Tag 95 - Hambantota - Sri Lanka
12. februar, Sri Lanka ⋅ ☁️ 26 °C
Heute sind wir nach dem Frühstück ohne konkretes Ziel von Bord gegangen. Ganz bewusst haben wir uns gegen Safari oder Beach-Resort entschieden. Wir wollten die Region wirklich erleben und sehen, wie die Menschen hier leben. Es wurde ein unglaublich schöner Tag – ganz ohne Touristen. Tatsächlich haben wir keinen einzigen anderen AIDA-Gast gesehen.
Mit dem Shuttlebus sind wir zunächst aus dem Hafengelände gefahren. Dort angekommen sind wir einfach losgelaufen und haben die Umgebung, die Natur und das Leben um uns herum auf uns wirken lassen. Nach etwa einer Stunde beschlossen wir, in die andere Richtung mit einem der ortsüblichen Tuk-Tuks zu fahren. Der erste Fahrer verlangte allerdings einen völlig überhöhten Preis, deshalb sind wir weitergelaufen – bis schließlich Max anhielt. Ein super netter junger Mann, der uns für 10 Dollar in das etwa 13 Kilometer entfernte Hambantota brachte.
Hambantota gehört zu einer historisch alten Region Sri Lankas, war lange landwirtschaftlich geprägt und ist erst in den letzten Jahren durch den Bau des großen Hafens stärker ins Blickfeld geraten. Max setzte uns im Zentrum ab und wir verabredeten, dass er uns drei Stunden später wieder zurückfahren würde.
Wir bummelten durch die Straßen und waren ehrlich gesagt sehr bewegt. An vielen Ecken spürt man die Armut der Menschen deutlich. Der Tsunami vom 26. Dezember 2004 hat große Teile der Küstenregion zerstört. Dort, wo früher Hotels und Wohnhäuser standen, sieht man heute verlassene Baracken, teilweise von Bäumen überwuchert. Tausende Menschen kamen in Sri Lanka ums Leben – auch in der Gegend rund um Hambantota. Der Wiederaufbau dauerte viele Jahre und hat die Küstenlandschaft dauerhaft verändert.
Wir liefen anschließend an einem völlig menschenleeren Strand entlang. Der rote Sand sah unglaublich schön aus. Es ist kaum vorstellbar, dass hier vor etwa 20 Jahren noch viele Hotels standen und heute so vieles verlassen wirkt.
Später entdeckten wir eine kleine Bäckerei. Dort kauften wir ein paar Gebäcke und zwei 7Up – und bezahlten umgerechnet nur etwa 1,20 Dollar. Auf dem Rückweg mussten wir unbedingt noch einmal dort anhalten, weil die Menschen so freundlich waren und alles so lecker geschmeckt hat. Wir kauften noch einmal das Gleiche und zusätzlich zwei Magnete. Insgesamt haben wir heute gerade einmal fünf Dollar ausgegeben.
Während wir durch die Straßen liefen, saßen kleine Affen auf Mauern und Pfauen spazierten am Wegesrand entlang. Dieser Tag hat uns wieder einmal gezeigt, wie gut es uns geht und wie dankbar wir sein können.
Unser Fahrer Max brachte uns später sicher zurück zum Schiff. Dort haben wir uns erst etwas ausgeruht und sind anschließend essen gegangen. Eigentlich sollten wir um 20:00 Uhr ablegen, doch unsere Gangway hatte einen Motorschaden. Deshalb sind wir erst mit zwei Stunden Verspätung gegen 22:00 Uhr ausgelaufen.
Am Abend sind wir noch ins Theater gegangen. Dort fand eine Schlagerparty mit de Tobi, dem ehemaligen Aida-Entertainer statt, der für ein paar Tage mit Rainer Meutsch als sein heutiger Assistent auf der Reise ist. Es war unfassbar lustig, mit tollen Liedern und großartiger Stimmung. Wir sind mit einem Lächeln und sehr glücklich ins Bett gegangen.Læs mere


























RejsendeSieht toll aus!!
RejsendeWar auch Mega🫶