• Waitomo Caves / Te Kuiti

    February 21, 2024 in New Zealand ⋅ ⛅ 23 °C

    Unsere ursprünglich für vormittags geplante Adventure- Tour in der Waitomo-Glowworm- Cave mussten wir wegen eines Buchungsfehlers unsererseits in eine etwas leichtere, aber auch interessante Höhlentour abändern.

    Wir waren daher erst am Nachmittag in der Ruakuru- Cove für knapp zwei Stunden mit einer guided Tour unterwegs. Ein bisschen hat es ja schon an die Attahöhle im Sauerland erinnert, aber die riesigen Stslagmiten und Stalagtiten sowie die Größe waren deutlich spektakulärer.
    Es ging ziemlich tief runter und man konnte im Dunkeln scheinbar Glühwürmchen an den Wänden sehen, die an ganz dünnen Fäden hingen und leuchteten. Tatsächlich sind das aber Pilzmückenlarven.

    Vor der Tour hat uns Tokowha eingeladen, uns sein "Marae", ca. 30 km außerhalb von Te Kuiti, zu zeigen. Die Maori-Familien haben Maraes als großes Familienhaus mit typuscher Bauart, in denen die (Groß-) Familie (Whanau) bei besonderen Anlässen wie Hochzeit oder auch Beerdigungen zusammenkommt.

    Das Marae ist auch ein spiritueller Ort und bevor wir das Gelände betreten haben hat Tokowha erst in einer Art Gebet die Ahnen um Erlaubnis zum Betreten des Marae mit Gästen gebeten.

    Er hat uns dann auch viel von seiner Kindheit erzählt, on der die Maori- Kultur und Sprache von der Regierung extrem unterdrückt wurde, er in der Schule nur Englisch sprechen durfte und auch statt dem Namen Tokowha nur seinen englischen Vornamen John nutzen durfte. Das hat sich erst in den letzten Jahrzehnten geändert und jetzt ist Maori zweite Amtssprache und überall gleichberechtigt neben Englisch.

    Zum Marae gehört neben einem großen Versammlungshaus (jedes Bauteil mit Bedeuting), in dem nur Fotos von verstorbenen Familienangehörigen hängen, auch ein Speisehaus mit Küche etc. Und ein kleines Häuschen für das Familienoberhaupt . Sah alles total gepflegt aus. Es war etwas besonderes und eine Ehre, dass wir das zu sehen bekommen haben unf Fotos machen durften. Sehr beeindruckend.

    Eine von Tokowha noch zusätzlich gestartete Tour am MIttag zu einem Wasserfall mussten wir abbrechen, weil das bei unseren Terminen an dem Tag zeitlich nicht zu schaffen war. Bei seinem eigenen rasanten Tempo und Fahrstil (Tempolimit war ihm egal) in seinem Audi und in der sehr kurvigen Landschaft, hatte er offenbar andere Wegezeiten im Kopf bzw. die Strecke unterschätzt. Wir kamen kaum hinterher und mussten dann auch zurückfahren.

    Abends hat Kaori nochmal für uns gekocht. Wir haben draußen im Garten zusammen gesessen und Tokowha hat uns noch viel erzählt. Wenn die Sonne weggeht, wird es ganz schön kühl abends
    Read more