• Tag 109 - Durban - Südafrika

    February 26 in South Africa ⋅ 🌙 26 °C

    Heute früh sind wir in Durban angekommen. Die Stadt liegt in der Provinz KwaZulu-Natal und ist einer der bedeutendsten Hafenorte des Landes. Geprägt von britischer Kolonialgeschichte und starkem indischen Einfluss, ist Durban heute eine lebendige, kulturell vielfältige Stadt. Gleichzeitig wurden wir im Vorfeld deutlich darauf hingewiesen, sehr achtsam zu sein, da die Kriminalitätsrate hoch ist. Also blieben Schmuck, Uhren und alles Wertvolle sicher auf dem Schiff.
    Unser Ausflug führte uns heute auf meine allererste Safari – entsprechend groß war die Aufregung. Nach dem Frühstück ging es zunächst zur Sicherheitskontrolle auf das Flughafengelände. Es zog sich etwas, insgesamt warteten wir fast eine Stunde. Danach noch einmal kurz zurück aufs Schiff, bevor wir schließlich mit dem Bus losfuhren.
    Die Fahrt durch Durban zeigte starke Gegensätze: sichtbare Armut auf der einen Seite, sehr schöne Häuser auf der anderen. Schließlich erreichten wir das Tala Private Game Reserve, ein privates Naturreservat mit weitläufiger Savannenlandschaft und einer beeindruckenden Tierwelt.
    Dort wurden wir auf Jeeps verteilt – unsere Gruppe war in einem der großen Fahrzeuge mit etwa 20 Personen. Und dann begann sie, die Safari.
    Wir sahen Zebras, verschiedene Antilopenarten, Nashörner, ein Gruppe Giraffen, Wasserbüffel, Strauße – und ganz besonders niedlich: ein Warzenschwein mit seinen Jungen, die in einer kleinen Reihe hinter der Mutter herliefen.
    Unser Ranger erklärte viel über das Verhalten der Tiere. Besonders spannend fand ich die Gemeinschaft von Zebras und Wasserbüffeln: Zebras sehen ausgezeichnet, haben aber einen schlechten Geruchssinn. Wasserbüffel hingegen riechen sehr gut, sehen jedoch schlechter. Zudem fressen Zebras das hohe Gras, während Wasserbüffel das niedrige bevorzugen – eine ideale Ergänzung.
    Bei den Antilopen lebt meist ein Männchen mit mehreren Weibchen. Werden die männlichen Jungtiere älter, werden sie aus der Gruppe verdrängt und schließen sich zu eigenen Junggesellenrudeln zusammen. Auch bei Giraffen und Nashörnern leben die Weibchen mit ihren Jungtieren, während die erwachsenen Männchen getrennt unterwegs sind.
    Besonders beeindruckend: Mit den Wasserbüffeln und Nashörnern haben wir heute zwei der „Big Five“ gesehen – ein schönes Gefühl, diesem berühmten Kreis ein Stück nähergekommen zu sein.
    Wir konnten erstaunlich nah an die Tiere heranfahren – ein wirklich intensives Erlebnis. Nur die Nilpferde haben uns gefehlt. Ich mag sie doch so sehr. Unsere Gruppe hatte leider kein Glück, aber aus einer anderen Gruppe wurden Fotos gemacht, und die liebe Karin hat sie mir geschickt.
    Nach der Fahrt gab es eine kleine Erfrischung, dann ging es zurück zum Schiff. Wir waren beide ziemlich k.o. und haben uns erst einmal ausgeruht. Andreas ist später noch zur Massage gegangen, während ich die vielen Eindrücke Revue passieren ließ.
    Am Abend gingen wir noch essen – und damit endete ein erlebnisreicher Tag. Meine erste Safari – und übermorgen gleich die zweite in Port Elisabeth
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