• Jurtencamp in der Grenzregion

    13. august 2024, Kirgisistan ⋅ ☀️ 12 °C

    Die Ténéré ballert zunächst auf einer asphaltierten Strasse durch ein weitläufiges, unberührtes Gebirgstal, das oft mit dem tibetischen Hochland verglichen wird. Zurecht. Schneebedeckte 7000er umrahmen die Szenerie. Endlich die Abzweigung. Eine unbefestigte Piste, die direkt zur Karawanserei Tash Rabat führt: Auf 3200 Metern bot hier einst eine „steinerne Herberge“ aus dem 15. Jahrhundert Unterschlupf für Karawanen der Seidenstrasse. Heute steht hier mein Bett in einem Jurtencamp. Im Filz-Zelt ist der Boden mit Teppichen ausgelegt, im Holzofen knistert das Feuer. Stille. Draußen funkeln die Sterne, Wildpferde grasen im Mondlicht. Nur noch 120 Kilometer bis zur chinesischen Grenze sind es von hier – trotzdem heisst es früh aufstehen.

    Hier spüre ich zum ersten Mal, wie ergreifend der Moment werden wird, sollte ich die eisgepanzerten Gipfel des Himalaya erstmals erblicken.
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