgoviște, Pitești und Curtea de Argeș – zur berühmten und berüchtigten Transfăgărășan, und so wurden sowohl das Wetter als auch unsere Stimmung von Kilometer zu Kilometer besser.
Den Fuß des ersten Bergpasses erreichten wir bei gut 25 Grad, und es dauerte nicht lange, bis wir die ersten Braunbären zu Gesicht bekamen. Wir waren wirklich überrascht, wie viele Bären sich uns entlang der Strecke zeigten. Insgesamt durften wir sechs von ihnen bewundern – zum Glück allesamt sehr friedlich, die uns kaum Beachtung schenkten. Selbst eine Bärenmama mit zwei Jungtieren blieb völlig gelassen und ließ uns in aller Ruhe vorbeifahren.
Auf der Passhöhe – über 2000 Meter – hatten wir dann nur noch 9 Grad, und neben der Straße lagen sogar noch Schneefelder.
Als wir schließlich auf der anderen Seite wieder ins Tal hinabkamen und Victoria erreichten, war es bereits später Nachmittag und wir beschlossen, erst einmal etwas zu essen und danach eine Bleibe für die Nacht zu suchen.
Einige Kilometer weiter entdeckten wir, ziemlich versteckt, eine kleine „Familiengastronomie". Dort gab es keine Speisekarte, sondern ein lokales Gericht nach Hausfrauenart – und was für eines: Es bestand aus Vorspeise, Suppe, Hauptgang mit Salat sowie Kaffee und Kuchen zum Nachtisch. Alles war ausgesprochen lecker, und es war schier unmöglich, alles zu verputzen, was da aufgetischt wurde.
Die freundliche Dame des Restaurants half uns anschließend noch dabei, eine Unterkunft ganz in der Nähe zu finden – so dass es morgen mit einer weiteren Offroad-Etappe weitergehen kann.Read more










TravelerErinnerungen 😀
TravelerJa genau! ☺️😁