Anreise und Galatabrücke
December 29, 2025 in Turkey ⋅ ☀️ 5 °C
Nachdem Oma im Oktober die Idee hatte, über Silvester mit uns eine Gruppenreise nach Istanbul zu machen, sind wir heute dazu aufgebrochen. Mit etwas Verspätung kamen wir nachmittags hier an. Da eine Dame der Gruppe gleich noch „verloren“ ging, verzögerte sich die Abfahrt am Flughafen noch etwas und es ging nach mehr als einer Stunde Transfer bzw. Rundfahrt durch Istanbul gleich in ein Restaurant unter der Galatabrücke. Trotz Warnung der Reiseleiterin warfen einige Mitreisende offenbar keinen Blick auf die Getränkepreisliste und fielen gleich auf die hohen Alkoholpreise rein (68% Steuern). Der Raki und die Flasche Wein wurden offenbar zum teuren Vergnügen.
Nach der anschließenden Ankunft im Hotel fiel uns gleich das Fenster ins Auge bzw. es fiel uns eigentlich entgegen, da das Scharnier kaputt war. Wir wechseln in das Zimmer, allerdings scheint die Istanbuler Bauweise nicht ganz der deutschen zu entsprechen, denn durch das Fenster zieht es dennoch die Hechtsuppe.
Nachts um 1:50 Uhr wurden wir durch einen Anruf und anschließendes Klopfen an der Tür geweckt. Der Anrufer von der Rezeption meinte, sie bräuchten unsere Pässe, wir hätten sie nicht abgegeben und sie würden jetzt abgeholt. Stefan verwies freundlich darauf, dass die Pässe bereits an der Rezeption gewesen waren und wir sie zurückbekommen hätten und ob er eigentlich wüsste, wie spät es sei. Die Tür haben wir jedenfalls nicht geöffnet. Mal sehen, ob sich das gleich an der Rezeption klären lässt. Aber uns deswegen mitten in der Nacht aus dem Schlaf zu holen (eigentlich nur Stefan, ich konnte nicht schlafen), ist schon seltsam…Read more
Istanbul in 12 Stunden
December 30, 2025 in Turkey ⋅ 🌬 9 °C
Da der Tag gestern (Dienstag) keine freie Minute aufwies, kommen die Reiseberichte jetzt etwas verspätet.
Die Gruppentour (zu Fuß) beginnt um 09.15 mit einem Marsch durch Istanbuls Altstadt zum Hippodrom. In eisigem Wind lauschen wir unserer Reiseführerin Aysun, die lustig und resolut die Gruppe steuert. Vom Hippodrom geht es in die Blaue Moschee. Als Nächstes besuchen wir die Zisterne, ein riesiger Trinkwasserspeicher mit vielen Säulen, der auch bereits Kulisse mehrerer Filme war, u.a. James Bond. Eine sehr beeindruckende Location. Nach einer kurzen Kaffeepause geht es auch schon weiter.
Statt des ursprünglich geplanten Besuchs des Topkapi (wegen des kalten und windigen Wetters) wird kurzerhand der Bus geordert und fährt uns quer durch die Stadt zum Piyer Loti, einem Aussichtspunkt, an dem man wunderbar über das ganze Goldene Horn scheuen kann.
Anschließend geht es zur Suleymaniye-Moschee, die sich wunderhübsch ist.
Danach steht der Große Basar an.
Nach einem Gang trennt sich die Gruppe, aber Aysun bietet uns die nächste James Bond Location.
Nach einem kurzen Gang durch die Hintergasse des Basars steigen wir eine Treppe hoch zu einer Seite und zwar schöne, gefälschte Designer Taschen angeboten werden, auf der anderen Seite aber auf eine unbefestigte kleine Terrasse treten können, von der wir exakt zu blauen Stunde einen wunderbaren Blick auf eine Moschee und Dächer haben, die Kulisse des Skyfall Films waren. Von dort aus ist James Bond (Daniel Craig) mit dem Motorrad über die Dächer Istanbuls gerast.
Zu einer gefälschten Designertasche für 500 € lassen wir uns allerdings nicht überreden.
Anschließend geht es direkt zum Abendessen auf einer Rooftop Terrasse, die wie überall in Istanbul von Markisendächern überspannt wird. Zum einen ist es dort immer noch relativ kühl und zugig, zum anderen fängt es später an sehr stark zu regnen und auch zu gewittern. Das Wasser fließt zum Teil in solchen Strahlen durch das Dach, dass die Gäste dort fliehen müssen und das Wasser ständig eimerweise weg getragen wird. Zum Glück war unser Platz trocken.
Im Hotel sind wir anschließend erst gegen circa 23:00 Uhr. Dank unserer Reiseleitung finden wir noch ein Entschuldigungsschreiben des Hotels wegen der nächtlichen Störung gestern mit etwas Gebäck und Früchten auf dem Zimmer.
Ein interessanter, aber auch unheimlich anstrengender Tag…Read more
Es ist kalt…
December 31, 2025 in Turkey ⋅ ☁️ 3 °C
Nach dem anstrengenden Tag gestern wollen Jannis, Vanessa und Oma das Gruppenprogramm heute nicht mitmachen. Außerdem möchte Vanessa heute nochmal zum Shoppen gucken, da am Neujahrstag fast alle Geschäfte geschlossen sein werden.
Stefan und ich fahren morgens mit der Gruppe zum Topkapi, eine riesige beeindruckende Palast-Anlage und der Istanbuler Altstadt.
Nach einigen Eindrücken setzen Stefan und ich uns ab und fahren mit der Straßenbahn zurück zum Hotel.
Zu fünft machen wir dann eine Metrofahrt (pro Fahrt ca. 1 €) in ein Einkaufsviertel, wo wir zwar durchschlendern, aber nichts kaufen.
Überall in der Stadt laufen übrigens Katzen herum, die gefüttert werden, z.B. über die Katzenfütterautomaten.
Abend startet eine Busfahrt zur Silvesterlocation. Allein die Busfahrten durch den vollgestopften chaotischen Verkehr sind ein echtes Sightseing-Highlight. Wahnsinn, wie die Autos und Busse sich durch die engen, zugeparkten Gassen schlängeln und dabei nur mit Zentimeterabstand aneinander vorbeirauschen.
Der Silvesterabend in einem Rooftop-Retaurant entpuppt sich als total eng und laut mit türkischer und deutscher Musik und Tanz.
Gewöhnungsbedürftig, aber dank eines unserer türkischen Reiseleiter, der sich als toller Tänzer und Animateur entpuppt, auch recht lustig.
Feuerwerk gibt es allerdings nahezu gar nicht, obwohl man einen tollen Blick über die halbe Stadt hat.
Nachdem sich der Bus nachts um 02.00 durch den dichten Istanbuler Verkehr gekämpft hat, fallen wir erschöpft ins Bett.Read more
Schneeschauer am Bosporus
January 1 in Turkey ⋅ ⛅ 1 °C
Der Tag beginnt mit strahlender Sonne. Heute ist ein Tag zur freien Verfügung. Wir haben gestern eine 3stündige Bootstour auf dem Bosporus für 3,50€ pro Person gebucht.
Nun versuchen wir uns durch das Neujahrs-Verkehrschaos zum Anleger durchzuschlagen, was sich als Abenteuer entpuppt.
Am Neujahrstag sind große Demonstrationen für Palästina angekündigt, weshalb viele Straßen gesperrt sind. Wir versuchen ein Uber zu bekommen, aber das klappt leider nicht. Auch die Straßenbahnen fahren teilweise nicht. Da man nicht herausbekommt, welche Linie wie fährt, versuchen wir es erstmal, stranden aber nach wenigen Stationen, da die weitere Strecke gesperrt ist. Wir sind noch 30min Fußweg vom Fähranleger entfernt und haben noch 40 min. Zeit.
Dies ist allerdings für Oma nicht zu schaffen, die schlecht zu Fuß ist und Rückenschmerzen hat.
Ganz in der Nähe sind Taxis. Da wir zu fünft nicht reinpassen, gehen Stefan und Jannis zu Fuß und wir drei Frauen steigen ins Taxi. Es beginnt eine abenteuerliche Fahrt durch die völlig verstopften Straßen der Altstadt. Der Taxifahrer versucht, sich durch die engen Gassen zu schlängeln, überall stoßen wir auf Staus und gesperrte Straßen. Er diskutiert durchs Fenster mit einem Polizisten, der ihn aber nicht durchlässt, hupt andere Autofahrer beiseite. Als wir schon nicht mehr glauben, dass es zeitlich noch zu schaffen ist, weil wir einen großen Umweg fahren müssen, schafft er es bis auf eine Toll Road, die er normalerweise nicht genommen hätte. In rasender Fahrt bringt er uns tatsächlich pünktlich zum Fähranleger. Durch die Toll Road war die Fahrt zwar recht teuer (wahrscheinlich hat er uns auch noch ein bisschen abgezockt), dafür sind wir pünktlich beim Boot und er hat sich auch noch sehr nett und in gutem Englisch mit uns unterhalten. Die Fahrt werden wir in bleibender Erinnerung behalten…
Erleichtert steigen wir auf den alten, angerosteten Kahn für die Fahrt über den Bosporus. Noch scheint die Sonne…
Als es losgeht, kommen schon die ersten feinen Schneeflocken, die sich rasch zu einem ausgewachsenen Schneeschauer vermehren. Am Anfang der Fahrt sehen wir noch etwas vom Wasser und von der europäischen Istanbul-Seite. Nach kurzer Zeit jedoch ist der Schneeschauer schon so stark, dass wir draußen nur noch eine weiße Wand haben und auch die großen Brücken über uns gerade mal als Schatten erahnen können. Das, was uns unterwegs erzählt wird, können wir teils nur noch erahnen. Nach etwas mehr als 1 Stunde machen wir einen kurzen Stop auf der asiatischen Seite. Der Stop ist allerdings zunächst sehr abrupt, da das Schiff (vielleicht aufgrund der schlechten Sicht) mit ziemlichen Karacho gegen den Steg donnert. Zum Glück haben wir noch gesessen…
Dort liegen inzwischen mehrere Zentimeter Schnee und es schneit weiter, die Straßen sind rutschig. Oma bleibt auf dem Boot, wir gehen ein paar Schritte und schaffen es zumindest, eine Kleinigkeit zu Essen beim Bäcker mitzunehmen. Als wir letztlich wieder am Fähranleger der Altstadt ankommen, strahlt die Sonne vom Himmel über der europäischen Istanbul-Seite. Hier liegt auch kein Schnee.
Verrückt, wie schnell das Wetter umschlagen kann und wie unterschiedlich es über die kurze Entfernung ist. Von der Bootsfahrt hatten wir also letztlich nicht so viel, da wir nahezu nichts gesehen haben, dafür hat sie allerdings auch kaum etwas gekostet…
Auch auf dem Rückweg müssen wir feststellen, dass die Straßenbahn, die zu unserem Hotel fahren würde, nicht fährt. Und wieder nehmen wir Frauen ein Taxi, die Männer laufen zu Fuß. Diesmal ist das Taxi allerdings wesentlich schneller vor Ort, da sich der Verkehr jetzt entspannt hat.
Von der übrigen Reisegruppe, die heute ebenfalls eine organisierte Bootstour machen wollte (extra gebucht und bezahlt), hören wir, dass diese wegen Schlechtwetter ausgefallen ist und man nur in einem Café gesessen habe … 😜
Zum Abendessen gab es im Nachbarhotel türkische Speisen, die uns teils an Kuhfladen erinnert und bei unseren Kids Lachflashs ausgelöst haben (das Auberginenpüree war eine geschmacklose klebrige Masse). Letztlich hat sich die Familie noch einen Dönerwrap am Stand nebenan geholt….Read more
Abreisetag
January 2 in Turkey ⋅ 🌙 2 °C
Heute ging es zurück nach Hause. Fotos hab ich fast keine mehr.
Die knapp fünf Tage waren ganz schön anstrengend, aber auch erlebnisreich. Ich konnte die ganzen Eindrücke noch gar nicht verarbeiten.
Istanbul ist eine riesige Stadt (lt. Aysun zwar offiziell 16 Millionen Einwohner, tatsächlich (mit Studenten und Gastarbeitern und anderen) aber 25 Millionen.
Der Altstadtverkehr ist extrem chaotisch, unglaublich wie die Autos, Motorräder und Fußgänger in diesen engen Gassen im Zentimeterabstand aneinander vorbeirauschen und nicht mehr passiert.
Wir haben in kurzer Zeit viel gesehen, man könnte sich aber sicher mit etwas mehr Zeit und Ruhe noch viel mehr anschauen. Vor allem sollte man Istanbul vielleicht mal etwas besserem oder wärmerem Wetter besuchen.
Alles in allem eine beeindruckende Stadt, vor allem auch die wunderschönen Moscheen und die Freundlichkeit der Menschen.Read more


































































